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BIOS

Leider keine I/O-Voltage und VAGP-Voltage
Auch beim BIOS hat sich zum Vorgänger kaum etwas verändert. Natürlich arbeitet man auch hier mit einer verbesserten Version des Award BIOS´, dennoch fühlt man sich sofort wie zu hause. Es bietet sämtliche bekannten und wichtigen
Optionen. Besonders die Einstellmöglichkeiten des Arbeitsspeichers dürften wohl kaum einen Wunsch offen und das Herz jedes Tweakers höher schlagen lassen. Zusätzlich werden mit dem neu implemierte Magic Health Monitoring die wichtigsten Systemdaten direkt
beim Booten die auf den Bildschirm angezeigt werden. Dies umfasst nicht nur die Temperatur der Umgebung und der CPU, sondern auch sämtliche aktuellen Spannungen und die Drehzahlen von zwei Lüftern.
Den FSB darf man bequem in 1MHz-Schritten von 100 auf 199MHz hoch setzen. Ähnlich geht es beim Prozessormultiplikator, welcher von 6 bis 12 in 0,5er-Schritten und von 12 bis 15 in 1er-Schritten geändert werden kann.
Leider ist das ENMIC 8TCX+ /EPoX 8KHA aber immer noch nicht das ideale Mainboard für ernsthafte Tweaker. Zwar lässt sich die Prozessorspannung und die Speicherspannung verändern, jedoch fehlen sowohl Einstellmöglichkeiten für die I/O-Voltage,
als auch die VAGP-Voltage. Dies ist etwas unverständlich, da für ein ernsthaftes Übertakten der Grafikkarte besonders die VAGP-Voltage ein wichtiger Aspekt ist. Umso verwirrender, dass diese Option in einem Bild des Handbuches zu finden ist., nicht aber im
BIOS selbst.
Auch die Tatsache, dass sich die Prozessorspannung per BIOS in 0,025V-Schritten "nur" auf 0,1V höher setzen lässt, ist für einen echten Tuner nicht angemessen. Dennoch bieten ENMIC und EPoX hiermit das inoffizielle Minimum, an
Einstellmöglichkeiten. Umso unverständlicher, dass man die Speicherspannung um maximal 0,7V erhöhen kann. Als Standart-Einstellung des BIOS wird die Spannung schon von Haus aus um 0,1V höher gesetzt ist, als von den Herstellern empfohlen. Zu guter Letzt
beträgt aber der reale Spannungswert dieser Einstellung 2,67V!
Nun werden sich viele Fragen, warum dies denn nun so tragisch sei, denn umso höher, ist meistens auch umso besser. In der Regel liegt man mit dieser Aussage auch gar nicht so falsch, aber auch nur in der Regel! Die Speicherhersteller
geben beim Betrieb der RAM eine Toleranzgrenze von +/- 0,2V an. Wie man deutlich sieht, liegen die 2,67V schon sehr nahe an diesem Grenzwert! Zwar ist man sich über die Auswirkungen auf DDR-RAM bei einer dauerhaften hohen Stromspannung noch nicht vollends
einig, dennoch sollte man diese Option mit Vorsicht genießen. Insbesondere für unerfahrene Anwender ist diese Option zu gefährlich, denn wer will schon Gefahr laufen seine RAM zu beschädigen, wenn die Erfolgaussichten dieser Tuningmaßnahme eher zwiespältig
sind?
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