TweakPC


Drobo 5Dt DAS mit Thunderbold im Test (6/6)

Fazit

Mit dem Drobo 5Dt ergänzt Drobo das Angebot seiner DAS-Systeme um eine Version mit USB 3.0 und der vor allem auf MAC-Systemen genutzten Thunderbolt-2-Schnitstelle. Wie schon die anderen Drobo-Geräte profitiert das Drobo 5Dt am meisten durch die patentierte BeyondRAID -Technologie, die das Einrichten und Verwalten des NAS zu einem Kinderspiel und erheblich leichter macht als bei üblichen RAID NAS- oder DAS-Systemen

Die Möglichkeit, dass der Speicher mit dem User und mit der Zeit wächst und man beliebige herumliegenden SATA-Festplatten jeglicher Kapazität kombinieren kann, mach das Drobo 5Dt nicht nur zu einem äußerst flexiblen Speicher, sondern ermöglich auch die sinnvolle Nutzung älterer bereits vorhandener Festplatten. Der Einstiegspreis gegenüber anderen Lösungen bei denen man mehrere gleiche Festplatten nutzen muss, kann dabei erheblich sein.

Besonders am Drobo 5Dt gefällt erneut die besonders einfache Erweiterung des Speichers. Wer den Speicherplatz erweitern will, schiebt zu gegebenem Zeitpunkt einfach irgendeine beliebige HDD in beliebiger Größe ein oder tauscht eine vorhandene gegen eine größere aus. Den Rest erledigt das Drobo komplett vollautomatisch ohne zutun des Anwenders. Auf normalen NAS- oder DAS-Systemen muss für den gleichen Schritt eventuell ein komplettes Backup der Daten gemacht werden. Je nach Kapazität kann das ein echtes Problem werden.

Fehlbedienung, die zu Datenverlust führen sind beim Drobo nahezu ausgeschlossen, da das ganze System extrem weit automatisiert ist. Selbst wenn man im ausgeschalteten Zustand alle HDDs herausnimmt, zum Beispiel zum Entstauben oder Transportieren, und anschließend irgendwie alles in beliebiger Reihenfolge wieder einsetzt, funktioniert das Drobo wieder einwandfrei. Als wir die HDDs vom Test des letzten Drobo einfach wieder beliebig in das neue Gerät geschoben haben, waren die Daten vom vorherigen Test allesamt wieder vorhanden. Selbst wenn also die Drobo Hardware einmal defekt gesehen sollte, braucht man lediglich ein neues Dobo nehmen die HDDs wieder einstecken und alle Daten sollten wieder vorhanden sein.

Die Performance des Drobo 5Dt liegt über die USB-3.0-Schnittstelle auf dem Level des Drobo 5C und bis grob 200 MB/s. Das Drobo ist damit bereits schneller als die meisten internen Festplatten. Die Performance auf Thunderbolt soll bis zu 500 MB/s betragen. Leider konnten wir diese Performance mangels MAC Gerät nicht testen. Am PC wird die Thunderbolt Schnittstelle derzeit noch nicht unterstützt obwohl das Gerät im Tunderbold Manager erkannt wird. Wir werden die Performance nachtesten, sobald wir eine Möglichkeit gefunden haben das Drobo NAS an unseren Thunderbolt 3 PC-Mainboards zu betreiben.

Das Drobo 5Dt richtet sich mit Seiner Thunderbolt 2 natürlich primär an Apple-User, wo die Schnittstelle weit verbreitet ist. Die Optionen, die man mit Thunderbolt 2 hat, insbesondere das daisy-chaining von mehreren Geräten sind recht interessant. Leider hat sich die Schnittstelle im PC Segment noch nicht so richtig durchgesetzt und steht daher wohl auch nicht im Focus von Drobo. Mit Thunderbolt 3 könnte sich dies ändern und es wäre gut, wenn Drobo in Zukunft sein DAS auf diese neue Version von Thunderbolt aktualisiert und auch PC-kompatibel macht.

Das Drobo 5Dt eignet sich so hervorragend als besonders einfacher und flexibler Datenspeicher für User die eine Thunderbolt 2 Version suchen. Das gerät ist zum Beispiel ideal um Apple Mac Books über Thunderbolt anzuschließen und Backups zu erstellen oder das DAS als externen Speicher zu nutzen. Wer nur auf USB Setzen will, kann genauso gut zur deutlich günstigeren Drobo 5C Version greifen.

Vorteile:

  • Thunderbolt 2 und USB 3.0 Schnittstelle
  • Extrem einfache Bedienung bei gleichzeitig hoher Sicherheit
  • Einfaches und verständliches Gesamtkonzept/Nutzerführung
  • Extrem Flexibel beim Einsatz von unterschiedlichen Festplatten
  • Kann kostengünstig erweitert werden - Einsetzen/Austausch von HDDs
    Kapazität kann so mit dem Anwender "wachsen".
  • Nahezu vollautomatischer Betrieb
  • Kann jederzeit mit neuen Festplatten ohne Datenverlust erweitert werden
  • Auf Wunsch sehr hohe Datensicherheit
  • Absicherung gegen Stromausfall
  • Schneller als übliche GBit-NAS-Systeme

Nachteile:

  • Lüfter könnte Leiser sein
  • Geschwindigkeit der USB-3.0-Schnittstelle wird nicht ausgereizt.
  • Aktuell Betrieb über Thunderbolt nur an MAC aber nicht an PCs

 

16.5.17 / rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2017 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved