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be quiet! Dark Power Pro 11 im Test (2/6)

Technische Details - Lieferumfang

Unser Testmodell des Dark Power Pro 11 verfügt über eine Gesamtleistung von 850 Watt. Wie bei be quiet! Netzteilen üblich, finden wir die 12 V Leitung auf vier Schienen abgesichert. Die ersten beiden sind mit 30 A belastbar und die dritte und vierte mit einer Maximallast von 35A angegeben. Insgesamt kommt die 12 V Seite damit auf  70 A also 840 Watt. Mit 140 Watt Maximalleistung ist auch die 3,3 Volt und 5 Volt Seite für ein neues Netzteil recht üppig ausgelegt, oft findet man hier nur noch 100 oder 120 Watt vor Jede der beiden Schienen kann hier bis zu 25 A verkraften.

Obwohl das Dark Power Pro 11 damit in die Kategorie von Netzteilen mit vier 12V Rails fällt, bietet es mit dem OCK Feature, dass auch bereits beim Dark Power Pro 10 vorhanden war, die Option die Belastungsgrenzen der Schienen über diese Grenzen zu fahren und damit optional die Vorteile eines Single-Rail Netzteils. Nach dem Einschalten des OCK Modus wird der Überlastschutz der einzelnen 12V Schienen abgeschaltet. Das Netzteil schaltet dann erst ab, wenn die Gesamtlast auf der 12V Schiene überschritten wird.

Wir haben das Feature kurz an den stärkeren PCIe Rails 3 und 4 gegen getestet. Im normalen Betrieb schalten diese Leistung bei etwas über 40A ab. Schaltet man den OCK Modus an, so konnten wir eine einzelne Schiene mit 600 Watt also 50A und mehr belasten. Dabei sank die Spannung auf dieser Schiene aber dann auch deutlich auf  11,75 Volt. Um eine konstante Spannung zu haben empfiehlt sich also definitiv die Last gleichmäßig auf die Anschlüsse zu verteilen.

Anschlüsse und Kabelkonfiguration:

Eines fällt beim Dark Power Pro 11 auf den ersten Blick auf. Be quiet! beugt sich hier nicht dem Wahn nach "vollmodularen" Netzteilen und lässt das ATX Kabel fest am Netzteil. Da man ohne das ATX Kabel ein Netzteil sowieso nicht betreiben kann, bietet vollmodulare Netzteile eigentlich nur den Vorteil einer leichteren Montage oder die Möglichkeit das Kabel zu tauschen. Wie schon beim Vorgänger ist das Kabel äußerst perfektionistisch in das Gehäuse geführt und durch eine flexible Gummidichtung abgeschlossen. Das hat den Vorteil, dass das doch meist widerspenstige dicke ATX Kabel nicht geknickt wird, auch wenn es direkt am Netzteil Gehäuse verlegt wird. Insbesondere bei neuen Gehäusen mit Kabelmanagement ein nicht zu unterschätzender Vorteil.

Die 12V EPS Kabel für die CPUs sind auch beim Dark Power Pro 11 wieder modular ausgeführt und besitzen am Netzteil zwei separate Steckbuchsen. Ein Kabel ist mit 8-Pin und ein Kabel mit 4+4-Pin Stecker vorhanden. Gegenüber dem Vorgänger sind beide Kabel um 10 cm auf nun 70 cm verlängert worden.

Bei den PCIe Anschlüssen für Grafikkarten setzt be quiet! wieder auf die unserer Meinung nach eher ein wenig "nervigen" Doppelstränge. Das Netzteil hat dazu drei Doppelkabel mit jeweils zwei 6+2-Pin Anschlüssen. Dazu gibt es noch ein weiteres Einzelkabel mit nur einem 6 Pol Anschluss. Dieses Kabel ist vor allem für moderne Mainboards aus dem Overclocking Bereich gedacht, die auf dem Mainboard einen zusätzlichen PCIe- Stecker für die Stromversorgung besitzen. Der Anschluss kann aber natürlich auch für kleinere Grafikkarten genutzt werden. Zusätzlich verfügt das Dark Power Pro 11 auch noch über ein Kabel mit einem einzigen Molex-Stecker, dass für den gleichen Einsatzbereich gedacht ist.

Da uns hier ein Multi-Rail-Netzteil vorliegt, spielt der Anschluss der Kabel an die richtigen Buchsen am Netzteil eine Rolle, damit einzelne Rails nicht überproportional belastet werden. Be quiet! ist einer der weniger Hersteller, der dazu im Handbuch klare Angaben machen, welche Rail auf welchen Steckern landet.  Überhaupt ist das Handbuch vorbildlich!

Die PCIe Buchsen 1 und 2 laden auf 12V3 und die Buchsen 3 und 4 auf 12V4.  12V1 umfasst SATA, HDD, FDD und ATX, 12V2 ist auf die beiden EPS Kabel geschaltet. hier sieht man dann auch gleich wieso die Doppelstrang-Kabel nerven können. Hat man eine besonders Stromhungrige Dual-GPU Karte wie die Radeon R9 295X2 dann soll man diese über Kreuz anschließen auf PCIe1+PCIe3, denn  ein einzelner Doppelstecker liefert maximal 420 Watt . Das bedeutet dann aber das man 4 Kabel herumliegen hat, von denen 2 unbenutzt im PC baumeln.

Mit SATA und Molex Steckern ist das Netzteil ebenfalls recht gut bestückt, wobei wir uns fast  noch mehr SATA Stecker als Molex wünschen würden. Insgesamt 5 Kabel werden angeboten. Davon zwei reine SATA Kabel mit 3 Anschlüssen, ein reines Molex Kabel mir 3 Anschlüssen ein Molex/FDD Kabel und ein Kombikabel, dass zwei SATA, zwei Molex und einen FDD Stecker bietet.

Neben den Anschlusskabeln für den Strom findet man auch beim neuen P11 wieder die speziellen Lüfteranschlüsse am Netzteil. Jedes dieser Kabel ist 75 cm lang und enthält einen 3 Pol Lüfteranschluss am Ende sowie einen Molex Anschluss nach 60 cm. Die hier angeschlossenen Lüfter werden vom Netzteil nach Temperatur geregelt. 


<60cm>

<70cm>

<70cm>


<Doppelstrang 60cm>

<Doppelstrang 60cm>

<Doppelstrang 60cm>


<60cm>




<55cm><15cm><15cm><15cm><15cm>


<60cm><15cm><15cm>


<60cm><15cm><15cm>


<60cm><15cm><15cm>


<60cm><15cm><15cm>


<50cm>

Lieferumfang

  • Netzteil
  • Handbuch
  • NetzkabelModularkabel
  • Schrauben
  • wiederverwendbare Klett-Kabelbinder
  • OCK Jumper
  • OCK Slotblende


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