TweakPC


be quiet! Dark Power Pro 11 mit 550 und 650 Watt im Test (4/6)

Spannungsqualität

Als nächstes betrachten wir das Spannungsverhalten des Dark Power Pro 11. Auch dazu haben wir in diesem Test neue Diagramme eingefügt. Die Diagramme zeigen jeweils genau in der Mitte die geforderte Spannung (grüner Bereich). Die gemessenen Spannung wird in 5% Schritten von 5 bis 100% Last als rote Linie eingezeichnet. Je weiter die Linie von der Mitte abweicht, um so schlechter ist das Resultat.

Als zweite Linie in grau wird die Abweichung des Messwerts vom Idealwert eingetragen. Die Maximal Abweichung darf hier nach ATX-Standard 5% betragen. Das optimale Netzteile würde also eine 0 Line bei der Abweichung und eine Konstante Line auf der geforderten Spannung liefern.

Die Spannungsregulierung beim Dark Power Pro 11 550 und 650 Watt ist an sich sehr gut gelungen, aber beide Netzteile zeigen bei uns einen sprunghaften Anstieg der Spannung bei sehr niedriger Belastung. Die Spannung steigt bei 10 % auf  5 % Last von 12,098 auf 12,223 Volt beziehungsweise 12,063 auf 12,195 Volt an. Damit liegt auch der gesamte Spannungsabfall/anstieg leider auch höher und verfälscht etwas das ansonsten sehr gute Bild.

Auch die 3,3 und 5 V Schienen zeigen ein sehr gutes Verhalten und fallen mit stärkerer Belastung nur leicht ab. Beim 650 Watt Modell liegt die 5V Spannung insgesamt etwas höher als beim 550 Watt Modell.

Dark Power Pro 11 550 W

Dark Power Pro 11 650 W

Ripple and Noise Messung

Ein optimales PC-Netzteil würde genau konstant 12V an den 12V Ausgängen liefern. Bei PC-Schaltnetzteilen, die bekanntlich Gleichstrom aus Wechselstrom generieren, ist diese Situation aber nicht gegeben. Die Gleichspannungen enthalten hier immer überlagerte minimale Schwankungen. In ein Diagramm aufgetragen ist die Ausgangsspannung somit keine gerade (optimale Situation) sondern eine Welle (Ripple) mit zusätzlichen Ausschlägen/Störungen (Noise). Diese Wellen und Störungen kann man mit einem Oszilloskop sichtbar machen. In den ATX Spezifikationen ist dazu genau festgelegt, wie die Restwelligkeit zu messen ist und welche Toleranzen zu erfüllen sind. So darf die Restwelligkeit auf der 12V Leitung maximal 120 mV und auf der 3,3 und 5 V Leitung maximal 50 mV betragen.

Die Restwelligkeit des Dark Power Pro 11 kann sich ebenfalls sehen lassen. Auf der 12V Seite liegt sie auf allen vier Schienen um die 20 mV. Wie oft zu sehen fällt sie auf der ATX/SATA/MOLEX Leitung minimal höher aus, als auf den PCIe oder EPS Leitungen.

Nicht ganz so gut schneidet bei uns die 3,3 V Leitung ab. In unseren Messungen stoßen beide Modelle hier über 50 mV an den Grenzbereich, der bei 60 mV liegt. Die Ursache dafür konnten wir bisher nicht herausfinden. Ein Vergleichstest bei Listan hat deutlich niedriger Resultate geliefert. Wir gehen der Sache derzeit auf den Grund, woher die Unterschiede in den Messungen stammen können und werden den Artikel entsprechend überarbeiten, sobald wir genauere Kenntnis über die Ursachen haben.

Dark Power Pro 11 550 W

Dark Power Pro 11 650 W



ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2017 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved