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Bitfenix Formula Gold 450 Watt im Test (4/10)

Holdup Time

Erläuterung zum Test: Die Hold-Up-Time ist die Zeit, die ein Netzteil genug Strom liefern kann, wenn am Eingang eine Stromunterbrechung auftritt. Wie ein kleiner Puffer kann das Netzteil kurzfristige Stromschwankungen oder Ausfälle ausgleichen. Der ATX-Standard gibt für diese Hold-Up-Time einen Mindestwert von 16/17 Millisekunden vor. Das Einhalten der Hold-Up-Time wird gerne von Herstellern unter den Tische gekehrt, da hierzu größer dimensionierte und damit teurere Kondensatoren nötig sind. Besonders Billig-Netzteile oder Modelle mit hoher Leistung unterschreiten daher gerne die geforderten Mindestanforderungen. In der Praxis hat das jedoch an stabilen Stromnetzen kaum auswirkungen und ist eher für den Einsatz unter schlechten Bedingungen  (wie zum Beispiel an Stromagregaten) oder bei Einsatz von USVs interessant.

Die Holdup-Time des Bitfenix Formula Gold liegt bei genau 15.9 ms ziemlich genau auf dem mit 16 ms geforderten Richtwert. Der Delay zwischen PG-Signal und Spannungsabfall beträgt 1,94 ms und liegt damit weit über den geforderten 1 ms.

 

Power On Voltage Rise Time - Full Load

Erläuterung zum Test: Die Voltage-Rise-Time beschreibt Parameter wie sich die Spannungen beim Einschalten des Netzteils verhalten müssen. Die Spannungen müssen innerhalb von 0.2 ms bis 20 ms von nominal 10% in die Regulationsgrenzen steigen. Dabei muss eine weiche und kontinuierliche Steigerung von 10 zu 95% des finalen Spannungspunkts erfolgen. Ein weiches Einschalten erfordert, dass die Kurve innerhalb der 10-95% Grenze eine positive Steigung hat und zwischen 0V/ms und [Vout, nominal / 0.2] V/ms liegt. Für alle 5 ms Segmente innerhalb der 10-95% Steigung muss eine gezeichnete Linie zwischen den Endpunkten des Segments eine Steigung größer oder gleich [Vout, nominal / 20] V/ms haben. Kurz gesagt die Spannung soll gleichmäßig steigen und keine Ausschläge oder Einbrüche verzeichnen. Wir führen diesen Test zunächst bei Volllast durch, da hier die Spannungen in der Regel am langsamsten steigen.

Die Spannungen des Netzteils steigen in der korrekten Reihenfolge regelmäßig und schnell. Die 12V Leitung leistet sich einen kleinen Overshoot, der aber klar innerhalb der Tolleranzgrenzen liegt. Die Rise-Time der 12 V Spannung liegt bei 5,75  ms, die der 3,3 V Leitung etwas höher bei 6,05 ms, die 5 V bei 5,85 ms. Diese Werte sind allesamt gut.

Power On Voltage Rise Time - Crossload

Erläuterung zum Test: Den gleichen Test, den wir bei Volllast durchführen wiederholen wir erneut, unter einer Crossload Bedingung. Das Netzteil muss in einer Crossload Situation mit  ≤ 0.1 A auf der 12V ( oder Kombination aus 12V1 und 12V2) und einer Last von 0-5A auf der 3,3 V und/oder 5 V Leitung problemlos starten. Dabei sollen natürlich auch die Bedingungen für die Rise-Time eingehalten werden.

Power On Time

Erläuterung zum Test: Die Power-On-Time bezeichnet die Zeit vom Einschalten des Netzteils (PS-On Signal auf Low) bis zu dem Zeitpunkt an dem sich die Spannungen innerhalb der Regulationsgrenzen befinden, die in der ATX-Spezifikation festgelegt sind. Die Power-On-Time muss unterhalb von 500 ms liegen. Empfohlen wird allerdings eine Zeit von unter 200 ms.

Power OK Delay

Erläuterung zum Test: Der Power OK Delay beschreibt die Zeit von dem Punkt an dem die Spannungen des Netzteils in den Regulationsgrenzen befinden bis hin zu dem Punkt an dem das Power OK Signal von Low auf High geschaltet wird, was die Betriebsbereitschaft des Netzteils signalisiert. Der Power OK Delay  muss zwischen 100 und 500 ms liegen. Empfohlen wird ein Bereich zwischen 100 und 250 ms.

Einschaltstrom

Erläuterung zum Test: Der Einschaltstrom eines Netzteils steht in engen Zusammenhang mit der Lebensdauer eines Netzteils und spielt auch bei der "Kompatibilität" um Hausnetz eine Rolle. Leistungsstarke Netzteile mit zu hohem Einschaltstrom können nämlich schnell die Haussicherung auslösen. Vor allem aber wird bei jedem Einschalten ein kleiner "Stromschlag" in das Netzteil gepumpt, der zu einer schnelleren Alterung der Komponenten führt. Gute Netzteile besitzen daher einen Einschaltstrombegrenzer, der vor allem bei höher dimensionierten Netzteilen enorm wichtig ist. Relevant für den Einschaltstrom ist die Amplitude, also der kurzfristig maximal fließende Strom, aber auch die Dauer. FI-Schalter und Sicherungen besitzen nämlich eine Zeitspanne in der der maximale Stromfluss nicht überschritten werden darf. Je kürzer und niedriger der gemessene Peak beim Einschalten, um so besser für das Netzteil.

Der Einschaltstrom, der beim Einschalten des Netzteils unter Volllast fließt, liegt im Peak bei 47,2 A. Das Top von 42.4 liegt für nur etwa 1.5 ms an.



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