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Chieftec Proton im Test - günstiges vollmodulares Netzteil (3/9)

Effizienz und Leistungsdaten

Der Einsatz unserer eigenen Chroma-Teststation im Haus ermöglich uns natürlich nun deutlich mehr Messungen vorzunehmen, als dies außer Haus aufgrund von Terminabsprachen und Zeiteinteilung möglich ist. Unsere Effizienzmessungen haben wir daher nun auf den kompletten Lastbereich des Netzteils von 5 bis 100 % in 5 % Schritten ausgeweitet. Hierbei messen wir alle relevanten Daten des Netzteils von Spannungen, Verbrauch, PFC, THD und mehr, stellen aber hier der Übersicht halber nur die für den Endkunden relevanten Daten dar, um nicht in einer Flut von Diagrammen zu ersticken. Gerne nehmen wir in unserem Netzteil-Forum Vorschläge zur Verbesserung oder Erweiterung entgegen.

Effizienz bei 115 V

Bei einer Eingangsspannung von 115 V schneidet das neue Chieftec Proton deutlich über dem gesetzten Bronze-Level ab. Unter 40% Last wird hier sogar der Silber-Level überschritten und bei 20 % sogar fast der Gold-Level erreicht. Im unteren Bereich unter 50 % Last liegt das Proton als sehr deutlich über den geforderten Angaben. In der Spitze erreicht das Netzteil an die 87.5 % Effizienz. Die Effizienz  bei 10 und 5 % fällt etwas schlechter aus, was aber für ein Netzteil der 750 Watt klasse normal ist.

Effizienz bei 230 V

Obwohl das Chieftec Proton für den Einsatz bei 115 V zertifiziert ist, übertrifft es auch den etwas strengeren 80-Plus-Bronze-Level bei 230 V im gesamten Bereich.  Auch hier zeigt sich unterhalb von 50 % deine deutlich steigende Effizienz und unterhalb von 35 % Last erreicht das Proton sogar das 230 V Silber Niveua.

Höhere Effizienzwerte bedeutet immer geringe Verluste, die wir im folgenden Diagramm noch einmal genau aufschlüsseln. Die Verlustleistung, die das Netzteil in unserem Test im Maximum erreicht sind etwas unter 160 Watt bei 115 V und etwa 125 Watt bei 230 V.


Power Factor

Der Power Factor auf Deutsch auch Leistungsfakor eines Netzteils wird von 0 bis 1 angegeben und gibt wieder wie effizient ein elektrisches Gerät die eingebrachte Energie ausnutzt.  Der Leistungsfaktor ist dabei der Quotient aus Wirkleistung und Scheinleistung, wobei die Wirkleistung in Watt und die Scheinleistung in VA (Voltampere).

Da Strom für Endkunden in Deutschland nach Wirkleistung abgerechnet wird und nicht nach Scheinleistung hat der Leistungsfaktor überwiegend eine Bedeutung für die Stromerzeuger. Ein hoher Leistungsfaktor bedeutet nämlich das der Stromerzeuger weniger "unbezahlte Scheinleistung" bereitstellen muss.

Effizienz bis 100 Watt Last

Ein immer wichtiger werdender Aspekt bei Netzteilen ist die Effizienz im niedrigen Lastbereich, weshalb wir für jedes Netzteil noch einmal getrennt die Effizienz von 5 bis 100 Watt messen. Dabei greifen wir auf eine Lastverteilung zurück, die einer tatsächlichen Belastung eines PC im Idle-Betrieb entspricht. Absolute Top-Netzteile liefern bereits ab 50 Watt eine Effizienz von über 90 %.

Beim Test für sehr niedrige Lasten schneidet das Proton durchschnittlich ab. Wir haben hier schon  bessere aber auch schlechtere Netzteile gesehen. Gut ist in jedem Fall, dass das Model bereits ab etwa 50 Watt Ausgangsleistung eine Effizienz von 80 % aufweist.

Standby Verbrauch und Effizienz

Die 5V-Standby-Leitung eines Netzteils bestimmt maßgeblich den Verbrauch des PCs im ausgeschalteten Zustand. Auch hier will man eine hohe Effizienz und vor allem einen niedrigen Verbrauch im lastfreien Zustand. Wir messen die Standby Leitung ohne Belastung nach EuP/ErP und dann ebenfalls in 5% Schritten bis zur Maximalbelastung der Schiene.

Mit etwa 77- 80 % Effizienz auf der Standby-Leitung, liefert das Chiefttec Power Smart eine derzeit völlig übliche Leistung. Die Stromaufnahme ohne Belastung bei 0,08 Watt liegt in einem sehr guten Rahmen. Die besten Netzteile erreichen aber bereits Werte um 0.06 bis 0.07 Watt.



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