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Enermax Platimax D.F. im Test (7/7)

Beurteilung und Fazit

Mit der Neuauflage des Platimax als Platimax D.F. meldet sich Enermax eindrucksvoll zurück an der Netzteilfront. Das neue Modell hinterlässt einen soliden Eindruck. Der versprochene Platinum (115 V) Wirkungsgrad wird klar eingehalten und bei der in der EU relevanten 230 V Eingangsspannung arbeitet das Platimax D.F. sehr effizient. Es würde prinzipiell sogar die die härteren Anforderungen für 80-Plus-Platinum Zertifikat bei 230 V erfüllen.

Bereits ab 15 % Last liegt der Wirkungsgrad über 90 % und unterschreiten diesen Wert im weiteren Verlauf nicht mehr. Der ideale Betriebszustand liegt klar zwischen 30 und 50 % Last. Hier erreicht man einen Wirkungsgrad von über 93 %. Seine Bestleistung erreicht das Platimax D.F. in unserem test mit 93,577 % bei 50 % Last.

Die Spannungsregulation ist insgesamt gut, bei den relevanten Leitungen liegt der maximale Spannungsabfall bei unter 2,5 %, einzig bei der heute weitgehend irrelevante minus 12 V Leitung liegt dieser bei 5,87 %, was jedoch noch weit innerhalb der Spezifikationen ist. Auf der wichtigen 12V Leitung verhält sich das Enermax D.F. vorbildlich und liefert eine nahezu konstante Ausgangsspannung. Einen Spannungsabfall von unter 0,3 % erreichen nur die wenigsten Modelle, so dass das Enermax D.F. hier zur Top-Klasse zählt. Die gute Spannungsregulation setzt sich dann auch bei Crossload-Belastungen unbeirrbar fort und erreicht auch dort bei unterschiedlichen Lasten auf 3,3 V/5 V & 12 V sehr gute Werte.

Die Restwelligkeit des Netzteils bei maximaler Last ist gut, aber nicht überragend. Auf der 5 V Leitung erlaubt sich Enermax einen kleinen Schnitzer und liegt mit 56 mV geringfügig über den zulässigen 50 mV.

Bei der Lautstärke des Enermax D.F. gibt es wahrlich nichts zu bemängeln, der Lüfter dreht bis 90 % Last beinahe konstant mit sehr geringen 550 Umdrehungen pro Minute, bei Volllast steigt dieser geringfügig auf 650 UPM. Wirklich deutlich hörbar wird das Modell also nur unter sehr extremen Bedingungen, bei deutlich erhöhten Umgebungstemperaturen.

Im Gegensatz zum Vorgänger Platimax, das nur Teil modular ausgeführt war, ist das Platimax D.F. vollmodular. Auch bei den Kabeln gibt es gravierende Unterschiede, während der Vorläufer zuerst mit den Enermax typisch gesleevten Kabeln erhältlich war, wurde  das Netzteil später nur noch mit den - bei manchen unbeliebten - Flachbandkabeln angeboten. Beim Platimax D.F. setzt Enermax auf gänzlich neue Kabel und kehrt bei seinen High End Modellen zu gesleevten Kabeln zurück. Die neuen SLEEMAX genannten Kabel unterscheiden sich dabei gänzlich von den alten. Nun gibt es schwarz/weiße einzeln gesleevte Luxuskabel, die man in der Form bei Netzteilen extrem selten findet. Enermax verpasst seinem neuen Netzteil damit insbesondere für Optik-Freaks einen klaren mehrwert gegenüber anderen Modellen, denn die Kabel sind nicht nur schick, sie sind auch hochwertig ausgeführt.

Insgesamt gelingt Enermax mit dem neuen Platimax D.F. ein guter Neustart der bekannten Platimax-Serie.  Betrachtet man die Kosten die schnell für hochwertig gesleevte Kabel entstehen (ca. 80 Euro), kann sich der Preis des neuen Modells mehr als nur sehen lassen. Für 125,00€ (für 500W) und 130,00€ ( für 600W) erhält man hier ein gut ausgestattetes Netzteil, das vor allem mit hoher Effizienz einer extrem guten 12V Spannungstabilität und schicker Optik der Kabel punkten kann.

Vorteile

  •  Geringe Lautstärke dank leisen Lüfter
  • Sehr Hochwertige und einzigartige Kabelummantelung
  • Innovative Selbstreinigung
  • Hoher Wirkungsgrad
  • Erfüllt 80 Plus Platinum bei 115 und 230V
  • Gute Spannungsregulation
  • Gute Verarbeitung
  • 5 Jahre Garantie

Nachteile

  •  Restwelligkeit auf der 5V Leitung

12.08.16 / tl/rj

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