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fractal Design Integra M Netzteil im Test (3/7)

Effizienz und Leistungsdaten

Der Einsatz unserer eigenen Chroma-Teststation im Haus ermöglich uns natürlich nun deutlich mehr Messungen vorzunehmen, als dies außer Haus aufgrund von Terminabsprachen und Zeiteinteilung möglich ist. Unsere Effizienzmessungen haben wir daher nun auf den kompletten Lastbereich des Netzteils von 5 bis 100% in 5% Schritten ausgeweitet. Hierbei messen wir alle relevanten Daten des Netzteils von Spannungen, Verbrauch, PFC, THD und mehr, stellen aber hier der Übersicht halber nur die für den Endkunden relevanten Daten dar, um nicht in einer Flut von Diagrammen zu ersticken. Gerne nehmen wir in unserem Netzteil-Forum Vorschläge zur Verbesserung oder Erweiterung entgegen.

Das Integra M ist ein Multirange-Netzteil, kann also sowohl mit 115V und 230V betrieben werden. Die 80 Plus Bronze Zertifizierung bezieht sich auf 115 Volt und wird vom Integra M sogar übertroffen. Das Netzteil liegt etwa 0,5 bis 1% über den geforderten Effizenzwerten. In der Spitze erreicht das Modell eine Effizienz von 85.6%. Kein schlechter aber auch kein besonders guter Wert. Auffälliger ist beim Integra M das deutliche Abfallen der Effizienz unter 20% Last. bei 5% Last liegt die Effizienz bei nur noch 67,1%.

Umgeschaltet auf 230 V sieht die Verteilung der Effizienz etwas anders aus. Hier erreicht man in der Spitze etwa 87%. Das ist ebenfalls ein Wert der sich eher im Mittelfeld einsortiert. Vergleichbaren Modellen wie das ebenfalls günstige Cooler Master GM 450 erreichen Effizienzwerte von 88,5 %. Auch bei geringen Lasten schneidet das Integra M eher schlechter ab. Mit 68,1 % liegt das Netzteil etwas unter der Effizienz des Konkurrenzmodells von Cooler Master.

Standby Verbrauch und Effizienz

Die 5V Standby Leitung eines Netzteils bestimmt maßgeblich den Verbrauch des PCs im ausgeschalteten Zustand. Auch hier will man eine hohe Effizienz und vor allem einen niedrigen Verbrauch im lastfreien Zustand. Wir messen die Standby Leitung ohne Belastung nach EuP/ErP und dann ebenfalls in 5% Schritten bis zur Maximalbelastung der Schiene.

Beim Standby-Verbrauch liefert das Fractal Design Integra M solide Werte ab. Die Effizienz nähert sich den 80 % und im lastfreien Betrieb nimmt das Netzteil etwa 0,13 Watt zu sich. Die Effizienz bei typischen niedrigen ErP Lasten liegen zwischen 44% und 60%.


Einschaltstrom

Der Einschaltstrom eines Netzteils steht in engen Zusammenhang mit der Lebensdauer eines Netzteils und zudem mit der Anwenderfreundlichkeit. Leistungsstarke Netzteile mit zu hohem Einschaltstrom können nämlich schnell die Haussicherung auslösen. Vor allem aber wird bei jedem Einschalten kein kleiner "Stromschlag" in das Netzteil gepumpt, der zu einer schnelleren Alterung der Komponenten führt. Gute Netzteile besitzen daher einen Einschaltstrombegrenzer, der vor allem bei höher dimensionierten Netzteilen enorm wichtig ist.

Beim Einschaltstrom liegt das Integra M mit über 60 A für ein 450 Watt Netzteil leider auf keinem so guten Niveau.Werte zwischen 40 und 50 A wären hier wünschenswert.

Holdup Time

Die Hold-Up-Time ist die Zeit, die ein Netzteil noch genug Strom liefern kann, wenn am Eingang eine Stromunterbrechung auftritt. Wie ein kleiner Puffer kann das Netzteil so kurzfristige Stromschwankungen oder Ausfälle ausgleichen. Der ATX-Standard gibt für diese Hold-Up-Time einen Mindestwert von 16 Millisekunden vor. Beim Einhalten der Hold-Up-Time wird gerne gespart, da hierzu größer dimensionierte und damit teurere Kondensatoren nötig sind. Besonders Billig-Netzteile unterschreiten daher gerne die geforderten Mindestanforderungen.

Die Holdup-Time des Integra M liegt bei etwas über 18 ms und damit über den geforderten 16-17 ms. Allerdings hinkt das Power-Good Signal des Netzteils ein wenig hinterher, dieses sollte nämlich bereits 1 Sekunde vor dem erreichen der Mindestspannung von 11.4 V auf Low schalten. Es schaltet allerdings erst nach dem Unterschreiten der Spannungsgrenze ab.



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