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Kolink Continuum 1500W mit Platinum Effizienz im Test

1500 Watt für Gamer, Workstations und Mining

Auch wenn die PC-Gemeinde immer wieder recht ungläubig guckt wenn ein Hersteller ein neues Netzteil über 1000 Watt vorstellt und das mit "Das braucht doch kein Mensch" kommentiert, zeigt sich derzeit das genaue Gegenteil. Gute Netzteile mit höheren Leistungen von 1200 oder gar 1500 und mehr Watt sind aktuell sehr gefragt. RenderPCs, Grafik-Workstations, PCs für wissenschaftliche Anwendungen (Big Data, KI), Bitcoius, Etherium und Co. sorgen für eine enorme Nachfrage nach solchen Netzteilen. Und da der Bitcoin gerade erst wieder Rekordniveau eingefahren hat, wird das sicherlich auch noch eine Zeit so weiter gehen.

Ein Modell, dass sich für diese Zielgruppe zu eignen scheint, ist das neue Kolink Continuum 1500W.  Kolink will mit dem Netzteil  Gamer mit mehreren (stark) übertakteten Grafikkarten, professionelle Overclocker sowie natürlich Betreiber von Workstations auf sich Aufmerksam machen. Miner werden zwar nicht explizit von Kolink erwähnt, allerdings tut das eigentlich kein Hersteller und Miner werfen generell auf alles ein Auge was viele Anschlüsse und hohe Leistung hat.

Kolink ist bei uns bereits aus den Tests von Einsteigernetzteile im niedrigen Preisbereich bekannt. Zuletzt konnten wir uns hier das Kolink KL-C500 für gerade mal 30 Euro oder das KOLINK SFX-350 SFX-Netzteil für nur 35 Euro ansehen. Beide Netzteile sind aufgrund des sehr niedrigen Preises durchaus interessant.

Mit dem neuen Kolink Continuum 1500W geht es in eine komplett andere Richtung. Das Modell mit 1500 Watt Leistung hat so wirklich gar nichts mit den Einsteiger-Netzteilen zu tun. Nicht nur, dass es eine so hohe Leistung besitzt, es soll mit 80 Plus Platinum Level äußerst effizient arbeiten, bietet massenhaft Anschlüsse und kostet 299 Euro, also gut 10 mal so viel wie die kleinen Einsteiger. Das klingt zunächst viel, aber mit diesem Preis gehört das Continuum 1500W zu den günstigsten Modellen seiner Klasse. Das Kolink Continuum 1500W wird derzeit ausschließlich über Caseking vertrieben und ist an Anfang Januar lieferbar.

Technisch bietet das Continuum 1500W im Primärbereich LLC-Resonanzwandlung und setzt selbstverständlich im Sekundärbereich auf DC-DC-Technik mit unabhängiger Spannungsregulation. Bei den genutzten Komponenten verbaut Kolink ausschließlich 105-Grad-Elkos japanischer Marken sowie Polymer-Feststoff-Kondensatoren.

Für die Kühlung, die bei 1500 Watt Netzteilen selbst bei hoher Effizienz nicht anspruchslos ist, sorgt ein 135-Millimeter-Lüfter mit langlebigem doppeltem Kugellager. Der Lüfter arbeitet semipassiv und wird zwischen 5 und 10% Last abgeschaltet.

Anschlüsse für Grafikkarten dürften keinem Anwender beim Continuum 1500W ausgehen, denn mit insgesamt 12 PCIe-Anschlüssen an acht Kabeln und zwei 8-Pol-EPS-Kabeln kann man nicht nur ein Workstation-Mainboard sondern auch prinzipiell noch sechs VGA-Karten mit 2-Anschlüssen oder eben 12 mit nur einem Anschluss betreiben.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammerücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.

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