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Kingston Hyperx Savage SSD im Test (12/12)

Fazit

Die HyperX Savage ist mit neuem Controller quasi ein Neustart der Serie und nach längerem wieder eine Kingston SSD bei uns im Test. Der verbaute 19-nm-Flashspeicher von Toshiba erreicht in Verbindung mit dem Phison-S10-Controller (PS3110-S10) gute bis akzeptable Werte. In unserem nun bereits sehr umfangreichen Benchmark-Parkour mit vielen Benchmarks und etlichen Teilnehmern reiht sich das Modell von Kingston im Mittelfeld ein. Die vom Hersteller angegebene sequenziellen Leserate der SSD wird im CrystalDiskMark mit 532 MB/s wurde bei uns sogar um 12 MB/s übertroffen.

In den praxisrelevanten Benchmarks fällt die Leistung der SSD leider ein wenig ab, allerdings sind die Abweichung aller SSDs in diesem Bereich sehr gering. Im PCMark 7 beim Video-Editing liegt die Kingston HyperX Savage SSD auf dem vorletzten Platz, wohingegen sie im nächsten Test von PCMark 7 im Windows-Media-Center-Benchmark sie sich auf den vierten Platz hinter die PCI-Express- und M.2-SSDs einordnen darf. Ein nicht so überzeugendes Bild zeigt sich leider bei dem Pattern-Test von Passmark. Dies schmälert auch die gesamte Performance der SSD, was an dem leider noch neuen Phison-Controller liegen dürfte, der noch nicht das volle Potential aus den Nand-Speichern herausholt. Mit dem Phison-Controller liegt die Leistungsaufnahme bei bis zu 4,35 Watt im aktiven Betrieb und nur 0,39 Watt im Leerlauf.

Abseits der Performance ist die Kingston HyperX Savage SSD vor allem wegen ihres außergewöhnlichen Design ein Blickfang. Die Verarbeitung des Laufwerks ist tadellos und durch die auffallende Optik in Rot und Schwarz, die zudem zu anderen Kingston Produkten passt, eignet sich die SSD daher besonders für Modder oder Freunde "schöner Hardware".

Darüber hinaus schnürt Kingston bei der HyperX Savage SSD derzeit mit das gelungenste Upgrade-Kit aller SSD Angebote. Wer überlegt die SSD nicht nur stationär in einem Desktop oder in einem Notebook zu verbauen, erhält mit dem Upgrade-Kit auch eine schnelle externe USB-3.0-Festplatte, die zudem recht schick aussieht. In dem beilegenden Gehäuse können natürlich auch alle anderen Standard-Festplatten mit 2,5-Zoll-Größe und SATA-Anschluss verwendet werden. Wer also zum Beispiel in seinem Laptop, die HDD gegen eine SSD tauschen will, der kann die HDD danach immer noch im externen Case als Speicher weiter benutzen. Dem Upgrade-Kit liegen übrigens auch alle nötigen Kabel bei, um eine reibungslose Verwendung der SSD zu gewährleisten.

Der Preis der Kingston HyperX Savage SSD liegt bei dem 240 Gigabyte Modell bei rund 113 Euro, für das Upgrade-Kit werden knapp 133 Euro fällig, womit das Kit 20 Euro teurer ist. Für das gelungene Paket könnte es sich für den ein oder anderen Anwender allerdings wirklich lohnen, direkt auf das Upgrade-Kit zurückzugreifen. Viele, gute USB-3.0-Gehäuse bewegen sich oftmals genau in diesem Preisbereich der Differenz zwischen Upgrade-Kit und normaler Version.

Im Vergleich zu anderen 240 Gigabyte SSDs anderer Hersteller liegt die Kingston HyperX Savage SSD insgesamt von der Leistung im Mittelfeld. Viele Konkurrenten bieten zum Teil bereits längere Garantiezeiten an, als die drei Jahre welche Kingston hier gewährt. Die Stärken der HyperX liegen also ganz klar im Bereich des sehr guten Lieferumfangs bei der Upgrade Version und dem wirklich gelungenen Design der SSD mit dem sie sich deutlich von der einheitswahre abheben kann.

Vorteile:

  • Gute Verarbeitung
  • Ansprechendes Design
  • Lieferumfang
  • Sinnvolles Upgrade-Kit mit USB-3.0-Gehäuse

Nachteile:

  • Eher mittlere Performance in der Preisklasse
    (Unterschiede in der Praxis aber kaum spürbar)

2.06.15 / ar/rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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