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OCZ Vector 150 SSD im Test (10/11)

IOPS Stresstest - dauerhaftes Schreiben

Herstellerangaben bei SSD sind gerne darauf ausgelegt möglichst große Zahlen anzugeben. Satte 60.000, 80.000, ja sogar über 90.000 IOPS sollen die Laufwerke beim Schreiben von 4K Blöcken erreichen. Die Betonung liegt dabei allerdings immer auf "bis zu", denn je nach Anwendung kommen in der Praxis dann ganz andere Resultate hervor. Die meisten Benchmarks bestätigen Herstelleranhaben aber durchaus. Man muss jedoch bedenken, dass diese nur über einen relativ kurzen Zeitraum messen und dazu mit einer relativ kleinen Datenmenge.

In der Praxis hat man es aber eher mit großen Datenmengen und dauerhaftem Betrieb zu tun. Wenn eine SSD immer weiter gefüllt wird oder über einen längeren Zeitraum ununterbrochen auf die SSD geschrieben wird, ohne das Mechanismen wie TRIM oder Garbage Collection greifen können, dann wird diese tendenziell immer langsamer.

Um zu sehen wie sich unsere Testkandidaten unter widrigen Bedingungen verhalten haben wir ein Testszenario gebildet, das die zuvor komplett mit Secure Erase gelöschte SSD zu 70% füllt und dann 45 Minuten lang 4K QD64 Random Write Operationen auf der SSD ausführt. Die Performance der SSD wird dabei konstant aufgezeichnet. Es geht hierbei ausschließlich um das Schreiben auf die SSD. Die Geschwindigkeit beim Lesen wird davon nur wenig beeinflusst und ist gleichbleibend hoch.

Das Ergebnis ist eine Performance-Kurve über 45 Minuten, die anzeigt wie "stabil" die Schreibperformance einer SSD auf Dauer ist. Man kann erkennen wie stark und wie schnell die Performance einbricht und ob sie sich im Laufe der Zeit trotz des dauerhaften Schreibens wieder etwas erholt.

Die OCZ Vector war bereits eine der SSDs, die sich in diesem Test deutlich anders verhielt als andere Modelle. Viele SSD starten anfangs mit einer hohen Geschwindigkeit (nicht selten weil nur in den Cache geschrieben wird), um dann nach kürzerer Zeit deutlichst in der Performance abzufallen. Bei der Vector war es eher umgekehrt. Sie startet eher langsamer um dann schneller zu werden und sich auf einem hohen Level zu stabilisieren.

Das gleiche Verhalten sehen wir nun auch wieder bei der neuen Vector 150. Was nich verwunderlich ist, da sich Firmware und Controller für die Performancestabilität verantwortlich zeigen und bei der Vector 150 nun einmal von der Vector abstammen. Insgesamt bringt die Vector 150 die gleiche hervorragende stabile Performance wie die Vector hervor, allerding auf einem etwas niedrigeren Level. Auch hier zeigt sich also, dass der neue Flash-Speicher insgesamt ein wenig Performance kostet. Im Genesatz zu anderen Modellen auf Basis von Sandforce oder Marvell Controllern arbeitet die Vector 150 aber extrem schnell und stabil beim dauerhaften Schreiben.

Die obere Grafik zeigt noch einmal die über 45 Minuten durchschnittliche Schreibperformance bei 4K Operationen verschiedener SSDs.Wie man sieht liegt die Vector 150 hier auf sehr hohem Level.



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