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OCZ Vector 150 SSD im Test (11/11)

Fazit

Auch wenn sich die Vector 150 in den theoretischen Benchmarks meist hinter dem Vorgängerlaufwerk OCZ Vector einordnet, kann die neue OCZ-SSD gefallen. Zum einen sind die Leistungsunterschiede in fast allen Fällen vernachlässigbar gering und zum anderen zeigt etwa der Pattern-Test oder PCMark 7, dass die theoretischen Nachteile in der Praxis kaum noch messbar sind. Die vom Anwender gefühlte Geschwindigkeit dürfte sich ohnehin nicht unterscheiden.

Ein geringer Performance-Nachlass aufgrund des neuen 19 nm Speichers war bei dem Modell zu erwarten, denn selbiges haben wir auch schon bei anderen SSDs gesehen, die auf die neueren Flash-Speicher umgestellt haben. Oft wurden diese Modelle aber nicht mit einem neuen Namen versehen, wie das bei OCZ passiert. Kleine Einbrüche in der Performance können zudem auch durch neue Firmwareupdates ausgebügelt werden, so das man diese nicht auf die Goldwage legen sollte, gerade nich zum Launch einer neuen SSD.

Deutlich zu gefallen weiss bei der Vector 150 erneut die dauerhafte Schreibleistung, in der sich schon die alte Vector hervortun konnnte. Die Vector 150 zeigt auch hier ein sehr gutes Ergebniss, das zwar auch etwas unterhalb der Vector liegt, aber nicht minder konstant ist.

Im Gegenzug zur Maximal-Performance hat OCZ die Zuverlässigkeit der Vector-Serie mit dem neuen Modell dafür deutlich erhöht. Und das ist unser Ansicht nach erheblich mehr wert, als ein paar Megabyte mehr an Datendurchsatz. Anstatt 20 GB pro Tag, kann die Vector 150 nun im Mittel bis zu 50 GB pro Tag Schreiben. Die Garantiezeit beträgt dabei weiterhin fünf Jahre, so dass die Lebenserwartung der SSD in Bezug auf die Belastung mehr als verdoppelt wurde.

http://ocz.com/images/product/vector150_a1_lrg.png

Dazu hat OCZ weitere Stellschrauben justiert. Dier Verschlüsselung unterstützt nun etwa den 256-bit AES-Standard. Dazu wurde die Energieaufnahme im Idle-Modus von 0,9 auf 0,55 Watt gesenkt. Im aktiven Betrieb schluckt die Vector 150 allerdings etwa mehr als das Vorgängermodell (2,50 statt 2,25 Watt). Auch die Data Path Protection wurde von OCZ verbessert, so dass mittels BCH ECC nunmehr bis zu 44 zufällige Bits bei 1KB korrigiert werden können. Die erste Vector kam in diesem Bereich auf lediglich 28 zufällige Bits bei 1KB. Seit OCZ mit seinen Enterprise-Lösungen mehr und mehr in den professionellen Storage-Markt vordringt, hat das Thema Datensicherheit offenbar deutlich an Gewicht in der Produktentwicklung gewonnen.

Die OCZ Vector 150 wird die OCZ Vector komplett ablösen. Das alte Modell wird also nicht mehr Hergestellt. Der Grund dafür dürfte klar sein. Die 25 nm Flash-Speicher sind preislich gegenüber den 19 nm Versionen so teuer geworden, dass sich Produkte mit 25 nm Flash-Speicher am Markt immer schlechter verkaufen lassen und preislich unattraktiv werden. Über kurz oder lang werden vermutlich so alle 25 nm Modelle vom Markt verschwinden.

In der Summe erhält die Vector 150 von uns somit eine klare Empfehlung. Auch wenn die Performance gegenüber der ersten Vector etwas abfällt, die für den Anwender wesentlich wichtigeren Eckpunkte wie die Zuverlässigkeit hat OCZ nach eigenen Angaben deutlich gesteigert. Da die Performance von SSDs und insbesondere der Vector - als eine der schnellsten SSDs - ohnehin auf einem sehr hohen Niveau liegt, nehmen wir lieber Leistungseinbußen von etwa fünf Prozent hin und erfreuen uns dafür über die verbesserte Zuverlässigkeit.

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07.11.13 / rj

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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