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OCZ Vertex 460 SSD im Test (9/10)

IOPS Stresstest - dauerhaftes Schreiben

Herstellerangaben bei SSD sind gerne darauf ausgelegt möglichst große Zahlen anzugeben. Satte 60.000, 80.000, ja sogar über 90.000 IOPS sollen die Laufwerke beim Schreiben von 4K Blöcken erreichen. Die Betonung liegt dabei allerdings immer auf "bis zu", denn je nach Anwendung kommen in der Praxis dann ganz andere Resultate hervor. Die meisten Benchmarks bestätigen Herstelleranhaben aber durchaus. Man muss jedoch bedenken, dass diese nur über einen relativ kurzen Zeitraum messen und dazu mit einer relativ kleinen Datenmenge.

In der Praxis hat man es aber eher mit großen Datenmengen und dauerhaftem Betrieb zu tun. Wenn eine SSD immer weiter gefüllt wird oder über einen längeren Zeitraum ununterbrochen auf die SSD geschrieben wird, ohne das Mechanismen wie TRIM oder Garbage Collection greifen können, dann wird diese tendenziell immer langsamer.

Um zu sehen wie sich unsere Testkandidaten unter widrigen Bedingungen verhalten haben wir ein Testszenario gebildet, das die zuvor komplett mit Secure Erase gelöschte SSD zu 70% füllt und dann 45 Minuten lang 4K QD64 Random Write Operationen auf der SSD ausführt. Die Performance der SSD wird dabei konstant aufgezeichnet. Es geht hierbei ausschließlich um das Schreiben auf die SSD. Die Geschwindigkeit beim Lesen wird davon nur wenig beeinflusst und ist gleichbleibend hoch.

Das Ergebnis ist eine Performance-Kurve über 45 Minuten, die anzeigt wie "stabil" die Schreibperformance einer SSD auf Dauer ist. Man kann erkennen wie stark und wie schnell die Performance einbricht und ob sie sich im Laufe der Zeit trotz des dauerhaften Schreibens wieder etwas erholt.

Die neue OCZ Vertex 460 verhält sich hier nahezu genauso wie die Vertex 150 nur auf einem etwas niedrigeren Level. überhaupt zeigen sich bei uns alle neueren Modelle mit dem Indilinx Barefoot 3 Controller sehr änhlich. Die meisten SSD starten anfangs mit einer hohen Geschwindigkeit (nicht selten weil nur in den Cache geschrieben wird), was bei kurfristigen Benchmarks zu einem Performanceboost führt. Nach kürzerer Zeit zum Teil bereits nach 4-5 Minuten sinkt die performance dann deutlich ab, die Samsung SSD Serie 830 die als durchaus schnell galt, zeigt hier ein besonders schlechtes Bild, eben so die beliebte Crucial m4. Bei den Modellen mit Barefoot 3 Controller sieht man eher zunächste einen langsam anstieg der Performance, dann einen kleinen Einbruch auf den Einganslevel und dann wieder einen kleinen Anstieg der Performance, die sich dann dauerhaft auf einem hohen konstanten Level stabilisiert.

Die obere Grafik zeigt noch einmal die über 45 Minuten durchschnittliche Schreibperformance bei 4K Operationen verschiedener SSDs.Wie man sieht liegt die Vertex 460 auf sehr hohem Niveau.



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