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TeamGroup PD700 - externe USB3.1-Gen2-SSD im Test (11/11)

Fazit

Die neue TeamGroup PD700 präsentiert sich als eine der derzeit schnellen und sehr wenigen Externen-USB3.1-Festplatte auf dem Markt. Mit einer maximalen Lesegeschwindigkeit von bis 800 Megabyte pro Sekunde lässt die PD700 in dieser Hinsicht sogar aktuelle SSDs mit dem SATA-6-GBps-Standard hinter sich und arbeitet schön schnell.

Grund für die enorme Geschwindigkeit ist die konsequente Umsetzung des neuen USB-3.1-Gen2-Standards mit zwei M.2-Anschlüssen im Raid0. Die maximale Übertragungsrate der PD700 liegt dabei bei uns sogar rund 150 MB/s höher, als vom Hersteller angegeben. Erreicht wird die Geschwindigkeit durch zwei M.2-SSDs mit 128 GB und einen ASMedia ASM1352R USB3.1-Controller. In ATTO erreicht die SSD beim Lesen sogar über 800 MB/s, im ASSSD 755 MB/s. Das sind bei angegebenen 650 MB/s hervorragende Resultate. Im Gesamtrating über alle Benchmarks kann die externe SSD dabei tatsächlich fast mit den Internen SATA-SSDs mithalten, was durchaus beachtlich ist.

Etwas geschmälert wird die Leistung der SSD durch die eher mittelmäßige Schreibrate von nur knapp 390 MB/s sowie den eher niedrigen IOPS-Werte. Vor allem bei kleineren 4K-Dateien bricht sowohl die Schreib- als auch die Leseleistung der SSD deutlich ein. Sie liefert aber mit 120 MB/s beim Schreiben von 4K-Dateien in etwa die gleiche Leistung wie eine Standard-SSD mit SATA-6-Gbps-Anschluss. Mit der Anbindung via USAP (USB Attached SCSI) nutzt die PD700 allerdings die aktuell beste Verbindungmöglichkeit eine SSD via USB an ein System anzubinden.

Da externe Speicherlösung aktuell nur selten als Betriebssystem-Festplatte verwendete fällt die niedrigeren IOPS-Rate für die PD700 kaum ins Gewicht. Die maximalen Transferraten sind hier wesentlich interessanter. Wer die die PD700 von TeamGroup an einem USB-3.1-Gen2-Anschluss betreibt bekommt so hervorragende Leseraten. Der USB-3.0- oder auch USB-3.1-Gen1-Standard, welche nur bis zu 5 Gbit/s zertifiziert sind, bremsen die SSD bereits etwas aus. Dank der Abwärtskompatibilität des USB-Standards und der hohen Verbreitung des USB-Typ-A-Anschlusses, kann das Laufwerk mit geringerer Geschwindigkeit aber an jedem USB-Anschluss betrieben werden.

Mit einer Arbeitstemperatur von 5 bis 40 Grad Celsius lässt sich die SSD auch unter widrigen Bedienungen einsetzen. Die Daten auf dem NAND-Flash-Speicher sind sogar bei Temperaturen von -20 bis 70 Grad Celsius noch sicher. Darüber hinaus ist das Gehäuse so gebaut, dass auch Erschütterungen den Daten nicht anhaben kann. TeamGroup bezeichnet die SSD als Fall- und Schock-Schaden resistent, was dank des stabilen Gehäuses durchaus einleuchtet.

Angeboten wird die PD700 in den Farben Schwarz und Silber. Die SSD ist kompatibel mit allen Windows-Versionen ab XP sowie ab Mac OS X 10.5. Der Preis der TeamGroup PD700 mit 240 Gigabyte Speicherkapazität liegt bei aktuell rund 160 Euro (z.b. bei Caseking), dafür erhält der Kunde eine der derzeit wenigen SSDs mit USB-3.1-Gen2-Standard und einer sehr hohen Leseperformance. Bei der 480 und 960 GB Version sollten auch die Schreibgeschwindigkeiten auf einem sehr hohen Level sein.

Vorteile:

  • Nutzung des USB-3.1-Gen2-Standards
  • Gute Lese-Performance
  • 3 Jahre Garantie
  • Unterstützung des UASP-Standards
  • Kompaktes und gut verarbeitetes Gehäuse
  • Sehr stabil

Nachteile:

  • Schreibwerte leider nicht auf Niveau des Lesens bei 240-GB-Version
    größerer Versionen sind schneller.

15.12.16 / rj/ar

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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