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Toshiba OCZ RD400 NVMe SSD im Test - Schnelle SSD für M.2 oder PCIe (12/12)

Fazit

Endlich ist man bei OCZ/Toshiba auch soweit, dass erste M.2 Produkt für den Consumer-Markt vorstellen zu können. Vermutlich haben die internen Umstrukturierungen den Start des Produkts verzögert, aber dafür kann man wohl sagen, das OCZ nun zwar etwas spät dafür aber gewaltig auftritt. Die neue Toshiba OCZ RD400 NVMe SSD fordert den bisherigen Platzhirsch im M.2 Sektor Samsung  heraus und das mit Erfolg. Die OCZ RD400 bietet nicht nur eine extrem hohe Performance und schlägt in unseren Tests deutlich die von uns getestete Samsung XP951.

Bis zu 2700 MB/s schafft die OCZ RD400 beim sequentiellen Lesen je nach Benchmark, aber diese Werte sind nicht einmal das besonders interessante, denn den Maximaldurchsatz erreicht man in der Praxis eher selten. Dass die neue OCZ SSD aber auch dort überzeugt zeigen die Benchmarks wie der PCMark 8 oder die anspruchsvollen Pattern-Tests, in denen sie überwiegen den Spitzenplatz einnimmt. Insbesondere das Ergebnis im Workstation-Test  mit einem oder mehreren Threads überzeugt. Überhaupt kann die RD400 gerade dann noch einmal zulegen wenn besonders hohe Anforderungen anstehen. Gut zu sehen auch im AS-SSD und Crystaldiskmark, wenn die Queue Depth nicht mehr bei 1 sondern bei 32 bzw. 64 liegt. Die RD400 liefert in beiden Szenarien Bestwerte.

Wie die meisten SSDs wird auch die OCZ RD400 relativ warm. Im Betrieb konnten wir bis zu 67 Grad auf einem offenen System messen. In einem geschlossen Gehäuse sollte man daher auch bei der OCZ-SSD für eine Belüftung sorgen. Eine deutliche Drosselung der Performance konnten wir aber bei dieser Temperatur in einem ersten Dauertest nicht fesstellen.

Auch wenn man einen kleinen Aufpreis zahlen muss, freut es, dass die OCZ RD400 auch optional mit einer PCIe-Adapterkarte angeboten wird, so dass auch Besitzer älterer Mainboards ohne M.2-Slot auf die Karte zurück greifen können. Auch über die Adapterkarte erhält man die volle Performance. Wesentliche Unterschiede zwischen dem Adapter und dem direkten Betrieb in einem M.2 Slot konnten wir bei unseren nicht ausmachen.

Abgesehen von der guten Performance der SSD stimmt auch das Umfeld. Toshiba setzt die ?Service-Offensive? von OCZ fort und bietet auch weiterhin die kostenlose Vorab-Austausch-Garantie an und die mittlerweile sehr guten Support-Dienste von OCZ über Foren, Facebook und andere Kanäle. Das mittlerweile sehr ausgereifte SSD-Tool ist ebenfalls ein Argument das für diese SSD spricht.

Die neue RD400 ist ab sofort im Handel verfügbar. Wie immer liegen die Preise zum Launch etwas höher wurden aber bereits etwas gesenkt. Mit einem Preis von 279,99 Euro ohne und 314,99 Euro mit PCIe-Adapter ist die SSD aber jetzt bereits in einem sehr konkurrenzfähigen Bereich und katapultiert OCZ damit quasi von 0 auf 100 in die Top-Liga der schnellsten verfügbaren Consumer-SSDs.

Insgesamt ist die SSD für Performance-Freaks eine tolle Alternative zu den aktuell vorhandenen Modellen auf dem Markt. Sollte der Preis noch etwas fallen, wovon man sicherlich ausgehen kann, dürfte die OCZ RD400 die sicherlich attraktivste NVMe M.2 SSD werden.

Vorteile:

  • Extrem hohe Lese-Performance
  • Dauerhaft hohe Schreibleistung
  • Gute Software SSD Guru (auch für Linux)
  • 5 Jahre Garantie
  • Vorabaustausch über Seriennummer
  • Kostenloser Support über viele Kanäle
  • Mit und ohne PCIe-Adapter erhältlich

Nachteile:

  • aktuell noch hoher Preis (im Vergleich zu SATA SSDs)

24.05.16 / rj

Inhaltsverzeichnis:

Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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