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Toshiba Q Series Pro SSD im Test (9/11)

IOPS Stresstest - dauerhaftes Schreiben

Die Performance einer SSD unterliegt insbesondere beim Schreiben starken Schwankungen, die von normalen Benchmarks nicht erfasst werden, weil diese entweder gar nicht lange genug laufen, oder nur auf einem kleinen Datenbereich arbeiten, die SSD also quasi immer so gut wie leer lassen.  In der Praxis hat man es aber eher mit großen Datenmengen und dauerhaftem Betrieb zu tun, also dem absoluten Gegenteil. Wenn eine SSD immer weiter gefüllt wird oder über einen längeren Zeitraum ununterbrochen auf die SSD geschrieben wird, ohne das Mechanismen wie TRIM oder Garbage Collection greifen können, dann wird diese tendenziell immer langsamer.

Herstellerangaben bei SSD sind gerne darauf ausgelegt möglichst große Zahlen anzugeben. Satte 60.000, 80.000, ja sogar über 90.000 IOPS sollen die Laufwerke beim Schreiben von 4K Blöcken erreichen. Die Betonung liegt dabei allerdings immer auf "bis zu", denn je nach Anwendung kommen in der Praxis ganz andere Resultate hervor.  

Bislang haben wir zum Testen der dauerhaften Schreibleistung die zu 70% gefüllt SSD 45 Minuten lang ununterbrochen beschrieben. In diesem Test stellen wir unser Testszenario um und testen die SSDs aufgrund der immer weiter steigenden Kapazitäten nun über einen Zeitraum von 240 Minuten und zeichnen die Performance jeder Minute auf.

Das Ergebnis ist eine Performance-Kurve über 4 Stunden die darlegt wie "stabil" die Schreibperformance einer SSD auf Dauer ist. Man kann hierbei also erkennen wie stark und wie schnell die Performance einbricht.

In unserem 240 Minuten Stresstest zeigt die 256-GB-Variante der Toshiba Q-Series Pro, dass die SSD-Serie bereits etwas länger auf dem Markt ist und in der Schreibleistung bei den IOPS etwas schwächer ausfällt.

Das die SSD in der Performance hier schneller abfällt als die Samsung 840 Evo oder OCZ Vector 180 liegt auch daran, dass es sich bei den beiden anderen Modellen um 500 GB Versionen handelt. Mit einem Start von 50.000 IOPS liegt der Wert in einem auch heute noch annehmbaren Bereich. Nach etwa 11 Minuten ist das Laufwerk dann vollgeschrieben und ein Leistungsverlust auf nur noch knapp über 20.000 IOPS ist deutlich erkennbar. Im Vergleich dazu tritt bei den 500/480-GB-Laufwerken der erste große Leistungsverlust natürlich deutlich später auf.

Die Performance der SSD nimmt dann nur noch sehr langsam aber konstant weiter ab. Ab der 96 Minute fällt der Wert dann erstmals auch unter die 10.000 IOPS Grenze. Die neue Vector 180 von OCZ fällt hingegen nicht einmal unter die 20.000 IOPS in unserem Test.



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