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Sapphire: Leistungsfähigere Dual-GPU Radeon

Samstag, 08. Sep. 2007 00:02 - [zk] - Quelle: TweakPC

Nun präsentiert auch Sapphire eine Dual-GPU Radeon HD 2600 XT, doch anders als wie bei der Konkurrenz darf man sich hier über einen deutlich höheren Arbeitstakt freuen.

Erst vor ein paar Tagen berichteten wir über GeCubes Dual-GPU Radeon, die Gemini 3. Die in zwei Ausführungen (512MB und 1024MB) erhältich wird und sich preislich zwischen die klassische Radeon HD 2600 XT und die Highend Radeon HD 2900 XT platzieren möchte. Was GeCube aber nicht so freizügig bekannt gab, waren die reduzierten Taktraten, mit denen die Gemini 3 ihre beiden GPUs und den Arbeitsspeicher betreibt. Wie niedrig sie tatsächlich liegen sollen, ist noch unklar. Denn drei verschiedene Quellen machten uns gegenüber jeweils unterschiedliche Angaben und GeCube selbst hält sich mit Informationen zurück. Im Vergleich zu einer Radeon HD 2600 XT (GDDR3) dürfte es ein im Extremfall bis zu 15% niedriger GPU-Takt sein und sogar ein bis zu 40% niedriger Speichertakt. Dabei kommt hier weder GDDR4 noch GDDR3 Speicher zum Einsatz, sondern lediglich der alte GDDR2.

Anders sieht es da bei Sapphire aus, die nun auch eine Dual-GPU Variante der Radeon HD 2600 XT präsentieren. Deren Version ist mit den üblichen GPU-Takt einer klassischen Radeon HD 2600 XT (GDDR3) ausgestattet. Wogegen man sich beim Speicher sogar erlaubt hat den Takt noch etwas anzuheben und zwar von 700 MHz auf 800 MHz. Dass man dabei den relativ günstigen Preis der Gemini 3 beibehalten kann, bleibt nur zu hoffen, denn die Highend Radeon HD 2900 XT ist mittlerweile schon ab 320 Euro (512MB) bzw. ab 430 Euro (1024MB) zu haben und präsentiert sich damit als deutlich bessere Alternative. Schließlich darf man nicht vergessen, dass selbst Sapphires leistungsfähigere Dual-GPU-Lösung im Optimalfall nur 70% der Leistung einer Radeon HD 2900 XT erbringen kann. In der Praxis sind es aber deutlich weniger, da die Speicheranbindung deutlich schmaler ist und nicht zuletzt, weil zwei GPUs nicht so effektiv wie eine einzelne genutzt werden können.

Damit stellt sich - genauso wie damals, bei der Dual-GPU Lösung der Radeon X1650 XT - erneut die Frage nach der Notwendigkeit von leistungsarmen Dual-GPU-Grafikkarten. Auch wenn sie im Leistungsspektrum eine Lücke füllen können, besitzen sie doch ein sehr schlechtes Preis-Leistungsverhältnis und müssten daher von den meisten Anwendern gemieden werden. Dies ist eine Tatsache, die den Herstellern beim Blick auf die Verkaufszahlen wohl nicht entgangen sein dürfte. Das man sie dennoch nicht aufgibt, lässt vermuten, dass dieses Konzept in Zukunft noch weiter ausgebaut werden soll. Bei einem breiteren Angebot und größeren Fertigungszahlen dürfte sich das Preis-Leistungsverhältnis sicherlich bessern lassen und dann klappt es vielleicht doch noch mit der Existenzberechtigung solcher Produkte.
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