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Origin: Spioniert EAs Spielesoftware Steuerdaten aus?

Montag, 31. Okt. 2011 13:24 - [tj]

Videos zeigen vermeintliche Zugriffe von EAs Origin-Software auf sensible Kundendaten.

Zerstört EA innerhalb weniger Wochen das gerade erst zurückgewonnene Vertrauen der Spieler? Nachdem ein Anwalt zum Start von Battlefield 3 die Geschäftsbedingungen des Origin-Clients durchleuchtet hat und dabei feststellte, dass die EA-Plattform zum einen in vielen Punkten gegen deutsches Recht verstößt, EA sich aber vor allem herausnimmt, den PC der Kunden zu durchschnüffeln, rennen datenschutzbewusste Spieler Sturm.

Nun deutet sich eine weitere Verschärfung des Streites an, denn wie etwa auf YouTube veröffentlichte Videos zeigen, spioniert die Origin-Software den PC offenbar bereits aus, bevor der Anwender den AGBs zugestimmt hat und damit zweifelsfrei ohne rechtliche Grundlage.

Besonders beunruihgend erscheint dabei, dass die Origin-Software offenbar auch auf Daten zur Steuererklärung und auf die Mobil-Suite zugreift, ein Verhalten also, das lediglich von Viren und Trojanern bekannt ist.

Update: In einem Brief betonten die Origin-Entwickler, dass keine Steuerdaten ausspioniert würden. Die Software lege lediglich einen Verzeichnissbaum an. Dazu heißt es dort:

"Der 08/15 Benutzer will jetzt sicher wissen, was soll das ganze?

Also, Origin durchläuft bei Start ALLE Ordner und Unterordner von “C:ProgramData”. Darunter befinden sich unter anderem auch die Konfigurationsdateien der in den Screenshots genannten Programme.

Sie fragen sich jetzt sicher: Warum werden aber alle Ordner und Dateien dort durchlaufen?

Origin selbst hat in diesem Ordner (“C:ProgramData”) diverse Konfigurationsdateien abgespeichert. Beim Start von Origin wird jedes Mal überprüft, ob dieser Ordner verfügbar ist, oder nicht."

Kommentar: Der Autor dieses Textes sieht sich zwar nicht als 08/15-Nutzer, versteht aber in der Tat nicht, was der Steuerordner mit der Origin-Software zu tun hat. Die Kontrolle, ob der angelegte Origin-Ordner noch vorhanden ist, erfordert ganz sicher keinen umfangreichen Scann des Programme-Ordners, sondern lediglich einen kleinen Eintrag in die Windows-Registry. Die von den Entwicklern kritisierte Panikmache entstand zudem in Augen des Redakteurs vor allem aufgrund der Aufdeckung einer zum Himmel stinkenden AGB-Verordnung der Origin-Software und nicht aus mangelndem Technikverstand der berichterstattenden Journalisten!




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