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Kontosperrungen: Amazon-Mitarbeiter bezeichnet Schnäppchenjäger als "unbequeme Kunden"

Freitag, 06. Mai. 2016 15:33 - [tj] - Quelle: BZ

Ein vermeintlicher Amazon-Mitarbeiter hat ausgepackt, was es mit den Kontosperrungen auf sich hat. Dabei scheinen nicht nur Kunden mit einer hohen Retour-Rate ein Dorn im Auge Amazons zu sein.

Gegenüber Teletarif.de hat sich ein vermeintlicher Amazon-Mitarbeiter aus dem Bereich Custom-Service zu den aktuellen Meldungen über Kontosperrungen nach häufigen Retour-Sendungen geäußert. Demnach sind Amazon offenbar nicht nur Kunden mit einer hohen Retour-Rate ein Dorn im Auge, sondern auch Kunden, die auf andere "Kulanzleistungen" zurückgreifen. Dabei werden neben Umtausch und Erstattungen auch explizit Preisnachlässe zu den Kulanzleistungen gezählt. Kunden, die diese Dienste in Anspruch nehmen, seien für Amazon "unbequeme Kunden".

Die Sperrung der Konten sei systembedingt und werde in Abhängigkeit von einem Algorithmus vorgenommen, der analysiert, wie unbequem der Kunde für Amazon ist. Die endgültige Sperrung werde dann von Amazons Betrugsabteilung ausgesprochen. Dabei gebe es temporäre Sperrungen, bei denen zumindest noch der Zugriff auf erworbene digitale Waren möglich ist, aber auch eine Komplettsperrung, nach der Kunden auch keinen Zugriff mehr auf ihre Digitalinhalte haben, etwa bei Prime erworbene Filme oder im App-Store erworbene Apps.

Verbraucherschützer empfehlen Kunden, denen der Zugriff auf erworbene Inhalte untersagt wird, auf den Zugang zu diesen Inhalten zu bestehen. Dafür ständen etwa Musterbriefe zur Verfügung.

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