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Kommentar: Terroristen singen nicht

Samstag, 27. Mai. 2017 12:00 - [tj]

Unser Redakteur Tom hat sich Gedanken zum Terroranschlag in Manchester gemacht. Ein Kommentar zum Terror und warum Terroristen nicht singen.

Ein altes Sprichwort besagt:

"Wo man singt, da lass dich ruhig nieder, böse Menschen haben keine Lieder."

Wie viel Wahrheit in dieser Zeile aus dem Gedicht 'Die Gesänge' von Johann Gottfried Seumes auch in unserer heutigen Zeit noch steckt, zeigt der Terror-Anschlag von Manchester vom Montagabend, bei dem ein Selbstmordattentäter bei einem Ariana-Grande-Konzert 22 Menschen in den Tod riss.

Während der Islamische Staat Gesang, Musik und nahezu alles, was Freude bereitet, verbietet und mit der Todesstrafe belegt, reagieren die Menschen in Britannien mit Musik auf das Leid des Terrors.

Nachdem eine Frau im Rahmen einer Schweigeminute für die Opfer spontan das Lied 'Don't Look Back in Anger' von Oasis anstimmt, singen nach kurzer Zeit dutzende Menschen den Song und betonen dabei vor allem den titelgebenden Vers.

Eine ähnliche Aktion gab es nach dem Anschlag in Berlin. Nur einen Tag nach der Amokfahrt auf einem Weihnachtsmarkt versammelten sich Flüchtlinge und Berliner in der Nähe des Breitscheidplatzes um gemeinsam die Lieder „Shine a Light“, „We are the world“ und „Stille Nacht, Heilige Nacht“ zu singen.

Statt auf Hass und Gewalt mit Gegengewalt zu reagieren, betonen die Singenden das soziale Miteinander. Etwas was Terroristen vermutlich niemals verstehen werden - denn Terroristen singen nicht.

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