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Verlangsamt Apple bewusst ältere iPhones?

Mittwoch, 20. Dez. 2017 14:49 - [tj]

Apple scheint mit iOS-Patches die CPU-Leistung älterer iPhones deutlich reduziert zu haben.

Schon oft haben Apple-Nutzer über eine gefühlte gesunkene Leistung nach Einführung einer neuen iOS-Version geklagt. Nun deutet sich an, dass nicht nur die gefühlte Leistung der Apple-Geräte sinkt, sondern Apple zudem wiederholt die CPU-Leistung älterer Geräte nachträglich deutlich reduziert hat. Aufgedeckt wurde das Ganze durch einen Reddit-Beitrag, der den möglichen Zusammenhang zwischen sinkender CPU-Leistung und dem Alter des Akkus behandelt und eine daran angeschlossene Analyse der Geekbench-Datenbänke.

Dabei stellte sich heraus, dass sich die Verteilung der Leistungswerte älterer Apple-Geräte nach bestimmten Updates deutliche Veränderungen aufweisen. Zuletzt geschah dies nach den Updates auf iOS 10.2.1 und iOS 11.2.0, wobei ältere Geräte stellenweise fast die Hälfte ihrer CPU-Leistung einbüßten, zuletzt das im September 2016 veröffentlichte iPhone 7.

Vermutet wird unter anderem, dass Apple die Leistung älterer Geräte, je nach dem Zustand des Akkus, mit diesen Patches gesenkt habe, um die Lebensdauer des Akkus zu erhöhen oder sicherzustellen. Einige vermuten dagegen schlicht einen Verkaufsstrick, um Besitzer zum Wechsel auf das neue Gerät zu motivieren.

Problematisch ist die nachträgliche Drosselung alleine schon deshalb, da Apple diese nach derzeitigem Kenntnisstand nicht öffentlich kommuniziert hat.

Fakt ist, dass Apple-Geräte zum Release immer die mit Abstand besten Benchmark-Werte einfahren. Wie viel das auf lange Sicht Wert ist, wird vielleicht in den kommenden Wochen genauer ans Licht kommen.

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