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Alt 04.11.2019, 12:50   #1 (permalink)
Neuling
 

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Balrog befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard Alseye Halo H240 All in One (Review Sample)

Vorwort: Ich habe diesen Artikel erstellt, weil ich den Nutzern (in dem Forum in dem ich Moderator bin) einmal die Unterschiede zwischen der Leistung (Kosten, Lautstärke etc.) eines günstigen Luftkühlers, einer All in One und am Ende einer custom Wakü aufzeigen möchte.

Da nur die All in One ein Review Sample ist braucht es natürlich auch einen Ort den man verlinken und bewerben darf. Deswegen ist der Beitrag hier hinterlegt. Ich will keine Werbung machen. Das nur falls sich jemand fragt wie, was, wieso etc. Den Rest werde ich euch ersparen. Versprochen.



Nachdem ich ja bereits beim Luftkühler von Arctic darauf hingewiesen hatte, dass als nächstes eine All in One kommt, möchte ich mich schon mal ganz herzlich bei der Firma Inter-Tech für die Bereitstellung und Unterstützung des Produkts bedanken.




Die Alseye Halo H240 Kompaktwasserkühlung hat wie der Name schon sagt einen 240mm Radiator. Die AiO besitzt eine RGB Rainbow Beleuchtung, also das Pumpengehäuse sowie die Lüfter leuchten in Regenbogen Farben. Das Cover vom Karton stimmt grob mit der tatsächlichen Beleuchtung der Kompaktwasserkühlung überein.

Auf einer Seite ist in blauer Schrift mit weißen Grund H240 in fett aufgedruckt, auf der anderen Seite finden wir die Produkt Spezifikationen, also Sockel, dass der Radiator aus Aluminium besteht und das man PWM gesteuerte Lüfter dazu bekommt. Was nicht drauf steht ist, dass auch eine Tube Wärmeleitpaste mit im Karton liegt.


Es werden wie auf dem Karton angegeben alle gängigen Sockel unterstützt. Selbst für 2011/2066 findet man Montagezubehör. Ich lese immer wieder das viele Nutzer mit Intel 115X nichts anfangen können. 115X steht für: 1156, 1155, 1150, 1151. Alle 115X Sockel besitzen die gleichen Montageabmessungen, also kann jeder Kühler montiert werden der unter 115X zusammen gefasst wird. 1151 V2 = Version 2, womit nur ein Update bei der Pinbelegung vom Sockel für die neueren Prozessoren gemeint ist. Das wirkt sich nicht auf die Montage aus und hilft nur das ganze besser zu unterscheiden.



Montage und Zubehör

Nachdem man dann die Verpackung der All in One geöffnet hat, hält man direkt die Montageanleitung in der Hand. Diese ist leider nur in englisch und enthält relativ wenig Text. Das heißt also, dass man mit der Bebilderung vorliebnehmen muss. Leider stimmen die Bilder oftmals nicht mit dem Montagezubehör überein, bzw. ist die Ähnlichkeit bei manchen Produkten doch sehr wage.


Ich hab mal in Blau die für Intel notwendigen, und in Rot für AMD nötigen Teile markiert, der Rest wird immer gebraucht. Eigentlich sollten auf den schwarzen "Klammern", die man zur Befestigung einfach in die seitliche Öffnung vom Pumpengehäuse schiebt, in Weiß drauf stehen, welche für welchen Sockel sind.


Leider scheint bei meinem Set da wohl was durch die Qualitätskontrolle gerutscht zu sein. Denn bei der Backplate werden die gleichen Löcher für Intel und AMD vorgegeben. Ich hab mal einen roten Stern gesetzt wo das AMD Logo sein sollte.


Da ich noch nie gut in Puzzeln war und aufgrund der Abbildungen zunächst der Meinung war, dass die Montagehalterung für AMD fehlt, hatte ich auch mit dem Kundendienst telefoniert. Zu guter Letzt habe ich es dann doch noch geschafft.
Das einzig wirklich brauchbare ist die Skizze in welcher Reihenfolge das Montagematerial zusammen geschraubt werden muss. Das hat auf Anhieb funktioniert.


Bei einer All in One wird die Abwärme des CPU über die Kontaktfläche, in der auch die Pumpe oft sitzt, aufgenommen und direkt an die Kühflüssigkeit abgegeben. Dann wird es zum Radiator gepumpt wo ein Teil der Wärme über die dünnen Finnen wieder an die Luft abgegeben wird. Je mehr Wärme durch die Lüfter "weggedrückt" wird, desto besser wird das Wasser wieder heruntergekühlt.
Da kaltes Wasser mehr Wärme aufnehmen kann, dauert es deutlich länger bis man an einen kritischen Punkt kommt. Je wärmer das Wasser wird, desto schlechter wird die Kühlleistung.
In dieser AiO gibt es leider keinen Sensor zum auslesen der Wassertemperatur.
In den meisten Kompaktwasserkühlungen ist Luft enthalten, weil Wasser sich bei Wärme ausdehnt und sich Luft leichter komprimieren lässt. Deswegen kann es auch zu Geräuschen kommen, wenn sich eine Luftblase in die Pumpe verirrt. Das muss also nicht zwangsläufig ein Defekt sein. Dazu kann es kommen wenn man den PC z.B. kippt oder hinlegt.



All in One

Hat man es also geschafft die Kompaktwasserkühlung auf dem CPU zu verschrauben, wird man mit der Rainbow Beleuchtung belohnt.


Dass eine All in One nichts für Silent Fans sind, sollte sich jeder bewusst machen. Denn anders als beim Luftkühler hat man auf die Pumpe der All in One oft keinen Einfluss. Alseye gibt bei der Kreiselpumpe, die lediglich mit einem 3Pin Stecker mit Strom versorgt wird, eine Drehzahl von 2600 Umdrehungen pro Minute an. Zudem wird der Kühleinheit eine TDP von bis zu 250w zugeschrieben.


Ich hab mit meinem Mainboard ~6500 UpM bei der Pumpe ausgelesen. Gedrosselt auf 4400 wird die Pumpe allerdings deutlich leiser. Leider sinkt aber auch die Kühlleistung sehr deutlich. Also leider keine gute Idee. Zudem war man nach Rücksprache der Meinung, dass durch die geringere Kühlung und der damit verbundenen größeren Ausdehnung des Wassers, die AiO undicht werden könnte.


An der Pumpe lassen sich die Schläuche nach Rechts und Links verstellen. Die Kupferplate ist sauber verarbeitet und die Verschraubungen machen einen guten Eindruck. Die mitgelieferten Lüfter besitzen um die Montagelöcher eine Kunststoffisolierung. So werden kaum Vibrationen der Lüfter auf den Radiator übertragen.

Die Lüfter beginnen zwar erst mit 800 Umdrehungen, dank PWM Steuerung lassen sie sich aber sehr gut kontrollieren. Die Beleuchtung lässt sich wie bereits gesagt nicht ändern.


Die Schläuche hat man mit einem groben Sleeve überzogen. Besser als nichts und macht optisch mehr her als wenn man es sich gespart hätte. Der Radiator überrascht mit keiner verbogenen Finne. Schade ist, dass man die Schläuche unbeweglich am Radiator befestigt hat. Hier hätte ein "Gelenk" wie an der Pumpe zum "kontrollierten Knicken" das fertige Bild nach dem Einbau nicht so steif wirken lassen. Aufgrund der Montageausrichtung lässt sich die Pumpe nicht anders verbauen.


Weil mir der Gedanke kam, das manche Leser hier denken könnten: Das eine AiO mit einem 240mm Radiator jeder anderen AiO mit gleichem Radiator vergleichbar ist? Leider geht das nicht.
Das liegt daran, dass es unzählige Radiatoraufbauten gibt, dass die Schläuche dicker oder dünner sind und somit mal mehr oder weniger Wasser fließen kann. Natürlich ist auch die Pumpe ganz wichtig. Auch hier gibt es viele verschiedene Aufbauten, mit denen in den letzten Jahren die Pumpen auch von der Geräuschkulisse deutlich leiser geworden sind. Es gibt ja auch AiO bei denen die Pumpe aktiv nach bestimmten Profilen geregelt werden kann.
Vergleichen lässt sich das also nicht. Das bitte bedenken.
Darum geht es mir aber auch nicht und dafür mache ich das hier nicht. Mich beschäftigt die Frage: Wenn ich ein Produkt XY kaufe und das nutze oder teste, kann ich mit anderen Lüftern mehr Leistung bei geringerer Lautstärke bekommen ?

Ich hab so viele Tests im Netz gesehen wo einfach Sachen mit einander verglichen werden, ohne die Neugier zu haben oder zu schauen woran es liegt ?
Deswegen nutze ich so viele unterschiedliche Lüfter im gleichen Drehzahlbereich um zu zeigen, dass da noch was geht, wenn man will.



Hardware

Ich habe im laufe der Jahre selbst viel mit Lüftern getestet und diese natürlich auch selbst bezahlt. Es befinden sich aber auch ein paar Review Samples darunter. Ich möchte klar stellen, dass ich für diesen Test keinen Hersteller um Review Samples gefragt habe, sondern die Lüfter aus vorherigen Reviews stammen.

Mit folgenden 120mm Lüftern habe ich getestet, alle Lüfter werden über PWM angesteuert:

Alseye Halo (gibts nicht seperat)

Corsair ML Pro

Noiseblocker NB eLoop B12-PS Black Edtion

Arctic P12 PWM

be quiet! Silent Wings 3 high-speed 2200rpm

Nanoxia Special N.N.V.

Ich habe also zu erst mit 1000 Umdrehungen sowohl die Idle wie auch die Lasttemperaturen meines 1500X mit HW.Info ausgelesen und dann das gleiche mit 1500 & 2000 Umdrehungen. Den Lastzustand mit 100% Auslastung habe ich mit Prime95 herbeigeführt. Die Idle-Zeit betrug 5-15 Minuten und Lastzeiten mit Prime95 betrugen 30 Minuten.


Um die Drehzahl konstant zuhalten, habe ich die Lüfter am Corsair Commander Pro angeschlossen und dann jeweils mit 1000 UpM, 1500 UpM und 2000 UpM laufen lassen. Das hat mit allen Lüftern völlig problemlos funktioniert. Wie auf dem Bild zu sehen, schwanken die Werte. Das bedeutet dass sich nicht jeder Lüfter immer und zu jeder Zeit auf zum Beispiel 1500 UpM fixieren lässt.


Spoiler: Meine Hardware:
ASRock Fatal1ty X470 Gaming K4
AMD Ryzen 5 1500X (4C/8T) @ Stock (3,5ghz)
Corsair Vengeance LPX 2400mhz 16gb
Gigabyte GT 1030 passiv
Intel 760p 256gb
2x WD Blue 2TB
Corsair Air 540 @ 3x Corsair LL120mm @ 650-700rpm vorne, 1x Arctic P12 hinten (Standard Mainboard)
Corsair RM750 (2019)
Windows 10 Pro (1903)


Die verwendete Wärmeleitpaste ist die Cooler Master MasterGel Maker. Das heißt, zur mitgelieferten kann ich keine Aussage machen. Ich nutze die gleiche WLP bei allen Kühlern, damit es hier keine Unterschiede gibt.
Die Raumtemperatur betrug bei allen Durchläufen immer 24,3°C . Die Luftfeuchtigkeit lag bei 59-61%.



Testergebnisse

Wie man am Diagramm sieht, machen bis 1000 Umdrehungen die Noiseblocker eLoop das Rennen. Mit 1500 Umdrehungen laufen die Noiseblocker bereits auf 100% Leistung, weshalb es dann auch bei 2000 Umdrehungen keine Temperatur gibt.
Die Hersteller von Lüftern geben immer an, dass die Leistung +-10% betragen kann. Die Nanoxia Lüfter laufen laut Hersteller mit maximal 1650 UpM, gemessen habe ich 1750 UpM. Die Arctic P12 PWM kommen auch nur auf 1800 UpM. Weil hier lediglich ~200-250 UpM Unterschied sind, hab ich diese auch unter 2000 UpM zusammen gefasst. Man sieht aber, dass bei den Nanoxia und den Arctic nach 1500 Umdrehungen kaum noch eine Steigerung möglich ist, lediglich 0,2°C.

Am schlechtesten schneiden die mitgeliefertern Lüfter ab, dafür sind diese aber auch am günstigsten. Und so riesig ist der Unterschied auch nicht, die 2,3°C sind nicht die Welt. Mit 1000 Umdrehungen waren alle Lüfter noch sehr leise. Hörbar werden alle so ab 1200 UpM und natürlich schlackern bei 1500 bzw. 2000 Umdrehungen einem dann die Ohren zwecks Lautstärke.


Die Alseye Halo H240 macht insgesamt eine gute Figur und bei einem Preis von ca. 62€ bekommt man eine gute funktionierende Wasserkühlung. Ob die Pumpe jetzt mit 2600 läuft oder mit 6500 ist so gesehen egal, Hauptsache sie läuft. Die Verarbeitung bei der Ummantelung von den Schläuchen könnte besser sein. Die mitgelieferte Wärmeleitpaste überrascht mit 7,5w/mK und ist auch ausreichend vorhanden.

Bei der Montage musste ich ja etwas rumprobieren, wenn das aber so wird wie man mir gesagt hat, wird das auch jeder hinbekommen. Die Pumpe höre ich locker aus meinem kompletten System raus, allerdings sind meine Komponenten auch so eingestellt, dass ich normalerweise nichts von dem PC höre, also gar nichts. Das lauteste ist wenn eine HDD aus dem Sleep Modus aufwacht und das ist nicht besonders laut.

Somit ist es klar, dass ich die Pumpe höre. In einem System was eben nicht auf so leise wie möglich ausgelegt ist, wird die Pumpe vermutlich nicht zuhören sein. Schade finde ich, dass sich die LED Beleuchtung nicht wenigstens deaktivieren lässt. Somit würde ich mir die AiO nur aufgrund der Beleuchtung nicht kaufen. Der Hersteller gibt 2 Jahre Garantie aufs Produkt.



Meinung zwecks Temperaturen

Wer sich den Artikel mit dem Arctic Freezer 33 CO durchgelesen hat, wird auch das Diagramm mit den Temperaturen gesehen haben. Obwohl ich die Lüfter dort nur mit 800 & 1300 Umdrehungen getestet habe, möchte trotzdem die dort erreichten Temperaturen mit den hier ermittelten mit 1000 und 1500 UpM vergleichen.

Am höchsten waren die Temperaturen mit dem Nanoxia bei 800 UpM Single mit 66,5° und am tiefsten mit dem Arctic CO mit 62,4°C. Mit 1300 UpM Single wurden 59°C mit dem Arctic CO erreicht und der Nanoxia ist wieder Schlusslicht mit 61,8°C.

Bei der AiO sind die 58,8°C vom Noiseblocker mit 1000 UpM am besten und mit 61,1°C ist Alseye Schlusslicht. Bei 1500 UpM kommen die eLoop auf 57,3°C bzw. mit den Alseye auf 58,6°C.

Das heißt, wir haben auch wenn es unterschiedliche Drehzahlen sind grade mal einen Unterschied von 3,6°C - 5,4°C wenn es leise und kaum hörbar sein darf. Ich hab zwar mit 1300, 1500 und 2000 UpM gemessen, würde das Privat aber nie so schnell laufen lassen. Zumal die erreichten Temperaturen unter Last mit Prime95 ermittelt wurden. So stark wird ein Prozessor normal nicht belastet und selbst wenn doch, würde ja nichts passieren. Der 1500X darf laut AMD maximal 95°C warm werden, davon ist man weit entfernt.
Ich habe keine Ahnung, sagen zumindest viele Nutzer.
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Stichworte
all, alseye, h240, halo, one, review, sample


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