TweakPC



Intel Core i7- 10700K und Core i9-10900K im Test - 10te-Generation auf Z490-Mainboard (7/8)

Temperaturen und Stromverbrauch

Vor der Veröffentlichung der neuen zehnten Intel-Core-Generation schlugen bereits viele Gerüchte umher, dass die neuen CPUs extrem hohe Temperaturen erreichen und dabei echte "Wattmonster" sind, die nur schwer zu kühlen sein werden. Schon beim Core i9-9900K und insbesondere Core i9-9900KS zeigte sich solch eine Tendenz. Bei nicht ausreichender Kühlung wurden diese Prozessoren sehr heiß und liefen dann entsprechend in ihr Temperaturlimit.

Nun hat Intel bei der neuen Generation wie angesprochen durch einen dünneren CPU-Die die Wärmeableitung unter dem Heatspreader verbessert, aber wirkt sich das in der Praxis überhaupt aus? Wir sind der Frage auf den Grund gegangen und haben uns einmal die Temperaturen des Intel Core i7-10700K und Core i9-10900K angeschaut. Dabei kam entsprechend eine Wasserkühlung mit 280 cm Radiator zum Einsatz. Und um die Probe aufs Exempel zu machen, haben wir auch versuchet die beiden CPUs mit dem kleinsten Sockel 1200 kompatiblen Kühler zu kühlen, der uns gerade zur Verfügung stand. In unserem Fall war das der günstige Pure Rock Slim von be quiet! Ein 20 Euro Kühler, der für eine maximale TDP von 120 Watt ausgelegt ist. Einen Test des Pure Rock Slim findet ihr auf unserem Youtube-Kanal.


Der kleine Pure Rock Slim und die große Corsair Hydro 115i

Tatsächlich zeigen sich bei dem Test drastische Unterschiede zwischen dem  Intel Core i7-10700K und Core i9-10900K. Während die i7-CPU sich tatsächlich recht einfach kühlen lässt und sogar mit dem kleinen Pure Rock Slim noch recht gut zurecht kommt, sieht das beim i9 komplett anders aus. Der i9 landet gut 20 Grad über dem i7, der sich unter dem Pure Rock etwas über 80 Grad hält. Das Ganze gemessen unter einer Dauerschleife im Cinebench R20. Interessant dabei ist zudem, dass sich der neue Core i7-10700K trotz etwa gleicher Leistungsaufnahme wie der i9-9900K messbar leichter kühlen lässt. Der Core i9-10900K springt in kürzester Zeit unter dem Pure Rock Slim auf 100 Grad, hier muss also definitiv ein deutlich größerer Kühler her. Entweder etwas aus der Highend Luftkühlerklasse, oder besser gleich eine Wasserkühlung.

Auch die Stromaufnahme unterscheidet sich zwischen i7 und i9 gewaltig. Das komplette System zog bei voller CPU-Last mit dem i7-10700K 199 Watt, mit dem i9-10900K aber satte 284 Watt. Der i7 mit 8 Kernen verbrauchte damit im Test genauso viel wie der Ryzen 3900X mit 12 Kernen. Und der i9 gut 80 Watt mehr als der Ryzen 3900X.

Mit dem Prime  95 SmalFFT-Test der die Leistungsaufnahme extrem nach oben treibt, konnten wir das i9-System sogar auf 365 Watt bringen, das i7-System auf 272 Watt.

Temperaturen mit 280er Wasserkühlung (Corsair Hydro Series H115i)


Temperaturen Cinebench R20: Core i7-10700K vs Core i9-10900K

Temperaturen mit be quiet! Pure Rock Slim (120 Watt Kühler)

Zurück: RAM Performance | Weiter: Fazit
Inhaltsverzeichnis:


ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2020 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliates.