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MSI Project Zero im Test - MSI B650M im MAG PANO M100R PZ (5/5)

Fazit

MSIs Project Zero ist der nächste, wenn auch kleine, Schritt hin zum kabellosen PC, den sich wohl fast jeder PC-Enthusiast irgendwie wünscht. Auch wenn die Idee die Anschlüsse einfach auf die Rückseite des Mainboards zu legen recht einfach ist, sind die Auwirkungen nicht zu  unterschätzen.

Die Kombination eines Projekt Zero Motherboards mit einem passenden Gehäuse wie dem MAG PANO M100R PZ führt nicht nur dazu, dass man quasi ohne besonderes Zutun einen perfekt aufgeräumten Innenraum bekommt. Sie bringt auch noch den weiteren Vorteil mit sich, dass sich die Anschlüsse deutlich besser erreichen lassen. Insbesondere gilt das für die EPS-Anschlüsse, die oft durch den Kühlers und die gesamten Panel-Anschlüsse, die gerade bei MicroATX fast immer von der Grafikkarte blockiert werden.

Leider kann das neue System nicht verhinden, dass es hinter dem Motherboard mit der Verkabelung sehr schnell zum Kabelsalat kommt. Da die Entfernungen von Netzteil zu Motherboardanschluss bei Projekt Zero kürzer sind, ist es bei langen Kabeln sogar noch komplizierter diese passend verlegt zu bekommen. Zudem  muss man die Kabel (ATX Und EPS) mehr biegen als zuvor. Zusammen mit dem nur mit Druckverschluss angebrachten Seitenpanel beim MAG PANO M100R PZ, kann es so auch schon mmal dazu kommen das das Panel aufspringt, wenn der Kabelsalat zu dick wird.

Abschaffen könnte man diese Probleme mit gewinkelten Steckern und speziellen Netzteilen mit kürzeren Kabeln. Das Gute an der Sache, den Kabelsalat hinter dem Motherboard sieht man sowieso nicht und von vorn ist man in Sachen Ordnung einfach über jeden Zweifel erhaben.

Das MAG PANO M100R PZ bietet dabei genug Platz für die typischen modernen Standard-Konfigurationen, die aus Motherboard, Grafikkarte, RAM, Kühler und M.2 SSDs bestehen. Wer viele SATA-SSD/Festplatten verbauen will ist jedoch mit dem Gehäuse falsch bediehnt. Der Airflow des Gehäuses ist bauartbedingt natürlich schlechter als bei typischen Mesh Gehäusen. weil die Luft hier quasi "ums Eck" geleitet wird. Dieses Problem haben aber fast alle "PC-Aquarien". Die Position des Frontpanels macht es quasi zur Pflicht das Gehäuse auf dem Schreibtisch rechts abzustellen, was aber bei Gehäusen dieses Typs sowieso meist die gewünschte Position ist.

Beim Motherboard kann man je nach Modell das man für den Build wählt - in unserem Fall dem B650M PROJECT ZERO - genau das Gleiche erwarten wie bei den üblichen ATX Motherboards. Der einzige Unteschied ist, dass hier eben die Anschlüsse auf die Rückseite wandern. Die sonstige Qualittät, Spanunngswandlung, Bios und alles weitere bleiben durch die Änderungen unberührt. Das B650M PROJECT ZERO zeichnet sich in unserem Fall natürlich insbesondere durch das besonders aufgeräumte Design mit der fast vollständigen Aluminium Abdeckung aus. Man sieht das es hier also hauptsächlich um die Optik geht. Ansonsten bekommt man ein Board das etwa auf dem Level eines MSI MAG B650M Mortar liegt, aber durch die auslandenden Kühler etwas mehr kostet.

 Wer aktuell auf den optischen Reiz ohne sichtbare Kabel bei Projekt Zero nicht verzichten will, kann auf jeden Fall bedenkenlos zugreifen, weil sich alle Komponenten des PC auch weiterhin zueinander Kompatibel sind. Die einzige Einschränkung ist eben, das ein Projekt Zero Motherboard nicht in jedes beliebige ATX-Gehäuse passt. Und man ist aktuell bei der Auswahl der Mainboards und Gehäuse eingeschränkt.

Projekt Zero von MSI ist ein interessanter Ansatz, der sicherlich viele gute Aspekte mit sich bringt. Tolle Optik, leichteres Verkabeln und zudem bleiben die Gehäuse zu Standard-ATX kompatibel. Es ist leicht neue Gehäuse "Projekt-Zero-Tauglich" zu machen, was auch einige Hersteller bereits getan haben. Ob sich das System allerdings auf Dauer durchsetzt ist eine ganz andere Frage, die man nur sehr schwer vorhersehen kann. Viele Gute Ideen sind am PC-Markt "mangels Nachfrage" auch wieder verschwunden. Hoffen wir das es hier nicht so sein wird.

Vorteile:

  • Einfachere Verkabelung und besserer Erreichbarkeit der Anschlüsse des Mainboards
  • Perfekt aufgeräumter Innenraum, quasi ohne zusätzlichen Aufwand
  • Schönes Design des Gehäuses
    Aquarium-Optik
  • Tolle Optik mit RGB, da diese auch nicht durch Kabel gestört wird.
  • Kosteneinsparung weil für perfekte Optik keine teueren Sonderkabel benötigt werden

Nachteile:

  • Kabel hinter Motherboard verstauen wird evetuell noch schwerer
  • Motherboard und Gehäuse müssen abgestimmt sein.
  • Bilang starker Fokus auf Optik bei Gehäusen, dadurch oft eingeschränkte Flexibiltät
  • ungünstige Position des Frontpanel
    nur für Einsatz auf Schreibtisch

 

14.05.24 / rj

Inhaltsverzeichnis:
[4] Einbau
[5] Fazit
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