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Phanteks Eclipse P600s im Test

Phanteks flexibles Raumwunder

Im Januar hat Phanteks mit dem P600S das aktuelle Flaggschiff der P-Reihe vorgestellt. Das Gehäuse ordnet sich über dem bereits zwei Jahre alten P400S ein und lässt sowohl bei der Bezeichnung als auch beim Preis eine Lücke zu dem kleineren Schwestermodell: Der Neuling ist mit rund 150 Euro Marktpreis (z.B. Caseking*) deutlich teurer als das P400S, das momentan für 85 Euro zu haben ist.

Für diesen Aufpreis wird einem aber auch einiges geboten: Das P600S bietet nämlich USB-Type-C und kann mehr Laufwerke beherbergen als das P400S. Auch die Abmessungen und das Gewicht steigen deutlich, der zusätzliche Raum bietet insbesondere mehr Platz für Kühler und Lüfter. Genauer gesagt sind die Beschränkungen für CPU-Kühler, Grafikkarten und Netzteile so gewählt, dass es keine handelsüblichen Komponenten gibt, die man nicht verbauen kann. Lediglich E-ATX-Mainboards in voller Breite werden nicht unterstützt, hier darf die maximale Breite des Mainboards 280 Millimeter nicht überschreiten.

Zudem bietet das P600S noch Platz für vertikal eingebaute Erweiterungskarten. Entgegen den meisten anderen Gehäusen sind hier sogar drei vertikale Blenden verbaut, was in der Praxis mehrere Vorteile bringen dürfte: Nicht nur kann man größere Triple-Slot-Grafikkarten verbauen, sondern Dual-Slot-Grafikkarten haben auch deutlich mehr Platz um Luft anzusaugen. Ebendies ist ein Problem bei vielen vertikal eingebauten Grafikkarten, die dann aufgrund der Nähe zur Glasscheibe deutlich höhere Temperaturen erreichen. Das sollte im P600S nicht oder zumindest schwächer der Fall sein.

Eine weitere Besonderheit ist die mögliche Unterbringung eines zweiten Systems: Für rund 20 Euro kann eine Blende gekauft werden, die über dem eigentlichen System die Montage eines weiteren ITX-Systems erlaubt. Dieses kann dann, über eine Riser-Card, die vertikalen Erweiterungsslots belegen.

Wie auch die anderen Gehäuse aus Phanteks P-Reihe gibt es auch das P600S in mehreren Farbvarianten: Nutzer haben die Wahl zwischen Satin Black (Schwarz), Glacier White (Weiß) und Anthracite Gray (Grau). In unserem Test wird das Gehäuse in grauer Ausführung behandelt, die Unterschiede beziehen sich aber ausschließlich auf die Farbe.

Die drei Versionen des P600S werden mit einem einseitigen Glasfenster ausgeliefert, lediglich das schwarze Gehäuse gibt es optional mit einem normalen Metall-Seitenteil, diese Variante ist zudem zehn Euro günstiger. Außerdem sind alle Gehäuse mit einer Schalldämmung ausgestattet. Konkret bedeutet das, dass beim P600S in allen Metall-Seitenteilen, am Deckel sowie in der Front Schalldämpfer eingeklebt sind.

Lieferumfang

Öffnet man die Verpackung des P600S blickt man direkt auf das Zubehör: Anstatt eines kleinen Pappkartons oder nur einer Plastiktüte, die meistens im Festplattenschacht untergebracht sind liefert Phanteks beim P600S einen großen, klappbaren Karton mit.

In diesem befinden sich die vier 3,5-Zoll-Festplattenkäfige, eine Anleitung sowie die Schrauben. Hier erwartet einen gleich die nächste Überraschung: Die Anleitung ist ein Heft in farbigem Glanzdruck, das die Installation kleinschrittig erklärt - lobenswert. Noch positiver ist die Unterbringung der Schrauben. Diese sind nicht in getrennten Zip-Beuteln verpackt, sondern befinden sich alle in einem Kunststoff-Sortierkasten, was den Verlust einer Schraube verhindert und die ewige Suche nach einem Behältnis für die Schrauben obsolet macht.

Zusätzlich zu den bereits genannten Dingen liegen noch eine zusätzliche Stütze für Grafikkarten, ein Phanteks-Logo-Aufkleber, sechs schwarze Kabelbinder mit einer Länge von 15 cm und eine magnetische Blende bei. Letztere ermöglicht es einem, den Luftstrom im Deckel an einer Stelle zu blockieren und somit eine Rückwirkung zu verhindern.

In Summe ist der Lieferumfang des P600S, insbesondere aufgrund der hochwertigen Darbietung sowie der guten Anleitung, hervorragend.

Technische Daten

  • Abmessungen (BxHxT): 240 x 520 x 510 mm
  • PCI-Steckplätze: 7 + 3 Vertikal
  • Laufwerke 5,25-Zoll: 0
  • Laufwerke 3,5-Zoll: 4 (Auch für 2,5“ geeignet)
  • Laufwerke 2,5-Zoll: 3
  • Netzteil: ATX (keine Begrenzung / 250 mm bzw. 195 mm mit eingebautem Festplattenkäfig)
  • Mainboard: E-ATX bis 280 mm
  • CPU-Kühler: bis 190 mm
  • Grafikkarte: bis 435 mm (294 mm mit eingebautem Festplattenkäfig)
  • Gewicht: 13,55 kg
  • Lüfter gesamt: bis 6 oder 7 kleinere
  • Lüfter vorne: 3 x 140 mm (2x 140 mm enthalten)
  • Lüfter oben: 2 x 140 mm oder 2 x 120 mm
  • Lüfter hinten: 1 x 140 mm (1x 140 mm enthalten)
  • Radiator vorne: 360 / 420 mm, maximal 95 mm tief
  • Radiator oben: 360 mm, maximal 65 mm tief
  • Radiator hinten: 140 mm
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