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KFA2 GeForce RTX 3070 Ti SG im Test

Eine bezahlbare RTX 3070 Ti ...

Grafikkarten zu testen ist derzeit absolut kein Zuckerschlecken, denn wegen der extrem hohen Preise und der Lieferprobleme sind nicht nur Pressesamples rar gesät, es fällt auch extrem schwer die Karten vernünftig zu bewerten, wenn die Preise für alle Produkte sowieso jenseits von gut und Böse liegen. Die Preise einfach "auszublenden", dass mag bei einem Produkt von weniger als 100 € noch Sinn machen, aber nicht mehr wenn man über 1000 Euro oder mehr redet, Summen die man nicht so eben aus der Tasche zieht.

Es deutet sich aber an, dass die Lieferbarkeit nun langsam besser wird und auch die Preise gehen langsam zurück. Eine gute Gelegenheit also unsere VGA-Rubrik wieder etwas zu beleben und einen Neustart anzugehen. Anfangen wollen wir wieder mit einem aktuellen GeForce Modell aus dem Hause KFA2, nämlich die KFA2 GeForce RTX 3070 Ti SG. Die Karte war zum Launch tatsächlich zu einem Preis von 880 Euro relativ gut verfügbar. Die Nvidia UVP von 619 €,  die man wohl - laut vieler gut informierter Quellen im Netz - als Phantasiepreis ansehen kann, der nur für das Referenzdesign gilt, übertrifft das zwar weder deutlich, im Vergleich zu den 1000 und mehr Euro, die für andere 3070 Ti Modelle ausgerufen werden, ist die KFA2 Karte daher preislich aber deutlich attraktiver. KFA2 zeigte sich ja schon öfter als Hersteller, der bei den Preisen ganz im Sinne der Anwender agiert.

 Die GeForce RTX 3070 Ti SG kommt unter den KFA2 Grafikkartenkarten der KFA2 GeForce RTX 3080 SG recht nahe, die wir uns auch schon angesehen haben. Features und Optik sind hier nahezu identisch, was natürlich Produktionskosten spart. Auch der bei KFA2 bereits mehrfach eingesetzten 1-Clip-Booster dazu! Mehr dazu später wenn es um die Details der Kühlung geht.

Wer sich das optische Design der Karte in bewegten Bildern anschauen will, dem sei hier noch einmal unser Test-Video zu GeForce RTX 3080 SG [1-Click OC] auf unserem TweakPC-Youtube-Kanal empfohlen.

Die GeForce RTX 3070 Ti gesellt sich neben der GeForce RTX 3080 Ti zum aktuellen 3000er Lineup und darf als Zwischenupdate auf die älteren Modelle der Serie angesehen werden. Die neuen Karten bieten neben einer eingebauten ETH-Miningbremse auch direkt Support für Resizable BAR. Ansonsten bleibt aber alles beim alten.

Bei der RTX 3070 Ti wird eine voll ausgebauter GA104-GPU eingesetzt. Wir haben es hier also mit einer aufgepumpte Version der RTX 3070, denn auch dieses setzt auf den GA104.

Bei der neuen Karte sind allerdings sämtliche Shader-Einheiten freigeschaltet, so dass die karte auf 6144 Einheiten in 48 SMs kommt. Die RTX 3070 besitzt 2 SMs weniger.

Auch beim Takt geht es nach oben. Und zwar beim Referenztakt um 75 MHz von 1500 auf 1575 MHz. Der Boost-Takt steigt etwas moderater von 1725 MHz auf 1770 MHz beim Referenzdesign. Bei der KFA2 Karte sind es 1800 MHz.

Eine weitere Steigerung findet sich im verwendeten Speicher, denn dieser kommt nur als GDDR6X und nicht mehr als GDDR6 daher. Der neue Speicher taktet deutlich schneller und bringt es auf 9500 MHz. Es bleibt aber beim 256 Bit Interface. Insgesamt ergibt sich dennoch eine Steigerung um über 35% beim Speicherdurchsatz. Die Speicherkapazität der Karte bleibt bei den vielerorts bemängelten 8 GB. Auch hier bleibt es also beim Level der RTX 3070.

Bei diesen Leistungssteigerungen wundert es nicht, dass sich auch die TDP der Karte ändert. Gerade der Speicher braucht deutlich mehr, so dass diese auf 290 Watt steigt, was stolze 70 Watt mehr sind als die 220 Watt der RTX 3070.

KFA2 GeForce RTX 3070 Ti SG

Auch für Grafikkarten gilt, dass es keinen Sinn macht das Rad immer wieder neu zu erfinden und so tritt man beim Anblick der  GeForce RTX 3070 Ti SG auch einen alten bekannten wieder. Das Design der Karte ist vom Kühler her bis auf kleine Unterschiede quasi identisch zu den GeForce 3070 und 3080 Modellen. Das ist auch gut so, denn der von KFA2 verwendete Kühler konnte auf diesen Karten bereits überzeugen.

Auch die neue GeForce 3070 Ti SG ist damit wieder 31.5 cm lang und bringt es auf gut 1,3 Kg. Das Gewicht entsteht natürlich überwiegend durch den den 2.5 Slot breiten Kühlkörper, der mit sechs Heatpipes durchzogen ist. Die Kühlfinnen laufen bei der Karte vertikal, so das kaum eine Entlüftung über das Slotblech stattfindet.

Bei der vorderen Abdeckung setzt KFA2 auf Kunststoff, spendiert der Karte aber auf der Rückseite eine schicke Metallbackplate zur Stabilisierung der Karte.

Auch bei den Lüftern bleibt alles beim alten. KFA2 nutzt drei gleichgroße 9 cm Lüfter mit transparenten Lüfterblättern, die durch ihre spezielle Form eine sehr gute Lichtverteilung der LED-Beleleuchtung mit sich bringen.

Ein ähnliches System hat KFA2 auch bei der Work the Frames Editon benutzt, von der wir gerade in Sachen Beleuchtung sehr angetan waren. Die aus der Nabe beleuchteten Lüfter leuchten hell und relativ gleichmäßig über die gesamte Fläche. Die Farbe der RGB-Lüfter kann natürlich angepasst werden, wozu einfach die kostenlos bereitgestellt KFA2 Extreme Tuner Software genutzt wird.

Die Rückseite zeigt ebenfalls das bekannte Bild, denn auch bei der neuen 3070 Ti ist die Platine wie an der Founders Edition von Nvidia kürzer als die Karte selbst. Am Ende der Karte bleibt deshalb ein Bereich frei, durch den die die Karte hindurch gepustet. Im PC eingebaut, kann die Karte damit Luft von unterhalb der Grafikkarte ins Gehäuse nach oben befördern.

Auf der Oberseite gibt es neben einem weißen großen GeForce RTX Schriftzug auch noch den üblichen KFA2 Slogan "What's Your Game" der in der gleichen Farbe wie die Lüfter beleuchtet wird.

Die Stromversorgung der Karte erfolgt über zwei gewöhnliche 8 Pin-PCIe Buchsen. So kann jeder sein Netzteil direkt ohne Adapter anschließen im Gegensatz zu den Founders Edition Karten von Nvidia, die mit einer Extrawurst in Form eines neuen 12 Pin Microfit 3 Stromanschluss daher kommen, der genau Null Vorteile gegenüber der normalen Lösung bietet, außer seines etwas geringeren Platzbedarfs auf der Platine.

Die Karte besitzt erneut drei Displayports-1.4- Anschlüsse und zusätzlich einen weiteren HDMI 2.1 Anschluss und kann damit auch 4K mit 120 HZ über den HDMI-Anschluss ausgeben. Die Läüfterauslässe am Slotblech sind in Form eines netten XOXO ausgestanzt. Eine wirkliche Luftzirkulation findet hier aber nicht statt, so dass man das ganze eher als nettes optisches Gimmick einordnen darf. 

1-Clip-Booster (Zusatzlüfter) und RGB-Grafikkartenhalter

KFA2 Karten wie die GeForce RTX 3070 Ti SG  können mit einem ganz speziellen Zusatzfeature aufwarten. Wem die drei Lüfter, die sich auf der Vorderseite der Karte befinden nicht ausreichen, dem bietet KFA2 die Möglichkeit sogar noch einen vierten Lüfter auf die Karte zu schnallen.

Der 1-Clip-Booster ist ein Zusatzlüfter in einem Halterahmen, den man ganz einfach so wie der Name es sagt auf die Backplate der Grafikkarte einclipts. Das Ansetzen ist extrem einfach und auch das Abnehmen geht absolut problemlos.

Angeschlossen wird der Lüfter über einen kleinen Zusatzstecker, der sich in der Kunststoffabdeckung der Karte befindet. Mit dem angebrachten Zusatzlüfter arbeitet die Karte dann noch mehr wie die Founders Edition und saugt die warme Luft durch den Lüfter im PC nach oben. Die Lüfter vorne und hinten können in der KFA2 Software sogar separat geregelt werden. Leider ist der hintere Lüfter aber nicht beleuchtet, was etwas schade ist, denn in einem normalen PC zeigt gerade dieser ja gut sichtbar nach oben.

Neben dem Zusatzlüfter besitzt die Karte noch ein weiteres nettes Extra. KFA2 legt nämlich einen RGB-Beleuchteten Grafikkartenhalter mit dabei. Dieser kann sogar mit der Beleuchtung der Grafikkarte synchronisiert werden indem er ebenfalls über an Kabel angesteckt wird. So gibt es dann im PC die perfekte Lightshow auch wenn die Lüfter nach unten ausgerichtet sind.

Testsystem: 

  • AMD Ryzen 7 2700X
  • MSI X470 Gaming M7
  • Corsair Vengance RGB 4x8 GB 3200 MHz
  • Seasonic Prime Ultra 1000
  • Corsair MP510 1 TB SSD
  • Seagate SSHD 4 TB
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