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Guillemot 3D Prohpet

Hardware/Grafikkarten

Guillemot 3D Prophet
hlineb.gif (44 Byte)

Der Chip

NIVIDIAs GeForce 256 sorgte schon lang vor der Ankndigung fr einigen Trubel. Das lag wohl auch daran, dass NVIDIA sein neues Kind nicht mehr einfach 3D-Chip nannte, sondern GPU. GPU steht dabei fr Graphics Processing Unit, eine leichte Anlehnung an CPU ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Aber genau das wollte NVIDIA auch erreichen, schlielich werkeln auf dem GeForce 256 (der Codename war NV-10) mehr Transistoren als auf einem modernen Prozessor.

Der GeForce bietet 4 Rendering-Engines, die mit 256-Bit arbeiten. Diese untersttzen zum einen "Transformation", dieses wichtige Feature sorgt dafr, dass die 3D-Welt des Spiels auf dem Monitor auch "echt" erscheint, also die Objektgren zueinander stimmen. Bei eine Autorennen soll schlielich der Wagen im Vordergrund nicht nur grer sein als der im Hintergrund, die Grenverhltnisse sollen natrlich auch passen. Das ist ziemlich rechenintensiv und musste bis jetzt immer vom eingesetzten Prozessor erledigt werden. Nun bernimmt die Grafikkarte diese Aufgabe und soll den Systemprozessor erheblich entlasten.

Das zweite neue Feature ist das "Lightning", also die Berechnung der Lichteffekte auf Objekten.

Noch ein Zauberwort wre Cube Environment Mapping, was durch DirectX 7 erstmals zur Verfgung steht. Dadurch lsst sich die komplette Umgebung eines Objektes auf eben diesem widerspiegeln, sehr schn wird das bei Autorennen zu sehen sein, wenn sich die Umgebung in den Scheiben und auf den glnzenden Lackierungen des Daches oder der Motorhaube spiegelt.

Durch die Verwendung der vier Render-Engines erreicht der GeForce eine Fllrate, die knapp 50% ber der aktueller Karten liegt. Zwar drfte noch kein Spiel diese Power brauchen, aber was nicht ist, kommt bestimmt!

Des weiteren sorgt AGP 4x mit Fast Write fr Performance. Die CPU kann so direkt in den Frame-Buffer der Grafikkarte schreiben ohne ber den Hauptspeicher gehen zu mssen.

Alle Features sorgen fr eine realistischere Darstellung, verlangen dem Prozessor normalerweise aber Hchstleistungen - gerade im FPU-Bereich - ab. Das ist auch der Grund, warum viele Spiele trotz schnellerer Grafikkarte auf derselben CPU nicht wirklich schneller liefen: Die Grafikkarte musste halt auf die CPU warten. Das wiederum begrenzte die Mglichkeiten der Spielehersteller, realistischere Games zu entwickeln - schlielich wollen die ja ihre Spiele an den Mann bringen und nicht unbedingt als Minimalkonfiguration einen Pentium III 600 angeben. Mit dem GeForce knnte das nun ein Ende haben, da die Grafikkarte nun dieses rechenintensiven Anwendungen bernimmt.

Der GeForce untersttzt nun bis zu 128 Megabyte RAM, wobei SDRAM (warum das nun berall SDR-RAM genannt wird, erklren wir Ihnen gleich) oder das schnellere DDR-RAM zum Einsatz kommen drfen. Bei Letzterem scheiden sich die Geister. Die einen behaupten, damit wre das Speicherinterface nun 256 Bit breit (anstelle der 128 Bit Breite bei SDRAM). Die anderen sagen, es wre immer noch 128 Bit breit. Recht haben die Letzteren, oder sagen wir mal, irgendwo beide. DDR steht fr Double Data Rate, was bedeutet, dass das RAM Daten auf der steigenden und fallenden Flanke des Signals bertragen kann. SDR steht fr Single Data Rate, also fr die bertragung auf nur einer Flanke. Aus diesem Grunde spricht beim GeForce auch niemand mehr von SDRAM, obwohl SDR-RAM nichts anderes als SDRAM ist. DDR-RAM nutzt also auch nur 128 Bit, kann aber wegen der doppelten Flankennutzung die doppelte Datenmenge bertragen. Die Bandbreite "entspricht" also der eines 256 Bit-Speicherinterfaces mit SDR-RAM.

Wie sieht es denn nun mit der Taktung aus? Der Chip arbeitet mit 120 MHz, der Speicher mit 150 MHz. Die Werte liegen also unter denen aktueller TNT2-Ultra Karten, was die Standardversion der Karte etwas ausbremst. Erst die Karten mit DDR-RAM werden ber hhere Takte verfgen, allerdings wahrscheinlich auch nur, was den Speicher angeht. Wer nun daran denkt, den GeForce zu bertakten und so das Manko des SDR-RAM zu umgehen, den mssen wir leider enttuschen. Ein bertaktwunder ist der GeForce (noch) nicht. Die aktuellen Chips werden in 0,22 gefertigt, erst kommende Produktionen in 0,18 werden hhere Takte zulassen (und ach von Haus aus mitbringen).

Der GeForce ist brigens auch fr DVD-Freunde interessant, da er nun das bei den TNT2-Karten schmerzlich vermisste Motion Compensation bietet. Auch das entlastet den Prozessor, bei der Wiedergabe von MPEG nmlich.

Der dreidimensionale Prophet

Kommen wir nun zur Karte von Guillemot, der 3D Prophet (Bild rechts fr Vergrerung anklicken). Christian Reul war so nett uns nach Guillemot einzuladen und uns die Mglichkeit zu geben, die brandneue Karte einem kurzen Test zu unterziehen. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank fr die Einladung.

Die 3D Prophet setzt also auf dem GeForce 256 auf und bietet 32 MB 5,5 ns SDRAM, einen TV-Ausgang (S-Video) und eben alles, was der GeForce so kann. Der Chiptakt liegt bei den standardmigen 120 MHz, der Speicher mit 166 MHz knapp ber dem Standard. Die Khlung bernimmt ein mittelgroer aktiver Lfter. Dank des 350 MHz RAMDAC drften auch aktuelle und groe Monitore locker befriedigt werden, was Auflsung und Bildwiederholfrequenz angeht. Der Karte liegt der Xing DVD-Player bei, der S-VIDEO --> Composite Adapter fehlt natrlich nicht.

Was das Thema bertakten angeht, so lsst sich die 3D Prophet auf 130/175 MHz bringen, was kaum einen merkbaren Performanceschub bringt. Wir haben die Karte daher auch nur mit den Standardwerten begutachtet. Damit soll die 3D Prophet 15 Millionen Dreiecke pro Sekunde generieren und 480 Millionen texturierte Pixel pro Sekunde berechnen - das klingt vielversprechend.

Aber genug Drumherum geredet, lassen wir Benchmarks sprechen.

Zu den Benchmarks

 



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