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ASUS ROG Theta Electret Highend-Headset im Test (2/5)

Das Headset im Detail

Beim Auspacken des Headsets wird schnell klar, dass in das Gehäuse viel Arbeit gesteckt wurde. Die Verarbeitung und Haptik des ROG Theta Electret ist ausgezeichnet. Alleine die Ohrmuscheln aus Aluminium bringen gegenüber den üblichen Plastikgehäusen ein deutliches Plus an Wertigkeit. Die Verarbeitung ist insgesamt herausragend.  Materialwahl, Spaltmaße und auch Kleinigkeiten wie die Verarbeitung der Logos sind tadellos.

Das Design mit den D-Förmigen Ohrmuscheln und der L-Förmigen Aufhängung ist extravagant  und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert. Die Ohrmuscheln lassen sich um gut 90 Grad klappen und so kann das Headset sogar auf dem Tisch abgestellt werden. Eine vertikale Drehung ist aber nicht vorgesehen.

Das ROG Theta Electret besitzt eine beidseitige Verkabelung, dass bedeutet, dass hier kein Kabel über den Kopfbügel läuft, wie es bei den meisten Headsets üblich ist. Stattdessen ist das Kabel Y-Förmig und läuft rechts und links von unten in die Ohrmuscheln. Die Verbindung an diesen Stellen ist stabil und mit Knickschutz versehen. Die Kabel sind aber leider nicht abnehmbar und recht steif.

Ein genauer Blick zeigt, dass sich an den Seiten der Ohrmuscheln Lüftungsschlitze befinden. Diese sorgen auch für einen Druckausgleich und machen das ROG Theta Electret zu einem halboffenen Headset. Eine halboffene Bauweise sorgt in der Regel für einen räumlicheren Klang, verringert aber meist auch die Bassstärke.

Ein Blick ins innere der Ohrmuscheln zeigt die beiden dort integrierten Treiber. Zum einen der runde Neodym-Treiber, der für den Bass genutzt wird  und dann hinter einer gelöcherten Abdeckung der Electret-Treiber, der für den Hoch- und Mitteltonbereich zuständig ist. Der Electret-Treiber kann einen Frequenzbereich bis zu 40 KHz bespielen, was für Menschen deutlich außerhalb des hörbaren Bereichs liegt.

Der Kopfbügel  lässt sich auf beiden Seiten in 12 Stufen einstellen und auf maximal 3.5 cm ausziehen. Um das ganze Optisch etwas schmackhafter zu machen ist auf dem innenliegenden Alu-Bügel noch ein Muster aufgetragen.  

Beim Kopfpolster setzt ASUS zum Glück nicht auf Leder, sondern auf ein weiches Stoffpolster. Um ein Scheuern auf dem Kopf zu vermeiden und eine optimale Anpassung an den Kopf zu erreichen nutzt man einen kleinen Trick. Das Polster ist nämlich nur rechts und links am Bügel befestigt und kann deshalb hin und her geschoben werden. Es wirkt also fast in etwa so wie ein Kopfband. Perfekt wäre hier, wenn man das Polster auch noch strammer oder lockerer verstellen könnte

Die Ohrpolster des Theta Electret sind groß und kommen gleich in doppelter Ausführung. Das Lederpolster ist bereits angebracht und die Stoffpolster liegen dem Headset bei. Bei den Stoffpolstern gibt es noch eine kleine Besonderheit, und zwar sind diese an der Innenseite aus Leder um so eine etwas höhere Dämpfung zu erreichen. Die Außenseite ist allerdings wiederrum aus Stoff.


Das Mikrofon wird beim Theta Electret einfach über einen Klinkenstecker in die linke Ohrmuschel gesteckt und rastet dort gut ein. Eine einfache aber effektive und vor allem auch stabile Lösung, die immer öfter anzufinden ist.

Ein kleiner Blick auf die Rückseite offenbart den Stummschalter für das Mikrofon. Leider ist dieser der restlichen Qualität des Headsets unwürdig. Es handelt sich um einen sehr einfachen Schiebeschalter, der zwar seinen Zweck erfüllt, aber alles andere als einen soliden Eindruck macht. Für ein 300 Euro Headset hätte man sich hier sicherlich eine bessere Lösung gewünscht. Unterhalb des Schalters sieht man eine vorgestanzte Öffnung, die vermutlich  für einen analogen Laustärkeregler gedacht war. Zum Glück hat man sich wohl doch dagegen entschieden, denn diese analogen Regler sind bei Headsets echte Sollbruchstellen und führen mit der Zeit zu Kratzen oder sogar richtigen Ausfällen beim Ton. Also besser weg damit!



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