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ASRock A75 Pro4/MVP im Test

Erstes Sockel FM1 Mainboard mit Virtu MVP Technologie

Eigentlich ist die "Lynx"-Plattform von AMD ein Produkt für Mainstream-Anwender. Und demenstprechend verfügen die "Llano"-Prozessoren zwar über die mit Abstand schnellste und fortschrittlichste integrierte Grafiklösung am Markt, aber es ist und bleibt eine integrierte Grafik.

Was also grafikseitig derzeit die perfekte Lösung für Gelegenheitsspieler ohne größere Ansprüche darstellt, genügt für passionierte Zocker nicht. CPU-seitig haben die "Llano"-APUs für Spieler deutlich mehr Potenzial, das sich auch mit leistungsstarken diskreten Grafikkarten sinnvoll kombinieren lässt.

Doch fällt die Kombination beider Anforderungswelten - energiesparende integrierte vs. leistungsstarke diskrete Grafiklösung - auf AMDs Mainstreamplattform schwer. Zwar gibt es die Möglichkeit, mit der "Dual Graphics"-Technologie von AMD die APU und eine kleine diskrete Grafikkarte in einem asynchronen CrossFire-Verbund zusammen zu schalten, aber das so erzeugte Leistungsplus genügt immer noch nicht für den Genuss und Spaß an etwa Battlefield 3, GTA IV oder Crysis 2. Als Alternative bleibt so nur die alleinige Verwendung einer schnellen GPU, die integrierte Grafik der APU wird arbeitslos.

Genau dieses Problem geht ASRock mit dem A75 Pro4/MVP Mainboard an und hat dafür Technologie von Lucidlogix lizensiert: Virtu MVP. Damit werden die im System vorhandenen GPUs virtualisiert und durch die Virtu-Software wird festgelegt, welche Grafiklösung welche Aufgaben zu bewältigen hat.

ASRock A75 Pro4/MVP

Die dynamische Zuordnung von Aufgaben auf die dafür am besten geeignete GPU ist jedoch erst der Anfang. Virtu MVP bietet darüber hinaus auch die Features "Virtual Vsync" und "HyperFormance", die ein altes Problem von Gamern elegant lösen sollen - wir umreißen es an dieser Stelle nur kurz und werden im Verlauf des Artikels näher darauf eingehen: Wer eine schnelle Grafikkarte besitzt, erzielt in Spielen mit hoher Wahrscheinlichkeit Frameraten jenseits von 60 FPS. Richtig kniffelig ist die Situation, wenn die FPS-Zahl um den Wert 60 herum schwankt - also mal darüber und mal darunter liegt.

Jedesmal wenn die Framerate über 60 liegt, ist bei handelsüblichen 60Hz-Monitoren mit einer rechnerischen Verdopplung des "Tearing"-Effekts zu rechnen, bei dem das auf dem Monitor aufgebaute Bild aus unterschiedlich aktuellen Bilddaten der Grafikkarte besteht. Zur Vermeidung des Tearing kann in Spielen oder im Grafiktreiber Vsync aktiviert werden, was jedoch zu einem anderen Problem führt, dem "Input-Lag". Gerade in schnellen Shootern kann dieser Effekt durchaus zum Unterschied zwischen Leben oder Tod, Sieg oder Niederlage, beitragen.

Und genau diese Qual der Wahl zwischen optischer Qualität und Responsivität bei Steuerungseingaben, also Tearing oder Input-Lag, verspricht Lucid mit Virtu MVP und der geschickten Zusammenarbeit von integrierter und diskreter Grafik zu lösen. ASRock ist mit dem A75 Pro4/MVP der erste Hersteller eines Sockel FM1 Mainboards für AMD "Llano"-APUs mit dieser Technologie und das macht es besonders interessant: Kann Lucid halten, was es mit Virtu MVP verspricht? Und wie konzipiert ASRock ein Mainboard, das diskrete und integrierte Grafik gleichberechtigt behandelt? Der folgende Test gibt darüber Aufschluss.

Testsystem:

  • APU: AMD A8-3870K
  • GPU: AMD Radeon HD 6970 / NVIDIA GeForce GTX 460
  • RAM: 8 GB G.Skill F3-14900CL9D-8GBXL (1866 MHz 9-10-9-28 Ganged)
  • HDD: Samsung Spinpoint F3 HD103SJ
  • PSU: FSP Fortron/Source Aurum Gold 400W
  • OS: Microsoft Windows 7 Home Premium 64 Bit


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