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MSI BX Master

Hardware/Motherboards

 

Übersicht

 

 

Inhalt ...
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Einleitung
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Ausstattung
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) BIOS Features
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Power Management
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Overclocking
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Software
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Fuzzy Logic Tool
pfeil_kleinb2.gif (127 Byte) Fazit

MSI
BX Master
Slot 1 Board
Ausstattung
Chipsatz Intel 440BX
Formfaktor ATX
ACPI Ja
UDMA/33 Ja
UDMA/66 Ja
AGP 66/133Mhz
Slots 1 AGP, 6 PCI, 1 ISA
Garantie 2 Jahre
Preis ca. 200 DM
Suspend to RAM/Disk
Plug 'n Play BIOS (flashbar)
66, 75, 78, 83, 90, 95, 100,
105, 110, 112, 115, 117, 120,
124, 126, 133, 135, 138, 140
142, 144, 150, 155 MHz Bustakt
Hardware Überwachung
Besonderheiten
UDMA-66
Optionales Safe-Bios

Die Firma MSI, das ist die Abkürzung für Micro-Star International, ist in Deutschland nicht so bekannt wie ASUS oder Gigabyte, dabei hat die Firma eine durchaus ansehnliche Produktpalette und zählt mit Sicherheit nicht zu den "Kleinen".

Mit dem BX Master richtet sich MSI nun auch an die Overclocker, und das nicht zu knapp. Genaugenommen macht das Board den Eindruck, dass es ohne uns Overclocker (und den augenblicklichen Hype um uns), gar nicht das Licht der Welt erblickt hätte. Warum? Dazu kommen wir im Laufe des Tests.

So, jetzt möchten wir uns bei Daniela Scheven und Stephan Schwolow von MSI für die Bereitstellung des Testboards bedanken. Nun aber ab zum Test...

Die Ausstattung (Information ohne Ende)

In Punkto Ausstattung braucht sich das BX Master auf keinen Fall verstecken, ganz im Gegenteil. Es setzt auf den bewährten, wenn auch etwas älteren, BX-Chip von Intel. Das ist auch gut so, ist es doch auch jetzt noch der beste Intel-Chip. Nicht umsonst hat der sich so lange auf den Boards gehalten, ohne dass es eine Ablösung - von wem auch immer - gab. Selbst die Intel eigenen i810 und i820 konnten ihn nicht verdrängen. Nun ist auch für den BX langsam Schluss, der "Solano" wird ihn ablösen, aber auch das wird noch etwas dauern. Aber zurück zum Board.

6 Busmaster-fähige PCI Slots, 1 ISA, 1 AGP, 4 RAM Steckplätze und zusätzlich ein Ultra-DMA66 Controller - da bleiben kaum Wünsche offen. Da der UDMA66-Controller zusätzlich zu den "normalen" IDE-Controllern auf dem Board ist, lassen sich bis zu 8 IDE-Geräte anschließen.

Der UDMA66-Controller stammt übrigens von Promise, die Firma dürfte Ihnen wahrscheinlich durch ihre IDE-RAID-Controller bekannt sein, MSI setzt also auf Markenware - und das nicht zu unrecht. Der Controller funktioniert nämlich tadellos, und zwar unter Windows 98 und unter dem neuen Windows 2000, letzteres erkennt den Promise auch während der Installation. Das einzige Manko des Controllers ist, dass er sich nicht konfigurieren lässt, und zwar in keinster Weise. Schaltet man ihn im Bios ab, so sucht und erkennt er dennoch angeschlossene Geräte. Auch eine Konfiguration der angeschlossenen Platten, zum Beispiel mit welchem UDMA-Mode sie betrieben werden sollen, ist nicht möglich. Da der Controller selbst automatisch die höchstmögliche Variante einstellt, dürfte das aber niemanden stören. Störend ist höchstens, dass man ihn nicht abschalten kann. Sind keine Geräte angeschlossen, dauert der Suchvorgang des Controllers nämlich ziemlich lange. Das sollte sich aber durch ein Bios-Update beheben lassen. Übrigens ist im sonst ordentlich aufgebauten Handbuch nicht erklärt, wie man das Bios des Controllers updated. Wir nehmen an, dass es über ein Bios-Update des Mainboards geschehen wird.

Das BX Master ist, wie bereits erwähnt, auf Overclocker zugeschnitten. Das gilt auch für die Informationsfreude des Boards. Beim booten zeigt es die Umdrehungszahlen der angeschlossenen Lüfter (bis zu drei Stück) und die Temperatur der CPU, des Boards und eines frei steckbaren Fühlers an (der dem Board beiliegt). Dieser ist sehr gut geeignet, um zu Beispiel die Temperatur der Grafikkarte zu überwachen. Auch ist der Fühler für die CPU sehr gut gelungen, er steht als eine Art Zunge direkt neben dem Slot - also möglichst nahe an der CPU.

Außerdem gibt es Auskunft über die gemessenen Spannungen, den Normwert sowie Min- und Maxwert der jeweiligen Spannung. Damit aber nicht genug, das Board meldet beim Booten nicht nur die Taktfrequenz der CPU, zusätzlich informiert es den User über die augenblickliche Bustaktfrequenz. Das haben wir bisher bei keinem Board gesehen.

Aber es geht noch weiter, Infos ohne Ende eben. Auf dem Board befinden sich vier zweifarbige Leuchtdioden (LEDs), die während des Bootvorgangs den augenblicklichen Status der Initialisierung anzeigen. Will das Board einmal partout nicht booten, lohnt ein Blick auf diese LEDs. Dem Board liegt ein Aufkleber bei, der alle möglichen Leucht-Kombinationen anzeigt. Klebt man diesen in das Gehäuse so hat man stets den Überblick bei eventuell auftretenden Problemen. Das Prinzip ist übrigens nicht neu. Es gibt schon lange sogenannte Post-Code-Cards, die eben diesen Zweck erfüllen. Diese werden in den ISA-Slot gesteckt und zeigen über eine Zahl-Buchstaben-Kombination genau das gleiche an, wie das BX Master über die LEDs. Die Idee, eine solche Karte quasi onboard zu realisieren, ist so einfach wie gut. Wir sind gespannt, wann sich das andere Hersteller abgucken.

Als nettes Feature stehen übrigens zwei Möglichkeiten für den Anschluss der Power-LED zur Verfügung. Besitzer eines Towers mit einer zweifarbigen LED können diese so anschließen, dass Sie grün leuchtet, wenn der Rechner an ist und gelb, wenn der Rechner im Suspend Mode ist. Die beiden Farben hängen natürlich von der verwendeten LED ab.

Die beiliegende CD verblüfft ebenfalls mit zahlreichen Tools. Wir haben uns daher entschieden, diese später im Test noch genauer zu erwähnen.

Bios Features

Das BX Master überraschte uns beim ersten Booten, da es noch das AWARD 4.51 einsetzt. Alle anderen aktuellen Boards setzen das AWARD 6.0 ein, welches eine etwas andere Bedienung bietet. Nachteile des älteren 4.51 sind uns nicht bekannt. Es ist also kein Nachteil des BX Master, dass es die ältere Bios-Version benutzt.

Das Bios selbst bietet alle gewohnten Funktionen, zusätzlich gibt es das "CPU Plug & Play III". Hier kann die CPU nach Lust und Laune eingestellt werden, Bustakt, Core-Spannung und Multiplier können von Hand oder aber automatisch (Plug & Play eben) eingestellt werden. Ebenso lässt sich die I/O Spannung bis auf 3,6 Volt (normal sind 3,3 V) erhöhen, was unter Umständen beim Übertakten hilft, wenn der PCI oder AGP-Bus schlappmacht. Eine Eigenheit hat das Board, wenn es um die Einstellung der Spannung der CPU geht. Das Board setzt diesen Eintrag standardmäßig auf "Auto", es lässt sich dann von der CPU "sagen", mit wie viel Volt sie betrieben werden möchte. Ändert man diesen Wert nun von Hand, so ist der Eintrag "Auto" für immer verschwunden. Man sollte sich also merken oder wissen, mit welcher Spannung die verwendete CPU betrieben wird, sonst steht man ganz schön auf dem Schlauch. Erst das Einsetzen einer anderen CPU oder das Löschen des CMOS via Jumper (den das BX Master netterweise hat) kommt man wieder an den Default-Wert. Hier sollte MSI mit dem nächsten Bios-Update auf jeden Fall Abhilfe schaffen! Die Versionen 5.0 und 5.1 jedenfalls zeigten beide diesen Fehler.

Mit Bustakten geizt das BX Master auch nicht. Es stehen folgende Frequenzen bereit:

66, 75, 78, 81, 83, 90, 95, 100, 105, 110, 112, 115, 117, 120, 122, 124, 126, 133, 135, 138, 140, 142, 144, 150, und 155 MHz

Bei den höheren Frequenzen wird der PCI-Teiler automatisch auf 1/4 gesetzt, damit der PCI-Bus nicht gnadenlos übertaktet wird.

Der auf dem Board befindliche Jumper SW2 setzt laut Handbuch den Bustakt virtuell auf 100 MHz. Diese Beschreibung ist etwas verwirrend. Der Jumper macht nichts anderes, als die Pin21 Abfrage zu unterbinden. Über diesen Pin teilen Celerons und ältere PIIs dem Board mit, dass sie mit 66 MHz laufen - und verweigern den Dienst bei 100 MHz. Zieht man den Jumper ab (man hat dann die "virtuellen 100 MHz"), so kann man auch die alten CPUs mit 100 MHz betreiben. In unserem Test war das bei einem 300er Celeron merkwürdigerweise gar nicht nötig, die CPU lief auch mit gesetztem Jumper mit 100 MHz Bustakt.

Wer es mit dem Übertakten übertreibt und der Rechner anstatt zu booten einfach einen dunklen Bildschirm präsentiert, der kann nach dem Einschalten die taste F10 gedrückt halten. Das Bios wird dadurch wieder auf die Standardwerte gesetzt.

Power Management

Power Management wird immer wichtiger, gerade mit ACPI und dem Ruhezustand wird das richtig interessant. Im Bios lässt sich festlegen, wie das Board mit dem Power Management umgehen soll. Dabei stehen als ACPI-Mode POS (Suspend To Disk) als auch STR (Suspend To Ram) zur Verfügung, letzteres wird leider noch von keinem Betriebssystem unterstützt, aber was nicht ist, kann ja noch kommen. Natürlich lassen sich auch individuelle Werte für Zeiten angeben, wann das Board den Rechner schlafen schicken soll und bei welchen Ereignissen er wieder erwachen soll. Uns hat vor allem die Möglichkeit mit dem Ruhezustand interessiert. Das Betriebssystem speichert hierbei den augenblicklichen Zustand des Rechners, also geöffnete Programme etc, auf der Festplatte und schaltet sich dann aus. Startet man den Rechner neu, so entfällt die lange Startprozedur von Windows und der Rechner steht innerhalb weniger Sekunden wieder bereit.

Im Falle von Windows 98 wurden zwar alle ACPI-Komponenten erkannt, wir haben das Betriebssystem mit dem Schalter "/p j" installiert, also "setup.exe /p j" eingegeben, der Ruhezustand war in der Energieverwaltung aber nicht zu finden. Nun ist Windows 98 noch etwas rudimentär, wenn es um ACPI und Ruhezustand geht. Deswegen haben wir für diesen Test Windows 2000 bemüht, da es doch deutlich neuer ist. Und siehe da: Der Ruhezustand konnte aktiviert werden und funktionierte tadellos. Der Rechner speicherte die Daten auf der Festplatte, um dann beim erneuten Start schon kurz nach der Meldung "Windows 2000 wird fortgesetzt" arbeitsbereit zur Verfügung zu stehen. Ebenso funktionierte das mit der aktuellen Beta des kommenden Windows Millennium Edition.

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