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Chieftec Polaris im Test - hocheffizientes Gold

Überraschend effizient!

Nachdem Chieftec zuletzt einige neue Produkte unter dem Label Chieftronic, wie das Chieftronic PowerPlay, auf den Markt gebracht hat, erscheint der neuste Sprössling aus dem Netzteil-Segment wieder unter dem bekannten Label Chieftec. Zuletzt konnten wir uns das durchaus gelungene CSN-550C Compact Series SFX Netzteil von Chieftec genauer anschauen und finden nun als neues Modell wieder eine ATX-Plattform vor. Das neue Chieftec Polaris tritt an, um in der heiß umkämpften Goldklasse zu überzeugen, keine leichte Aufgabe.

Chieftec bietet das neue Netzteil in drei Versionen mit 550, 650 und 750 Watt an. Alle Modelle sind vollmodular, so dass alle Kabel abnehmbar sind.  Bei der Kabelkonfiguration setzt Chieftec auf einen Mix aus schwarzen Flachbankabel für die PCIe und Peripheriekabel und einem Rundkabel für den ATX-Anschluss. Das Netzteil ist vollmodular, es sind also alle Kabel abnehmbar. Das Gehäuse des Polaris ist ein übliches Blech-Gehäuse mit kompakten Maßen von 140 mm x 150 mm x 87 mm, so dass es Problemlos auch in kompaktere Gehäuse passt.

Aber nicht nur bei den Kabeln ist die Ausstattung gut. Das Modell setzt auf einen langsam drehenden und großen 140 mm Lüfter und sollte daher auch in Sachen Laustärke interessant sein. Chieftec hat diesbezüglich bei der Power-Smart Serie schon mit extrem guten Werten überzeugen können.

Auf der technischen Seite bietet das Polaris LLC Half-Bridge und natürlich DCDC-Technologie. Das Polaris besitzt  alle notwendigen Schutzschaltungen OCP,OPP, OVP, UVP, SCP und zusätzlich die weniger oft vorhandene OTP. On Top besitzt das Polaris auch noch eine SIP (Surge & Inrush Protection) Schaltung, im Deutschen auch Einschaltstrombegrenzung genannt. Diese sorgt dafür, dass beim Einschalten selbst mit voller Last nicht zu viel Strom fließt. Insbesondere ist dies relevant, wenn mehrere Geräte gleichzeitig eingeschaltet werden, die an einer Sicherung hängen, damit diese nicht wegen Überlast auslöst.

Für unseren aktuellen Test des Chieftec Polaris nutzen wir das größte verfügbare Modell mit 750 Watt und werden uns bei Gelegenheit auch noch einmal das kleine 550 Watt Modell anschauen. Wie immer Testen wir das Netzteil komplett auf unserem eigenen Chroma-Netzteiltester komplett unabhängig ohne externes Equipment.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.



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