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Superflower Leadex III Gold im Test

Die Leadex Generation 3 ist da

Es war lange Zeit ruhig um Superflower in Deutschland und das wo der Hersteller mit seinen Leadex-Netzteilen zwischenzeitlich echte Renner am Markt hatte, die oft sogar ausverkauft waren. Zuletzt zeigte sich Superflower mit dem Leadex II im Jahr 2017 bei uns im Test. Besonders markant an den Netzteilen waren die beleuchteten Buchsen im Netzteil, noch bevor der richtige "Beleuchtungshype" bei Netzteilen generell in Gang kam.

Superflower ist bei seinen Netzteilen insbesondere immer für eine extrem niedrige Restwelligkeit bekannt und spielte hier selbst bei günstigeren Modellen regelmäßig in der Top-Liga. Der Hersteller konzentrierte sich mit als einer der ersten darum die Spannungen besonders gut zu glätten um so für Overclocker und Enthusiasten besonders interessant zu sein. Auch im Bereich der Netzteile mit Titanium Effizienz war Superflower einer der Vorreiter.

Mit dem Leadex III Gold geht es nun in die dritte Generation der Leadex-Gold-Netzteile bei Superflower. Die Serie besteht aktuell aus 4 Modellen mit 550,650, 750 und 850 Watt Leistung und lässt sich bereits an der ganz typischen Leadex-Optik erkennen. Preislich startet die Serie bei etwa 85 Euro und reicht bis 125 Euro für das größte Modell. (Preise laut Caseking.de).

Die Netzteile sind allesamt voll modular, wobei man aber auf die Beleuchtung in den Anschlussbuchsen in dieser Generation verzichtet hat. Man kann sicherlich davon ausgehen, dass dies zur Kostensenkung erfolgt ist. Mit den zunehmenden Netzteilabdeckungen in Gehäusen macht eine Beleuchtung der Anschlüsse sowieso kaum noch Sinn. Das neue Leadex III Gold  besitzt nun wie 99% aller anderen Netzteile die typischen Standardbuchsen.

Dafür gibt es aber eine andere interessante Neuerung am Leadex III und zwar die neue dreistufigen Lüftersteuerung, die einen aktiven und zwei semi-passive Lüftermodi anbietet. Die beiden Modi besitzen für die Lüftersteuerung unterschiedliche Temperaturgrenzwerte. In Stufe Null laufen die Lüfter ab 62-68 Grad an. In Stufe 1 arbeitet der Lüfter aggressiver und startet schon bei 42 bis 48 Grad. So kann der User selbst wählen ob er mehr wert auf die Kühlung oder mehr Wert auf die Laustärke des Netzteils legt. Beim Lüfter selbst setzt Superflower auf ein 135 mm Modell mit FDB-Lager, dass dank niedriger Drehzahlen auch extrem leise arbeiten soll, selbst bei Vollast.

Auf der technischen Seite gibt es beim Leadex III Gold die aktuell übliche Technik für hochwertigere Netzteile. Das Modell basiert dabei auf LLC-Resonanzwandlung im Primärbereich und DCDC für die Sekundärspannungen. Im Netzteil ist ein Mix von 105-Grad-Elkos sowie Polymer-Feststoff-Kondensatoren von Herstellern aus Japan und Taiwan verbaut.

Bei den Schutzschaltungen bietet das Leadex III das Komplette Programm von OVP, UVP über SCP bis hin zu den wichtigen OPP, OTP und OCP Schaltungen. Die Garantiezeit für die neuen Leadex III beträgt 7 Jahre. Wie sich das Modell in der Praxis so schlägt haben wir wie immer unabhängig auf unserer eigenen Chroma Teststation überprüft und zeigen auch auf den nächsten Seiten die ermittelten Messwerte mit Erläuterungen.

Unser Test-Equipment

Gerade wenn es darum geht kleinste Unterschiede in der Effizienz zu bestimmen und so ein Netzteil qualitativ einordnen zu wollen, ist extrem teures professionelles Messequipment unabdingbar. Bei günstigen Messgeräten sind die Messtoleranzen so hoch, dass eine korrekte Einschätzung der Performance im Vergleich zu anderen Netzteilen kaum möglich ist. Gerade wo die Netzteile in den letzten Jahren immer enger zusammenrücken.

Wir werden In Sachen Testequipment direkt vom deutschen Chroma Service Center unterstützt. Chroma ist auf professionelles Testequipment zur Effizienzmessung spezialisiert und unterstützt uns mit Know-How in Sachen Messtechnik. Die Messtechnik von Chroma gilt im Bereich der Netzteilproduktion und Qualitätskontrolle als Referenz.

Neben der Chroma Teststation verfügen wir über weitere präzise Messinstrumente wie Keysight 34461a 6,5 Digit-Voltmeter, drei 4-Kanal-Oszilloskope mit 100 MHz, mit denen wir konstant alle Spannungen des Netzteils sowie die PG, PS_ON und AC-In Signale überwachen. Zu Kontrolle der Ripple-Noise-Werte besitzen wir zudem eine Low-Voltage-Differential-Probe, wie sie in den ATX-Spezifikationen vorgeschlagen wird.

Das gesamte Testequipment ist unser Eigentum und wurde von uns selbst angeschafft. Es wird nicht von einem Netzteilhersteller bereitgestellt und wurde auch nicht von Netzteilherstellern gesponsert. Wir sind diesbezüglich also völlig unabhängig.

Wer unsere Tests regelmäßig verfolgt, der weiß, dass wir zudem auch noch Zugriff auf die Teststation von Cooler Master in direkter Nähe in Eindhoven haben und in Zweifelsfällen dort unsere Ergebnisse an einer zweiten Station aber in einem anderen Setup verifizieren können. Wir sind nun also nun in der mehr als "luxuriösen" Lage gleich zwei Chroma-Teststationen in direkter Reichweite zu haben um unserer Ergebnisse zu validieren.



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