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Travis Touch: Universalübersetzer im Test (5/5)

Fazit

Ein KI-geleiteter Sprachassistent, gezielt auf Übersetzungsaufgaben trainiert, mit dem ich intuitiv reden könnte - ähnlich dem Stand von Alexa, Google Assistent, Cortana oder Siri – wäre beim aktuellen Stand der Technik mein Traum für ein dediziertes Übersetzungssystems. Davon ist der Travis Touch noch ein gutes Stück entfernt und in der Bedienung in den Menüs entgegen aller Einfachheit beim Übersetzungsvorgang doch etwas hölzern. Demgegenüber stehen zwar viele kleine Pluspunkte, wie etwa die Schonung des Smartphone-Akkus beim Einsatz eines dedizierten Gerätes oder der auch für nicht-technik-affine Personen sehr einfache Übersetzungsvorgang, doch in der Summe fehlt es einfach an smarten und eleganten Lösungen, die einen vom Hocker hauen und einen Boah-Effekt erzeugen. Der Travis ist ohne Zweifel ein solides Gerät, aber eben nicht zukunftsweisend oder revolutionär, wie es der technische Fortschritt der letzten Jahre erhoffen lässt.

Die Übersetzungsqualität im Online-Modus entspricht der typischen Qualität aktueller Übersetzungstools, was angesichts der Tatsache, dass der Travis Touch bei den Übersetzungen auf online verfügbare Engines zurückgreift, keine große Überraschung darstellt. Der Offline-Modus bietet er mehr oder weniger den Umfang von Wörterbüchern für 16 Sprachen in allen Übersetzungskombinationen mit Spracherkennung und Sprachausgabe in einem handlichen Gerät. Längere Sätze oder sinnhaftere Zusammenhänge lassen sich im Offline-Modus jedoch nur sehr begrenzt vermitteln.

Travis Touch

Wo die Macher unserer Meinung nach eine hervorragende Möglichkeit in Bezug auf den Einsatzzweck liegen lassen haben, ist ein überzeugender Sturzschutz in Verbindung mit einem Spritzwasserschutz, oder noch besser ein Schutz nach dem IP68-Standard, womit das Gerät sowohl gegen Staub geschützt wäre als auch ein dauerhaftes Untertauchen in Wasser aushalten würde. Gegenüber modernen Übersetzungs-Apps und deren Bedienung auf dem Smartphone wirkt der Travis Touch ein wenig wie ein GPS-Gerät für Wanderer und Fahrradfahrer im Vergleich zur Google-Maps-App - ohne jedoch die typisch bedingungslose Outdoor-Eignung solcher GPS-Geräte mitzubringen.

Alles in allem ist der Travis Touch damit nicht der erhoffte, revolutionäre, KI-gestützte Durchbruch bei den Übersetzungstools, dennoch kann man dem Gerät etwas abgewinnen. Wir sehen vor allem dort sein größtes Potential, wo viel gereist wird, man auf einen Basis-Offline-Übersetzer für mehrere Sprachen angewiesen ist, oder wo aus anderen Gründen - wie Bedenken in Bezug auf die Privatsphäre oder der Akku-Laufzeit - kein Smartphone für die Übersetzung zum Einsatz kommen soll.

01.02.19 / tj

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