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Plextor M9Pe M.2 NVME SSD im Test (11/11)

Fazit

Mit der M9Pe schließt Plextor in die aktuelle Spitzengruppe der M.2 NVMe SSD auf und liefert eine sehr hohe Performance ab. Beim Lesen ist die SSD äußerst schnell unterwegs und lässt so kaum Wünsche offen. Je nach Benchmark reicht die Geschwindigkeit hier bis zu 3200 MB/s die auch vom Hersteller als Maximum angegeben werden.

Etwas federn lassen muss die M9Pe bei der Schreibperformance. Zwar ist die SSD auch hier in teilen extrem schnell und liefert die versprochenen 2000 MB/s, allerdings kann diese Performance nicht über längeren Zeitraum gehalten werden. Die schnelle Schreibgeschwindigkeit zieht die SSD nämlich nur aus dem SLC-Cache und sobald dieser gefüllt ist fällt die Performance der SSD ab, bis der Cache wieder zur Verfügung steht. In unseren Tests zeigt sich das in gelegentlichen Drops der Performance, die sich dann nach einer Zeit wieder erholt um später dann wieder zu fallen. Dieser Effekt ist technisch bedingt, wenn der SLC-Cache gefüllt ist und der Speicher in den deutlich langsameren 3D-BiCS-NAND geschrieben werden muss. Besonders gut ist das bei den komplexen Pattern-Tests zu sehen, bei denen gleichzeitig immer wieder gelesen und geschrieben wird. Hier sind zum Teil recht große Performanceschwankungen zu sehen.

Das ändert aber nichts an der Tatsache das die SSD im Schnitt insgesamt sehr schnell unterwegs ist. Die Performance-Drops merkt in der Praxis eher nur dann wenn man extrem große Datenmengen schreibt.

Neben der Performance ist eine der Stärken der M9Pe definitiv das flexible Angebot an Versionen das Plextor dem Kunden macht. Unter gleich drei Varianten als PCIe-Version und M.2-version mit und ohne Kühler kann der Kunde wählen und sich so das genau passende Modell für seine Zwecke zulegen. Die Leistungen der SSDs sind dabei identisch, wobei die PCIe und M.2-Version mit Kühler natürlich besser gekühlt sind und daher nicht so schnell throtteln dürften, wie die Version ohne Kühler.

Leider ist die Lieferbarkeit der Modelle in Deutschland etwas eingeschränkt, so das die Preise der Versionen deutlich auseinanderklaffen und zudem auch stark schwanken. Zwischen 160 und 180 Euro lag der Preis der 512 GB Version zuletzt, was natürlich einen deutlichen Unterschied in der Attraktivität ausmacht.

Die Plextor M9Pe ist eine durchaus gelungene SSD bei der Plextor aus der Kombination von Marvel-Controller Toshiba 3D-BiCS-NAND und SLC-Cache einiges herausholt und an die aktuelle Spitzenklasse bei der Performance heranreich, auch wenn diese nicht ganz erreicht, weil die Schreibperformance bei anspruchsvollen Anwendungen doch recht schnell einbricht. Je nach Preis, der hier in Deutschland leider stark je nach Verfügbarkeit schwankt ist die SSD durchaus eine gute Alternative wenn man nicht auf die Modelle des aktuellen Platzhirschs Samsung zurückgreifen will.

Vorteile:

  • Gute Performance bis 3200 MB/s Lesen
  • In drei Versionen verfügbar
  • M.2-Version mit Kühler ausgestattet
  • 5 Jahre Garantie

Nachteile:

  • Performance bricht bei dauerhaften Schreibaktionen deutlich ein
  • Drosselt bei 77 Grad, die ohne zusätzliche Kühlung auch erreicht werden

9.9.18 / rj



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