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Cooler Master Nepton 280L - Dual Radiator Liquid CPU Cooler (3/5)

Messwerte - Testsystem und Standard Messung

Was kann die neue Nepton?

Bei einem CPU Kühler kommt es in erster Linie auf Kühlleistung und der dabei entstehenden Geräuschentwicklung an. Wir haben versucht dem Nepton 280L möglichst umfangreich auf den Zahn zu fühlen und sie in allen nur denkbaren Settings durchgetestet.

Testsystem

  • Intel Core i7 3770K (4 x 3,5GHz, inkl. Intel Turbo Boost und Hyperthreading)
  • AsRock z77 Extreme 6 Motherboard
  • 2 x 8GB GSkill TridentX DDR3-2400 CL12
  • Gigabyte Geforce GTX680
  • Coolermaster Silent Pro Hybrid 850W Netzteil
  • Lian Li X2000FN Gehäuse mit Serien Belüftung (4 x 140 mm - zwei der Front Lüfter wurden durch die Lüfter der Coolermaster Nepton 280L ersetzt + 1 x 120 mm)
  • Radiator montiert in der Front

Cooler Master Nepton 280L - im Testsystem
Coolermaster Nepton 280L im Testsystem

Testeinstellungen

Getestet wurde mit 2 verschiedenen Presets. Einmal in der Standard Einstellung und einmal übertaktet auf 4,5 GHz. In beiden Fällen war Hyperthreading und Intel Turbo Boost aktiv.

Modus Standard Übertaktet
CPU Takt 3,7GHz 4,5GHz
CPU Einstellung 37 x 100MHz 45 x 100MHz
CPU Spannung Idle 0,976V 1,032V
CPU Spannung Last 1,064V (1,136V) 1,224V

Um möglichst realistische Ergebnisse zu erhalten, verwendeten wir Realtemp zum Auslesen der maximalen Temperaturen und Prime95 um alle Kerne komplett auszulasten. Dabei ließen wir Prime95 jeweils für 10 Minuten bei geschlossenem Gehäuse laufen. Die Lüfter wurden über das Mainboard und dessen mögliche PWM Einstellungen geregelt. Wir entschieden uns für die Einstellungen "1 - 5, sowie 10".

Messwerte

Als erstes haben wir uns die Kühlleistung im Standard Modus angesehen.

Mess-Umgebung
Temperatur: 24,0 Grad Celsius Alle Angaben sind Delta Temperaturen
Geräuschpegel: 34,8 dB(A) Grundpegel bei Stille

3700MHz (reguläre 3500MHz + Intel Turbo Boost bei Volllast aller 4 Kerne)

PWM Lüfter K1 K2 K3 K4 Kerne Lautstärke Akustischer Eindruck
  U/Min Grad Celsius dB(A)  
1 860 36 41 36 30 35,75 37,8dB(A) Hörbar
2 1040 34 39 35 29 34,25 39,6dB(A) Hörbar-Laut
3 1240 33 38 34 28 33,25 43,2dB(A) Laut
4 1450 33 37 34 27 32,75 46,2dB(A) Laut-Sehr Laut
5 1600 32 36 33 26 31,75 48,6dB(A) Sehr Laut
10 2200 31 35 33 26 31,25 55,6dB(A) Sehr Laut
(Unhörbar - Wahrnehmbar - Leise - Hörbar - Laut - Sehr Laut)

Wie man sieht, bringt ein Intel Core i7 3770K die Coolermaster Nepton 280L nicht mal ansatzweise ins schwitzen. Selbst in der niedrigsten PWM Einstellung werden maximal 65 Grad erreicht - und das bei absoluter Volllast. Damit hat man mehr als genügend Potential - auch für heiße Sommernächte.

4500MHz (mit Turbo Boost bei Volllast aller 4 Kerne)

PWM Lüfter K1 K2 K3 K4 Kerne Lautstärke Akustischer Eindruck
  U/Min Grad Celsius dB(A)  
1 860 48 54 50 44 49,00 37,8 Hörbar
2 1040 48 53 49 42 48,00 39,6 Hörbar-Laut
3 1240 46 50 47 40 45,75 43,2 Laut
4 1450 45 50 46 39 45,00 46,2 Laut-Sehr Laut
5 1600 45 49 46 39 44,75 48,6 Sehr Laut
10 2200 43 48 44 37 43,00 55,6 Sehr Laut
(Unhörbar - Wahrnehmbar - Leise - Hörbar - Laut - Sehr Laut)

Im übertakteten Zustand wird es dann schon etwas enger. Der Grund dafür ist in der 22 nm Strukturbreite der IVY Bridge CPU zu suchen. Aufgrund der immer kleiner werdenden DIE Größe nimmt die punktuelle Wärmeentwicklung immer weiter zu.

Je nach Drehzahl der Lüfter erreichen wir mit der Coolermaster Nepton 280L Temperaturen von maximal 78 Grad. Bei voller Leistung sind sogar 72 Grad drin, was aber mit einer fast unerträglichen Geräuschkulisse einhergeht.

Betrachtung des Geräuschpegels

Auffällig ist leider wie so oft der Geräuschpegel. Einzig in der niedrigsten Einstellung verrichten die Lüfter ihren Dienst in akzeptabler Art und Weise. Darüber wird es dann aber schon sehr schnell unangenehm um unter Volllast in einem akustischen Inferno zu münden. Die 15 Minuten Testdauer wurden damit zur Tortur und sind somit nur in Serverräumen zu empfehlen.

Das verwendete Gehäuse ist daran aber nicht ganz unbeteiligt. Die Front ist komplett geschlossen und vor den Lüftern bleibt nur ein etwa 30 mm breiter Kanal um die Luft durch die Seiten anzusaugen. Dies verschlechtert die Leistung und verstärkt das Geräusch gerade bei höheren Geschwindigkeiten ungemein.



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