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AMD FX goes mobile: Kaveri APUs für Notebooks vorgestellt

Mittwoch, 04. Jun. 2014 04:01 - [jm] - Quelle:AMD

Knapp sechs Monate nach dem Start der Desktop-Kaveris legt AMD die mobilen Modelle für Notebooks nach. Die Erwartungen an die APUs sind hoch, denn AMD bläst zur direkten Attacke gegen den Rivalen Intel.

Etwa 30 Minuten Briefing waren ins Land gegangen, als AMD zum aus Sicht der meisten Anwender wohl zentralen Punkt der Präsentation seiner mobilen Kaveri-APUs kam: "You probably haven't seen too many AMD presentations where we positioned ourselves favorably versus Core i7 - well that has changed!"

AMD wähnt sich also wieder zurück im Spitzenfeld, das es lange ziemlich kampflos dem großen Rivalen Intel überlassen musste. Recht unumwunden stellt AMD dabei klar, dass das auch mit den modernen Mitteln der Performance-Ermittlung zu tun hat. Im Gegensatz zu früheren Benchmarks legt der PCMark 8 den Fokus auf die Messung der Leistungsfähigkeit eines Systems in typischen Anwendungsbereichen. Dabei das Hauptaugenmerk auf die bloße CPU-Performance zu legen, ist nicht mehr zeitgemäß.

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Vor lauter Freude über das Duell auf Augenhöhe im PCMark 8 schmückt AMD die Spitzenmodelle der mobilen Kaveri APUs mit seiner Marke "FX", die bislang nur den achtkernigen Desktop-CPUs vorbehalten war. Im 3DMark hängt die neue FX-7500 APU einen Core i7-4500U erwartungsgemäß ab, das gleiche gilt für den BasemarkCL, der mittels OpenCL die Compute-Leistung der insgesamt 10 "Compute Cores" misst. Apropos Cores: Aufmerksamen Zeitgenossen wird nicht entgangen sein, dass AMD in diesem Vergleich eine APU mit vier x86 Kernen gegen eine Intel CPU mit nur zwei x86 Kernen (dafür allerdings mit Hyper-Threating) stellt.

Das mag auf den ersten Blick nach einem schiefen Vergleich aussehen, doch die faktische Messlatte für mobile Prozessoren ist die TDP. AMD stellt dementsprechend eine APU mit 19 Watt TDP gegen eine Intel CPU mit 15 Watt TDP. Zwar hat Intel auch leistungsstärkere mobile CPUs im Angebot, darunter auf dem Papier auch solche mit Iris (Pro) Grafik. Diese sind aber hauptsächlich in höheren TDP-Regionen angesiedelt oder eben Papiertiger. Und schließlich ist die FX-7500 ULV APU auch bei Weitem nicht das leistungsstärkste mobile Modell, das AMD ins Rennen schickt. Benchmarkresultate der 35 Watt TDP Modelle A10-7400P und FX-7600P gab AMD aber nicht preis.

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Die Zuversicht in die mobilen Kaveris ist bei AMD gar so überschwänglich, dass nicht nur die Marke "FX" Einzug hält, sondern darüber hinaus auch eine "PRO"-Produktlinie. Mit ihr möchte AMD vor allem im Business-Sektor Marktanteile gewinnen, als Argumente liefert AMD eine besonders sorgfältige Treiberentwicklung und das Schlagwort "Longevity": Im Gegensatz zu Consumer-Produkten, die schon nach wenigen Jahren obsolet sind, wird Geschäftkunden mit den "PRO"-APUs eine Garantie auf lange Verfügbarkeit und Unterstützung gegeben.

Abseits von Hardware und Spezifikationen soll aber auch das Software-Umfeld erweitert werden. Kleinere Updates werden die AMD Gesture Control und AMD Face Login Features erfahren. Durch die Zuhilfenahme der GPU-Compute-Leistung ist es laut AMD möglich, mit relativ günstigen 720p Webcam-Lösungen eine solide Mustererkennung und somit Gestensteuerung zu realisieren, die künftig auch mehr Gesten erkennen soll. Für die TrueAudio-Technologie wird mit den mobilen Kaveri APUs das Thema Spracherkennung ins Auge gefasst: Hintergrund- und Störgeräusche soll dabei der DSP künftig energieeffizient herausfiltern, ohne dass CPU- oder GPU-Kerne belastet werden.

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Keine Auskunft gab AMD darüber, welche Notebook-Modelle mit den mobilen Kaveris von Partnern geplant sind und wann diese im Handel erhältlich sein sollen. Sollten die mobilen Kaveris jedoch so einschlagen wie von AMD erhofft, dann dürften OEMs bereits eifrig an entsprechenden Geräten entwickeln.

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