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Android: Google plant Update-Zwang für Gerätehersteller

Montag, 14. Mai. 2018 13:09 - [tj]

Google möchte das Sicherheitsproblem von Android aktiv angehen und die Gerätehersteller durch neue Veträge zum patchen zwingen.

Wenn man nicht gerade ein Smartphone aus der Pixel-Serie von Google oder ein Flaggschiff-Modell der großen Hersteller kauft, sieht es mit Updates für Android in der Regel eher mau aus. Die neueste Android-Version 8.1 aka Oreo ist gerade mal auf einem verschwindend kleinen Bruchteil der Geräte installiert. Während Kunden bei der Android-Version aber zumindest noch offen nachvollziehen können, ob es ein Update gibt oder nicht, sieht es bei den kleineren Sicherheits-Patches von Google noch problematischer aus.

Zahlreiche Dritthersteller spielen die Patches gar nicht erst ein, so dass viele Smartphones mit erheblichen Sicherheitslücken betrieben werden. Und das oftmals noch mehrere Jahre. Einige Hersteller aus China sollen früheren Medienberichten zufolge sogar Fake-Patches eingespielt haben, die den Nutzern lediglich vorgegaukelt haben, dass ein Patch installiert wurde. Tatsächlich sollen die Fake-Patches aber nichts geändert haben, außer die angezeigt Versionsnummer.

Auf der hauseigenen Messe Google I/O 2018 hat der Internetgigant das Problem nun von sich aus angesprochen und Besserung gelobt. Schließlich sind die unsicheren Geräte nicht nur ein Problem für die Nutzer, auch das Image Googles als zuverlässiger Technik-Partner steht langsam aber sicher auf dem Spiel.

Gelöst werden soll das Problem durch neue OEM-Verträge, die den Herstellern weiterführende Pflichten bei den Sicherheit-Patches auferlegen. Ins Detail ist Google dabei zwar noch nicht gegangen, aber zumindest darf man davon ausgehen, dass sich die Situation mittelfristig bessern wird.

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(Bild: Pixel-Smartphones von Google)

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