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Südkorea: Haftstrafen für Cheater sollen kommen

Montag, 10. Dez. 2018 14:15 - [tj] - Quelle: estnn.com

Südkorea möchte die Integrität von kompetitiven Multiplayer-Games schützen und stellt Cheating und Spielen unter falscher Identität via Gesetz unter Strafe.

Südkorea: Haftstrafen für Cheater sollen kommen

Wer kennt es nicht: Cheatende Mitspieler verderben ehrlichen Spielern auf verschiedenste Art und Weise den Spielspaß. Seien es besonders eindeutige Fälle, in denen man das Gameplay manipuliert oder auch subtilere Wege wie Geld-Cheats, die in Multiplayer-Spielen den Gegenwert der ehrlich erspielten Items und damit auch das Erfolgserlebnis der ehrlichen Spieler deutlich senken.

Südkorea hat nun einen Gesetzesentwurf erarbeitet, der den fairen Wettbewerb in kompetitiven Multiplayer-Games schützen soll. So kann etwa das Spielen unter falscher Identität in Zukunft mit einer Freiheits- oder Geldstrafe geahndet werden. Hintergrund ist, dass sich eine regelrechte Industrie gebildet hat, die nichts anderes macht, als die Accounts von Spielern hochzlevelen und auf andere Art und Weise zu boosten. Betroffen sind Spiele wie zum Beispiel 'League of Legends'.

Die als "Proxy Game" betitelten Handlungen umfassen Tätigkeiten, die "den normalen Betrieb eines Spiels stören" und dazu führen, dass Spiel-Erfolge anders erzielt werden, als vom Publisher vorgesehen. Wird die Gesetzesänderung angekommen, könnte das Gesetz Mitte 2019 in Kraft treten. Die Geldstrafe kann umgerechnet bis etwa 15.500 Euro betragen. Die Freiheitsstrafe kann bis zu zwei Jahre dauern.

Während ein solches Vorgehen in Europa oftmals noch als übertrieben gewertet wird, muss beachtet werden, dass E-Sport in Südkorea einen deutlich höheren Stellenwert genießt, in etwa vergleichbar mit Sportarten wie Fußball in Europa.

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