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Crypto-Backdoors: Unternehmen warnen vor Einführung

Donnerstag, 28. Jan. 2021 17:30 - [ar] - Quelle: threema.ch

Eine Resolution des EU-Ministerrats hat die Einführung von Crypto-Backdoors in Messengern und anderen Kommunikationsdiensten verlangt. Die allgemeine Sicherheit der Daten wird durch eine Backdoor-Maßnahme allerdings Ad-Absurdum geführt.

Crypto-Backdoors: Unternehmen warnen vor Einführung

Nach Ansicht der vier Technologieunternehmen Threema, Tutanota, ProtonMail und Tresorit sei der Einbau einer Hintertür für die Spinage und Überwachung von Sprach- oder Textnachrichten bei Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen eine Gefährdung der Datensicherheit für Unternehmen und Endnutzer.

Kritisiert wird die EU-Resolution, dass die Nutzung von Ende-zu-Ende-Verschlüsselungen als sichere Technologie angesehen werden soll und gleichzeitig der Zugriff von Sicherheitsbehörden gewährleistet werden soll. Nach Angaben von den vier Unternehmen sei es aus technologischer Sich gar nicht möglich eine sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung anzubieten, welche dennoch im Nachhinein einfach entschlüsselt werden kann. Durch den Einbau einer Backdoor wird das komplette System gefährdet und die Nutzung einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung eigentlich unsinnig.

Insgesamt würde die Einführung eines Crypto-Backdoors das aktuelle Vertrauen der Anwender und Unternehmen an den Diensten untergraben und damit einen kompletten Wirtschaftszweig gefährden.

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