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HDMI-2.1: Open-Source-Entwickler umgehen Limitierungen des offiziellen Treibers

Freitag, 20. Feb. 2026 09:22 - [ar] - Quelle: phoronix.com

Ein unabhängiger Entwickler hat erstmals funktionierende HDMI-2.1-FRL-Unterstützung für den AMDGPU-Linuxtreiber vorgestellt.

HDMI-2.1: Open-Source-Entwickler umgehen Limitierungen des offiziellen Treibers

Die Arbeit basiert auf einem eigenen Kernel-Tree, der Fixed-Rate-Link-Training, HDR und die volle HDMI-2.1-Bandbreite erfolgreich aktiviert. Getestet wurde der Patch bisher nur mit einer Radeon RX 9070 XT, weitere Funktionen wie Display Stream Compression oder YCbCr 4:2:0 fehlen noch.

Hintergrund ist, dass AMD HDMI 2.1 unter Linux offiziell nicht implementieren darf. Der HDMI-Forum-Lizenzvertrag blockiert offene Implementierungen, weshalb AMD-GPUs unter Linux bislang nur HDMI 2.0 unterstützen. Der Entwickler analysierte daher Registerzustände unter Windows, verglich sie mit Linux und nutzte Erkenntnisse aus AMD-Xilinx-Code, um FRL-Training nachzubilden.

Die Patches liegen vollständig außerhalb des offiziellen Treibers und werden weder von AMD noch vom HDMI Forum unterstützt. Eine Aufnahme in den Mainline-Kernel gilt als ausgeschlossen, da AMD rechtlich keine HDMI-2.1-Funktionen ohne Freigabe implementieren darf. Dementsprechen hilft der Patch nur,  wenn der Anwender sich einen eigenen Kernel baut, welcher die experimentelle Unterstützung integriert.

Langfristig könnte der Druck aus der Community und von Unternehmen das HDMI Forum zu einer Lockerung bewegen. Bis dahin bleibt DisplayPort für Linux-Nutzer die zuverlässigere Wahl. Alternativ könnte AMD künftig mehr HDMI-Funktionalität in Firmware auslagern, um rechtliche Hürden zu umgehen.

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