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Alt 25.03.2017, 12:00   #1 (permalink)
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AndrewPoison befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard Cougar Immersa 300H Gaming Headset - Praxiserfahrungen

Nutzererfahrungen
Cougar Immersa 300H Gaming Headset

  • Einleitung
  • Aufmachung
  • Technische Details
  • Testsystem & Testmethodik
  • Wiedergabequalität - Musik
  • Wiedergabequalität - Gaming
  • Aufnahmequalität
  • Tragekomfort
  • Fazit


Einleitung
Das Verfassen von Tests zu Hardware, die gezielt einzelne Sinne anspricht, ist schon immer ein schwieriges Unterfangen gewesen. Wir reden an dieser Stelle über eine völlig subjektive Wahrnehmung, die von Person zu Person unterschiedlich ausfällt – und nicht zuletzt vom Einsatz als auch den Erwartungen abhängt. Nicht zu vergessen, dass eine Sinneserfahrung nur schwerlich mit Worten anderen beschrieben werden kann. Und in meinem persönlichen Fall spielt neben dem Ton vor allem der Tragekomfort eine gewichtige Rolle.




Aufmachung

Das Cougar Immersa 300H kommt in einer schwarzen Box daher, die bereits einen Blick auf etwa ein Drittel des Kopfhörers freigibt. In der Box selbst findet sich neben dem Kopfhörer nur noch ein kleines Heftchen als Bedienungsanleitung.

Der Kopfhörer selbst erscheint in Cougar-typischer Schwarz-Orangefarbener Farbgebung. Dabei sind die Ohrmuscheln und das Lederimitat-Kopfband in Schwarz gehalten, die stützenden Träger in mattem Orange und an den Ohrmuscheln findet sich noch ein Zierring in Orange mit metallischem Finish. Weiterhin ist an den Seiten der Ohrmuscheln auf beiden Seiten das Cougar-Logo angebracht, welches in seiner Schlichtheit und Verarbeitung einen sehr hochwertigen Eindruck hinterlässt.
Das Mikrofon des Immersa ist ausziehbar, wer es nicht braucht kann es in die Ohrmuschel zurückschieben. Dies geht bei größeren Köpfen recht problemlos von der Hand, bei kleineren Köpfen wird aber eine zweite Hand benötigt um sich beim herausziehen oder hinschieben nicht parallel den Kopfhörer vom Ohr zu ziehen bzw. schieben. Das Mikrofon lässt sich dabei auch derart formen um einen optimalen Kompromiss aus Verständlichkeit und Atem- & Popp-Schutz zu gewährleisten.



Am Kabel des Headsets befindet sich eine Steuerung, die einerseits die Lautstärke regeln und andererseits das Mikrofon ein- oder ausschalten kann. Die Lautstärke lässt sich dabei aber nicht bis zur absoluten Stille herunter regeln, ein leiser Restpegel bleibt immer zu hören – außer die Audioquelle wird stumm geschaltet.

Als Over-Ear-Kopfhörer ist das Cougar darauf ausgelegt, Umgebungsgeräusche nicht durchdringen zu lassen, etwa auf LAN-Parties in größeren Hallen. Dieser Effekt wird gut erzielt, allerdings leidet damit natürlich auch die Kommunikation mit anderen Personen ohne Headset. Dies ist jedoch ein prinzipgebundenes Problem und kein Minuspunkt am Headset – wer auch die Umgebung wahrnehmen will, schaut sich eben nach On-Ear-Kopfhörern um. Generell überrascht das relativ geringe Gewicht des Kopfhörers, insbesondere für ein Over-Ear-Modell. Dies rief einerseits Hoffnung im Tragekomfort, andererseits Ängste von herumfliegenden Kopfhörern bei intensiven Gaming-Sessions hervor. Was sich davon bewahrheitet, wird der Test zeigen

Technische Details
  • Treiber: 40 mm Neodym
  • Kopfhörer-Impedanz: 35 Ohm
  • Kopfhörer-Frequenzbereich: 20 - 20.000 Hz
  • Mikrofon-Impedanz: 2200 Ohm
  • Mikrofon-Frequenzbereich: 100 - 16.000 Hz
  • Anschluss: 180 cm 4-polig 3,5 mm-Klinke (mit Adapter auf 2x 3,5 mm-Klinke für getrennte Wiedergabe- & Aufnahme-Anschlüsse)
Testsystem & Testmethodik
Als Testsystem kommt mein gänzlich neues Ryzen-System zum Zug – da dies jedoch ein Kopfhörer-Test ist, stellt sich eigentlich nur die Frage der verwendeten Soundhardware. Hierbei verwende ich eine externe Soundkarte: die SoundBlaster X-Fi Omni Surround 5.1 USB. Diese Soundkarte befeuert nicht nur das Headset, sondern parallel auch das für den Klangvergleich herangezogene 5.1-System „Teufel Concept E Magnum“. Bestimmungszweck, Größe & Preis könnten kaum unterschiedlicher sein – doch dient mir das Teufel als Referenz für die Höhen und Tiefen, um überhaupt erkennen zu können wo das Headset Schwierigkeiten in der Wiedergabe aufweisen könnte. Das Teufel wurde dabei die ganze Zeit in 5.1 betrieben, Stereo-Quellen wurden hochgemischt und 5.1-Material nativ wiedergegeben. Das Headset hingegen wurde die ganze Zeit im Stereo betrieben. Stereo-Quellen kamen unverfälscht, 5.1-Quellen wurden heruntergemischt.

Die SoundBlaster X-Fi Omni Surround bietet ebenfalls zwei integrierte Mikrofrone – hier wird sich zeigen, ob ein direkt am Mund befindliches Mikrofon Vorteile gegenüber Desktop-Mikrofronen bieten wird.
Für die Musik-Tests setze ich sowohl auf MP3-Titel unterschiedlichster Qualität um die Gutmütigkeit/Brillanz zu testen, aber natürlich auch auf hochauflösende DVD-Audio und FLAC-Daten, um keine künstliche Begrenzung vorzunehmen.

Der Gaming-Test besteht im Wesentlichen aus Battlefield 1 im Multiplayer – präzise Ortung der Gegner und eine verständliche Sprache für die Teamkollegen sind hier Pflicht.

Sowohl am Preis in Höhe von derzeit ca. 45 Euro als auch der Gaming-Designierung seitens Cougar ist aber bereits absehbar, dass die Musik-Tests höherklassigen Kopfhörern oder Anlagen unterlegen ausfallen werden.



Wiedergabequalität Musik
Leider bestätigt sich die Vermutung bereits zeitnah. Musik aus dem Immersa klingt keineswegs schlecht, allerdings mag man auch nie so richtigen den Sweet-Spot finden, um ein ausgeglichenes Klangbild zu erleben. Die Bässe kommen etwas flach, manchmal gar verwaschen daher. Ich vermisse Dynamik im Tieftonbereich. Auch die Lautstärke nimmt mit sinkender Frequenz gefühlt stetig ab. Grundsätzlich ein normales Phänomen, aber im Vergleich zum Concept E Magnum (mit - zugegebenermaßen - einem Subwoofer, aber eben auch der Aufgabe das ganze Haus zu beschallen) scheint man sich wie bei einem Tinitus zu fühlen: gibt es etwa nur noch die höheren Töne?

Apropos Höhen: diese sind präzise und leiden auch nicht unter einem Lautstärkeschwund. Etwas lässt einen aber auch hier das „Mittendrin“-Gefühl vermissen.

An dieser Stelle wiederhole ich mich gerne: das Ganze ist natürlich subjektiv, und in meinem Fall dem Vergleich mit einer kleinen Heimkino-Anlage geschuldet. „Ottonormal-Hörer“ wird durchaus mit der Wiedergabe zufrieden sein, aber wer ein anständiges „Immerdrauf“ sucht, ist hier doch fehl am Platz.

Wiedergabequalität Gaming
Eine Hoffnung aber bleibt: es ist schließlich ein Gaming-Headset! Hier könnten sich flachere Bässe und etwas komprimierte Höhen positiv auswirken, da so Störgeräusche abgeschwächt und Schritte der Gegner evtl. vorzeitiger erkannt werden können – eine „reale“ Wiedergabe ist hier also weniger wichtig als eine auf Schwerpunkte gerichtete.

Und in der Tat fühlt sich das 300H im Gaming-Bereich direkt wohler an. Die komprimierten Töne erlauben, wenn auch mit verzerrter Wirkung, einen größeren Dynamikumfang überhaupt wahrzunehmen. Wo das ausgewachsene Boxensystem auf möglichst korrekte Tonlautstärken abzielt, liegen die Töne auf dem Headset merklich dichter beisammen. So kommen Ausreißer (sowohl nach unten als auch nach oben) in der Lautstärke nicht so stark zur Geltung, betäuben einen aber auch bei Überraschungen nicht. Für den Test wurde wie Eingangs erwähnt Battlefield 1 im Multiplayer verwendet. Patzer konnte ich dabei nicht entdecken, der Spieleindruck stimmt und auch die Mitspieler bleiben beim Voice-Over verständlich.

Aufnahmequalität
Das Mikrofon lässt keine Beschwerden zu, auch im Vergleich zu den beiden integrierten Desktop-Mikrofonen der X-Fi Omni. Ein parallel genutzer „H1 Zoom“ zeigt zwar, wie es besser geht, spielt aber auch in einer ganz anderen Liga.

Um euch selbst einen Eindruck zu verschaffen, habe ich hier ein kleines Video mit Sprachproben angehangen:

Wenngleich zwischen dem Cougar und den in der externen Soundkarte integrierten Mikrofonen bei meinen Sprachproben kein großer Unterschied erkennbar ist, so darf man eines nicht vergessen: im Gaming-Einsatz oder generell beim tippen würde das Cougar weniger stark die Tippgeräusche aufzeichnen, da es sich direkt vor dem Mund befindet. Das Tischmikrofon hätte hier prinzipbedingt die schlechteren Karten.

Der Zoom H1 stellt dann das Rauschverhalten sowohl der Omni als auch des Immersa etwas in Frage - kostet allerdings auch so viel wie Headset und Soundkarte zusammen.

Tragekomfort
Kommen wir nun zu meinen Eingangs befürchteten Szenarien – ist der Kopfhörer leicht genug, oder ist er gar zu leicht? Die gute Nachricht: nicht ein Mal im Test hatte ich bedenken, der Kopfhörer würde mir von den Ohren rutschen, nur weil mein Kopf schnell von A nach B wandert. Das Gewicht stört auch nach längerem Tragen nicht. Allerdings: größere Köpfe wie der Meine werden mit dem Anpressdruck auf Dauer unzufrieden sein. So komme ich selbst bei entspanntem Musikhören nicht umher zu bemerken, dass ich an den Auflagestellen der Ohrmuschel schwitze, und mir generell eingezwängt vorkomme. Auch im Gaming-Einsatz schwitze ich bereits nach einer halben Stunde - ein verstellbares Kopfband hätte hier Wunder bewirken können.







In meinem Fall bemisst sich die Kopfbreite auf ca. 19 cm, der Umspann 40 cm - jeweils gemessen von Ohr zu Ohr. Kleinere Köpfe als dieser sind definitiv empfehlenswert.

Fazit
Die abschließende Wertung fällt mir gar nicht leicht - der Ton ist im musikalischen bzw. im Filmeinsatz ist etwas flau und lässt Dynamik vermissen. Im angedachten Gaming-Einsatz hingegen ist davon nicht mehr viel mitzubekommen und es tut was es soll. Obendrein ist das Mikrofon gut gelungen, die Tonqualität ist erstaunlich für die Größe - und gibt auch ohne "Plopp-Schutz" das gesprochene Wort sauber wieder. Und dann ist da noch der recht günstige Preis, der das Headset auch für breitere Schichten erwerbbar macht. Wer jetzt noch die Optik cool findet, könnte eigentlich zuschlagen. Nur bitte vorher den Kopf vermessen, sonst leidet der Tragekomfort und damit der Spaß daran auf Dauer.

Geändert von Robert (25.03.2017 um 11:51 Uhr)
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Stichworte
300h, cougar, gaming, headset, immersa, praxiserfahrungen


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