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Alt 29.06.2017, 12:30   #1 (permalink)
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Standard Silverstone Kublai KL07 - Schallschluckende Blackbox

Silverstone Kublai KL07 - Schallschluckende Blackbox



Mit dem Silverstone Kublai KL07 soll dem Kunden ein qualitativ hochwertiges gedämmtes Gehäuse mit einem durchdachten Aufbau und einer sehr guten Geräuschdämmung unter den Schreibtisch gestellt werden. Ob das klappt, möchte ich heute in meinem Lesertest betrachten.

Features



Verpackung & Lieferumfang

Das Silverstone Kublai KL07 wird in einem einfachen Pappkarton geliefert.


Auf den Seiten sind eine Abbildungen des Gehäuses - unter anderem eine Detaildartstellung - sowie die wichtigsten Informationen aufgedruckt. An den Seiten befinden sich zwei Griff-Aussparungen, die den Transport ungemein vereinfachen. Entsprechend der Größe des Gehäuses ist die Verpackung so kompakt und das Gewicht so gering wie möglich gehalten, was einen komfortablen Transport ermöglicht.



Das Gehäuse ist im Karton gut geschützt. Zum einen ist der Karton selbst ausreichend dick, dass die Verpackung auch bei einem Sturz nicht gleich durchschlagen wird. Gegen größere Unfälle ist das Gehäuse durch zwei Styropor Halterungen geschützt. Diese Halterungen sorgen gleichzeitig für einen entsprechenden Abstand zwischen Karton und Gehäuse sowie eine feste Fixierung von diesem. Zusätzlich ist das Kublai KL07 noch in eine Kunststoff-Tüte eingewickelt, welche dem Gehäuse einen weiteren Schutz vor Kratzern bieten soll.

Während der Lieferung musste die Verpackung einiges einstecken, all das hat sie eingesteckt ohne dass es zu Beschädigungen am Gehäuse gekommen ist. Es ist an keiner Stelle zu wenig Schutz vorhanden. Die Reduzierung der Verpackung auf das Nötigste ist sogar eher positiv hervorzuheben, da diese Ressourcen-Verschwendung vermeidet.



Testsystem

Bevor es mit dem Gehäuse und den Messungen weiter geht, erst ein kleiner Blick auf die Testhardware.
  • CPU: AMD Ryzen 5 1400@ Deepcool Gamer Storm Captain 240
  • MB: Asrock B350m Pro4
  • RAM: 2x 8 GB Crucial Ballistrix Tactical DDR4-3000
  • GPU: MSI GTX660 Gaming
  • HDD: 1x 2,5" SSD + 2x 3,5" HDD
  • PSU: Enermax Platimax 500 Watt
Natürlich entspricht die Testhardware keinesfalls einem HighEnd-System. Viel wichtiger ist aber bei einem Gehäusetest aber auch die Verbaubarkeit der Hardware. Um zu überprüfen, wie gut die Gehäusekühlung arbeitet, reicht das obige System auch aus.

Aufbau & Montage

Außen

Das Silverstone Kublai gibt es in einer einzigen Versionen. Es ist nur in Schwarz erhältlich und verfügt immer über ein geschlossenes (also ohne Seitenfenster) Design. Die Außenmaße des Gehäuses betragen 510 mm x 222 mm x 467 mm. Man setzt also auf klassenübliche Maße, wie sie die Konkurrenz auch bietet. Das Gehäuse besitzt ein recht schlichtes Design, nicht ein mal das Silverstone-Logo ist hervorgehoben. Silverstone verwendet bei dem Gehäuse einen Mix aus Stahl und Kunststoff.
Bei der Front kommt eine Kunststoffblende zum Einsatz, hinter dem die Frontlüfter verborgen werden. Diese bietet einen Look nach matten Metall und bietet an beiden Seiten Lufteinlässe. 5,25" Laufwerk-Schächte sucht man an der Front vergebens. Die Gehäusefront kann einfach entnommen werden. Ganz unten in der Front wurde das Silverstone-Logo platziert.



Beide Seitenteile sind schlichte schwarze Metallbleche, welche innen eine Dämmung besitzen und an der Rückseite verschraubt werden. Die Rückseite des KL07 ist komplett in Schwarz gehalten. Für das Netzteil ist am Boden eine Aussparung vorgehalten und ein 120 mm Lüfter ist oben, rechts neben dem I/O-Panel des Mainboards,bereits vorinstalliert. Die Blenden für die Erweiterungskarten werden durch eine klappe gehalten.



Auf Unterseite des Kublai KL07 versieht Silverstone von Außen mit einem Staubfilter. Dieser wird in die Haltelaschen am Gehäuseboden eingeschoben und entsprechend gehalten. Außerdem sind noch die vier Standfüße mit den Gummiaufsetzen hervorzuheben. Diese sollen für eine Entkopplung von Gehäuse zum Boden sorgen.



Durch die Verwendung von Dämmaterial an Deckel und linkem Seitenteil sowie der Front gibt es natürlich keinen Staubfilterbedarf an diesen Teilen. Lediglich am Boden ist ein kleiner Staubfilter vorgehalten.



Innen

Im Inneren des geht es sehr aufgeräumt zu. Beim Kublai KL07 unterteilt Silverstone das Innenleben allerdings in drei verschiedene Zonen auf. Es gibt eine Mainboard-Tray-Vorder- und Rückseite sowie einen unteren Gehäusebereich für das Netzteil und größere Festplatten. Die 5,25"-Laufwerkschächte gibt es nicht. Durch die großzügigen Abmaße können Mainboards vom mITX- bis zum ATX-Formfaktor bequem verbaut werden. Die Mainboard-Befestigungen sind bereits vorinstalliert. Im ausgelieferten Zustand sind keine Mainboard-Abstandshalter montiert.
Das Mainboard-Tray verfügt natürlich über die Klassen üblichen Kabeldurchführungen. Insgesamt sind es sechs an der Zahl, wovon alle günstig für die Verkabelung von Laufwerken, Netzteil und Mainboard positioniert wurden - sehr gut! Es gibt auch noch weitere Kabeldurchführungen im Deckelbereich, so dass ein sehr aufgeräumtes Kabelmanagement selbst mit nicht modularen Netzteilen möglich ist.



An Rückseite und Front gibt es dagegen wenig Spektakuläres im Innenraum. An der Rückseite lässt sich lediglich der oben beschriebene 120 mm Lüfter befestigen. An der Front gibt es wenigstens die Möglichkeit zwei bis zu 140 mm große Lüfter zu verbauen, beide Plätze sind allerdings bereits mit Lüftern aus dem eigenen Haus bestückt.



Kommen wir noch einmal kurz zur Rückseite des Mainboard-Trays. Auf dieser befinden sich die drei 2,5"-Slots. Diese werden mit einem cleveren System befestigt. Man muss die SSD nur einschieben und fertig ist die Montage. Die 3,5"-Aufnahmen sind ähnlich einfach in der Handhabung. Es handelt sich um Schnellmontagen, in die die Festplatte einfach eingeklippt wird und welche dann einfach wieder eingeschoben werden kann.



Kommen wir zum Abschluss von diesem Kapitel noch einmal kurz zur verwendeten Dämmung. Diese ist sowohl an der Innenseite der Deckelblende und des rechten Seitenteils als auch hinter der Front angebracht. Das Dämmmaterial ist nur ca. 5mm dick.



Montage

Kommen wir zur Montage. Der Einbau des Mainboard verläuft erfreulich einfach. Nach der Abstandshalter-Montage gibt es genügend Platz, um das Mainboard in Position zu bringen und dann entsprechend fest zu schrauben. Das Mainboard schließt dabei nach oben und unten nahe zu bündig mit ab. Die Kabeldurchführungen sind weiterhin frei. Das 4-/8-polige Mainboard-Kabel kann bequem verlegt werden. Sofern es lang genug ist, kann es über die komplette Rückseite nach oben gelegt werden. Dann kann man den Stecker durch einen am Decke befindlichen Kabeldurchgang stecken.
Auch für größere Kühler (Silverstone gibt eine maximale Höhe von 163-172 mm an) können verwendet werden - der Be Quiet! Shadow Rock 2 passt problemlos rein.



Optionale Lüfter lassen sich einfach festschrauben. Dafür muss lediglich die jeweilige Blende entnommen werden und dann kann der Lüfter mit den mitgelieferten Schrauben montiert werden. Da in der Nähe von allen Lüftern Kabeldurchführungen sitzen, können die Kabel einfach auf die Rückseite durchgeführt werden.

Die Laufwerksmontagen gehen schnell von der Hand. Alle laufwerke lassen sich einfach einklippen und in die Halterungen schieben. Solche Schnellmontagen sollten bei jedem Gehäuse umgesetzt werden.



Der Einbau des Netzteils erfolgt ohne großes Aufregen. Netzteil ins Kublai KL07 legen und Schrauben festdrehen. Danach können die Kabel durch die Kabeldurchführungen des Mainboard-Trays gesteckt und alle Komponenten angeschlossen werden. Natürlich bietet das Silverstone Kublai KL07 auch die möglich das Netzteil in beiden Orientierungen einzubauen. Besonders hervorzuheben sind noch die bereits enthaltenen Klettkabelbinder. Diese ermöglichen ein noch besseres Kabelmanagement.



Zu guter Letzt kann dann noch die Grafikkarte installiert werden. Der Einbau der Grafikkarte geht genauso einfach von statten. Die theoretisch auf werkzeuglose Montage ausgelegten Daumschrauben der Steckkartenblenden sind dermaßen straff angezogen, dass man doch einen Schraubendreher zum Lösen braucht. Danach kann die Blende raus und jetzt muss nur noch die Grafikkarte eingesteckt werden und die Rändelschrauben wieder reingedreht werden. Das Stromkabel noch durch die Kabeldurchführung ziehen und schon ist der Aufbau fertig.




Temperaturen & Lautstärke

Auf Grund der anderen Hardware im Vergleich zu meinem letzten Test des Raijintek Aeneas, sind die Ergebnisse der Temperaturbetrachtung nicht vergleichbar.

Testszenario

Für die Bewertung der Temperatur habe ich mir die Werte über HWMonitor (die Temperaturen gelten also als Richtwerte) ausgeben lassen. Einmal wurde das System in Idle-Modus betrieben und das andere Mal wurden Grafikkarte mit dem Unigine Heaven Benchmark und die CPU mehreren Durchläufen von Cinebench auf Maximallast getrimmt. Die Deckellüfter sowie die Radioator-Lüfter wurden über den von Deepcool mitgelieferten PWM-4fach-Verteiler an den SysFan1-Ausgang angeschlossen. Der Hecklüfter wurde direkt vom SysFan2-Ausgang angesteuert. Die Raumtemperatur betrug ca. 27°C. Alle Lüfter drehen auf maximaler Drehzahl. Das Gehäuse steht unterhalb des Schreibtischs.

Die CPU wird auf konstant 4,05 GHz bei einer Kernspannung von 1,35 V betrieben (sowohl Ruhe als auch unter Last). Die MSI GTX 660 Gaming wird in den Werkseinstellungen betrieben.

Temperaturen

Im Idle-Betrieb des PCs gibt es keinerlei Beanstandungen im Silverstone Kublai KL07. Trotzt Fokus auf Geräuschdämmung anstatt auf optimale Kühlung, bewegen sich die Temperaturen 32°C für die CPU-Kerne und 36°C für die Grafikkarte. Positiv fällt auf, dass der Deepcool Captain 240 Gamer Storm keinerlei Einbußen hinnehmen muss.



Unter Last wird es sowohl der CPU als auch der Grafikkarte etwas wärmer. Jedoch liegen die 63°C der CPU und die 72°C der GPU immer noch im guten Bereich. Die Grafikkarte kann die Temperatur sogar mit 1500 U/min halten. Auch dies sind beides gute Werte - erneut gibt es keine Einbußen beim CPU-Kühler - vor allem wenn man die erhöhte Zimmertemperatur von 27 °C im Hinterkopf behält.



Es zeigt sich also, dass das Silverstone Kublai KL07 bei Lüftervollbestückung einen sehr guten Dienst hinsichtlich der Gehäusebelüftung verrichtet. Anzumerken bleibt aber noch, dass die Lüfterkonfiguration auch durch noch größere Deckellüfter erweitert werden kann. Somit ist das Kublai KL07 auch gewappnet, sollten noch ein paar Reserven von Nöten sein. Aber auch ohne den "Lüfteroverkill" weiß das Kühlungskonzept des Gehäuses zu überzeugen.

Lautstärke

Natürlich soll die Lautstärke bzw. die Dämmung jener die Paradedisziplin des Silverstone Kublai KL07 sein. Die mitgelieferten Lüfter sind angenehm leise, machen sich auch bei maximaler Drehzahl nur durch ein leises Rauschen bemerkbar.
Weitere Geräusche wie das Betriebsgeräusch des CPU-Kühlerlüfters oder der Festplatten absorbiert das Gehäuse dank der hervorragenden Geräuschdämmung sehr gut. Selbst bei maximaler Drehzahl der Lüfter von Prozessor- und Grafikkartenkühler ist das Gesamtgeräusch des Gehäuses noch angenehm leise. Komplett still ist das Gehäuse natürlich nicht, schließlich gibt es an der Rückseite keine Dämmung und an Deckel und Front sind Luftein- bzw. -Auslässe vorgehalten.

Fazit

Das Silverstone Kublai KL07 ist das bisher beste Gehäuse, dass ich zum Testen in den Fingern hatte.

positiv

+ aufgeräumtes Gehäusekonzept
+ gute Kühlung der verbauten Komponenten möglich
+ clevere Lösungen wie Schnellmontagen
+ vorinstallierte leise Lüfter
+ sehr gute Dämmung
+ vorinstallierte Klett-Kabelbinder

negativ

- nichts
"Ein Mensch handelt zu jeder Zeit egoistisch. Jede noch scheinbar uneigennützige Tat dient nur dazu dem Bild, dass sich ein jeder von sich selbst schafft, zu entsprechen und ist damit im Egoismus gegründet. Der Held rettet die Jungfrau nicht vor dem Drachen, weil die Jungfrau in Not ist. Er tut es, weil er der Vorstellung von sich selbst entsprechen möchte."

Geändert von MisterSchue (18.06.2017 um 15:48 Uhr)
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Alt 05.07.2017, 17:36   #2 (permalink)
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Standard AW: Silverstone Kublai KL07 - Schallschluckende Blackbox

Ich muss sagen ich fidne die Fotos richtig Geil




keine Ahnung ob das von dir beabsichtigt war, oder Zufall, aber das schwarzweiße und dann die roten Kabel Hammer
Wenn Wasser wirklich ein Gedächtnis hat, dann ist Homöopathie voll von ScheiBe!
"Am Anfang war das Nichts. Und das ist dann explodiert."
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Alt 06.07.2017, 13:02   #3 (permalink)
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Standard AW: Silverstone Kublai KL07 - Schallschluckende Blackbox

Öhm ja das war durchaus beabsichtigt, da ich ein Thermaltake London und das Enermax zur Auswahl hatte, das Enermax mit den standardmäßig gesleeveden Kabeln einfach besser ausschaut und in das Gesamtpaket besser reinpasst´. ^^
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Stichworte
blackbox, kl07, kublai, schallschluckende, silverstone


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