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Alt 17.03.2017, 18:00   #1 (permalink)
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Standard Chieftec SJ-06B-OP - Designer-Case mit extravaganter Form

Chieftec Hexagon – Designer-Case mit extravaganter Form


Als Kind hat man immer gelernt, PC-Gehäuse sind rechteckig und relativ schlicht gehalten. Rechteckig sind viele heutzutage auch noch, jedoch hat sich bei der Optik einiges getan. Sichtfenster, sogar aus Echtglas, doppelte Böden und viel RGB-Beleuchtung, dass haut heute keinen mehr vom Hocker. Doch an der Form kann man noch einiges drehen. Chieftec hat sich genau das gedacht und mit ihrem „SJ-06B“ ein Gehäuse in Hexagonform im Portfolio. Man könnte auch sagen, eine etwas schiefe Bienenwabe, zumindest von der Form her.



Wer jetzt auf den ersten Blick denkt, im Gehäuse ist kein Platz, der irrt. Neben ITX und mATX Mainboards können ein normales ATX-Netzteil, große GPUs als auch normale 3,5“Laufwerke verbaut werden.

Wie sich das Chieftec SJ-06B schlägt und ob nicht nur das Design außergewöhnlich gelungen ist, klären wir im Artikel.


Äußerlichkeiten

Verpackt ist das ganze Gehäuse in einer großen Kartonage. Nachdem aufmachen sticht einem erstmal ein roter Zettel ins Auge, dass man das Gehäuse nur ohne Seitenteile transportieren sollte. Deshalb sind die beiden Seitenteile auch noch nicht montiert, sondern liegen extra in der Kartonage bei.



Der Fuß des Gehäuses ist jedoch schon fest mit ihm verbunden. Das Zubehörpaket umfasst dann alle benötigen Schrauben, die Tütchen sind zum Teil etwas komisch zusammengenagelt, ist also etwas fummelig gelöst beim Auspacken.



Die beiden Seitenteile werden mit jeweils sieben Schrauben am eigentlichen Gehäuse fixiert. Jedoch aufgepasst, die beiden Seitenteile sind nicht symmetrisch, so muss jedes auf der passenden Seite montiert werden.



Chieftec selbst hat sich beim SJ-06B dazu entschieden, alles in schwarz zu halten. Die beiden Seitenteile sind ebenfalls dunkel getönt und aus Acrylglas gefertigt. Auf den ersten Blick ist das Waben-Design wirklich sehr schick und auch einfach mal was anderes fürs Auge. Was man jedoch sagen muss, durch die schwarze Oberfläche und durch die Designelemente zieht das Gehäuse magisch Staub an. Abwischen soll hier in Zukunft zum guten Ton gehören, wie wir im Verlauf der Review noch sehen werden. Der Standfuß des Gehäuses ist aus Echtglas gefertigt, daher sieht der nicht nur schick aus, sondern sorgt auch für einen sicheren und stabilen Stand. Leider lässt sich die Schutzfolie vom Standfuß nur sehr schwer abziehen und es bleiben Klebereste zurück, die mit Spiritus entfernt werden müssen.



Chieftec setzt beim Design nicht einfach nur auf eine glatte Oberfläche, sondern zum Teil auf eine Riffelung. Dies sieht nicht nur sehr schick aus, sondern lockert das Design etwas auf und hat auf dem Deckel auch eine belüftende Funktion. Die Riffelung ist dabei aus Kunststoff gefertigt und umfasst 16 dieser Stege, die je nach Licht ein leicht durchsichtiges Design bieten können. Das Ganze wurde auf vier Seiten des SJ-06B angewandt. Auf den Seitenteilen erkennt man hier sehr schön die Schrauben, mit denen die beiden Akrclscheiben fixiert werden. Auch hier muss man leider einwerfen, sieht gut aus, ist jedoch ein Staubfänger, der regelmäßig gewischt werden muss.



Das I/O-Panel hat Chieftec hervorragend platziert. An der Front mit einem leichten Winkel nach Oben, sodass man alle Anschlüsse gut erreichen kann. Die Anschlüsse wurde in eine eloxierte schwarz und zudem gebürstet Aluminiumplatte eingelassen. Als Anschlüsse stehen dabei zwei USB 2.0 auch zwei USB 3.0 sowie ein Power-Schalter mit runder Beleuchtung sowie ein Audi-In und ein Audi-Out zur Verfügung.. Auf einen Reset-Schalter wurde leider verzichtet.



Neben den Kunststoffstegen gibt es natürlich noch eine Seite des SJ-06B, die mit schwarzem Stahlblech versehen wurde. Hier finden sich neben den Ausgängen für das Mainboard, vier PCI-Slots sowie eine 120 mm Lüfteröffnung mit vorinstalliertem blauen LED-Lüfter. Das ist im Übrigen der einzige Lüfterplatz im gesamten Gehäuse, der von Chieftec vorgesehen wurde. Weiter unten, der Platz für ein ATX-Netzteil. Wie man an der Lage schon erkennt, die Hardware wird im Inneren nicht waagrecht sondern in einem leichten Winkel verbaut.



Zu den Äußerlichkeiten kann abschließend erwähnt werden, Chieftec hat sich hier Mühe gegeben, ein Interessantes Design mit interessanter Optik u kombinieren. Hat soweit auch gut funktioniert, zieht wie angesprochen nur leider Staub sehr an.



Die inneren Werte

Werfen wir einen Blick ins Innere. Dafür nimmt man die beiden Seitenteile ab und erhält so den Auslieferungszustand.



Zuerst fällt der sehr große Innenraum auf, viel Platz für Hardware also. Ins Auge fällt hier leider auch das I/O-Panel. Die Kabel wurden im Vergleich zum restlichen Innenraum leider nicht schwarz gefärbt oder gesleevt. Dies passt optisch nicht ganz zum sonst aufwendig umgesetzt Design. Die Mainboardabstandshalter sind schon vorinstalliert als auch ein Festplattenmontagerahmen aus schwarzem Stahlblech. Der Mainboarschlitten der gleichzeitig die erste Rückwand bildet, verfügt leider nicht über Kabeldurchführungen oder über eine Aussparung für CPU-Kühler. Dies wäre zwar etwas eng geworden, aber die Option, hätte man offen gehabt.



Allerdings hat Chieftec Kabelbinderösen vorgesehen, dass hier die Kabel trotzdem sauber verlegen werden können. Dies sollte man auch machen, alles ist später durch das Sichtfenster einsehbar..

Auf dem Boden ist aufgrund des Hexagon-Design ein Winkel mit Gummipolsterung verbaut, diese dient als Netzteilstütze.



Die vier Erweiterungskarten können mit Rändelschrauben fixiert werden. An der Vorderseite gibt es dann einen Festplattenkäfig, hier können bis zu zwei 3,5“ Laufwerke werkzeuglos montiert werden. Natürlich sind auch noch zwei Möglichkeiten für 2,5“ Laufwerke vorhanden. Durch die Kunststoffstege kann der Festplattenkäfig nahezu belieb im Gehäuse versetzt werden.
Auf dem Foto sieht man das Chieftec stehend auf dem Kopf.



Allgemein sucht man Staubfilter jeglicher Art beim Gehäuse vergebens.

Die Verbreitung bewegt sich auf einem guten Niveau, hier und da wirken jedoch manches nicht ganz zu Ende gedacht.


Technische Daten:




Die Montage

Kurzer Blick aufs Testsystem:

  • AMD Ahtlon 845
  • Alpenföhn Ben Nevis
  • MSI A68HG Gaming
  • MSI RX 480 Gaming X 8G
  • 16 GB KLEVV Genuine DDR3-2400 MHz
  • Seasonic ECO 430W
  • 1x Crucial MX200 500GB

Da die Abstandshalter fürs Mainboard schon vorinstalliert ist, kann man gleich das Mainboard einsetzen. Der Kühler sollte jedoch schon auf dem Mainboard montiert sein, wir haben wie angesprochen keine Aussparung für die nachträgliche Montage. Die Festplatten können entkoppelt montiert werden. Ich muss hier sagen, auch ohne Entkopplung hatte ich selten Resonazstellen, was Festplatten anbelangt. Montiert sind die Festplatten sehr schnell & ohne Problem. Allgemein wirkt der Festplattenrahmen jedoch nicht ganz so hochwertig verarbeitet, wie der Rest des SJ-06B.





Ebenso schnell hat das Netzteil seinen Platz gefunden. Kritik muss ich hier anfügen, sowohl die Schrauben als auch die Kabelbinder, die im Lieferumfang beiliegen,sind nicht in schwarz gehalten, das stört einfach das Design etwas. Das hätte man bei so einem Designer-Gehäuse beachten sollen.
Noch die Grafikkarte ins System und fertig ist die „Gaming-Wabe“.



Leider folgt jetzt der etwas lästige Part. Kein Mainboardschlitten mit Kabelkanälen, das heißt für den Benutzer, sauber die Kabel mithilfe der ösen verlegen. Wer dazu keine Lust hat und später eine Beleuchtung im Gehäuse montiert, wird so sein blaues & beleuchtetes unordentliches Wunder erleben. Alles ist durch die Scheibe sichtbar. Wer das nicht tut, so siehts aus:



Außerdem können, je nach Netzteil natürlich, einige Kabel zu kurz geraten sein. Wir haben hier Probleme mit dem 8-Pin 12-V-Stecker für den Prozessor.
Da es keine Kabelöffnungen gibt, müssen wir das Kabel etwas umständlich über das Board legen.


Der vormontierte Lüfter ist mit blauen LED‘s ausgestattet, ist jedoch unter Last leider etwas laut geraten. Für empfindliche Ohren, raus damit.
Durch den 45 grad Winkel bekommt die Hardware auch eine etwas andere Optik, allerdings wird auch ersichtlich, dass im Gehäuse Platz verschwenkt wurde. Auch wenn man die Festplattenrahmen nach Wahl um montieren kann, wird man das Gefühl nicht los, hier hätte man noch etwas mehr aus der Raumaufteilung rausholen können.



Besonders hinter dem Mainboardtray hat man durch die ebenfalls eingesetzt Acrylscheibe eigentlich etwas Platz für Kabel, dieser wird leider nicht genutzt, Schade! Etwas Kabel-Management hätte dem SJ-06B nicht geschadet, besonders in Bezug auf die exklusive Form.






Fazit

Abschließend hinterlässt das SJ-06B von Chieftec gemischte Gefühle.

Auf der einen Seite überzeugt das Chieftec mit einem außergewöhnlichen Design mit toller Optik und schicken Details. Daneben auch mit einer schicken Präsentation der Hardware als auch mit versetzbaren Festplattenrahmen und viel Platz für GPU‘s und Kühler.



Einige Kleinigkeiten fallen jedoch störend auf. Dazu gehört zum einen, Kabel, Schrauben und Kabelbinder passen farblich nicht zur Optik, bei einem Gehäuse mit so einem exklusiven Design sollte darauf geachtet werden.

Im Innenraum wurde etwas Platz verschenkt, auch beim Kabelmanagement, was theoretisch möglich geworden wäre, wurde nicht umgesetzt. Auch der vorinstallierte Lüfter weiß abseits der Optik nicht zu gefallen. Durch nur einen Lüfterplatz, kann man außer AIOs keine Wasserkühlungen verbauen. Staubfilter sucht man im gesamten Gehäuse leider auch vergebens. Daneben ist das SJ-06B ein Staubmagnet, wer da empfindlich ist, muss jeden zweiten Tag den Sauger schwingen.

Abschließend hat Chieftec mit dem SJ-06B ein cooles Gehäuse für eine Gaming-Wabe im Angebot. Leider wurde bei vielen Dingen einfach etwas gespart, die man hätte realtiv leicht umsetzten können. So bleibt das SJ-06B für seine 150 Euro ein exklusives Gehäuse, jedoch fehlen hier und da einige berühmte I-Punkte.

Positiv:
  • Einzigartiges Design
  • Viel Platz
  • Zum Teil Modular

Negativ:
  • Staubfänger
  • Keine Staubfilter
  • Lauter Lüfter
  • Optikpatzer beim Zubehör
  • Platz nicht optimal genutzt

Geändert von Robert (17.03.2017 um 22:22 Uhr)
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Stichworte
chieftec, designercase, extravaganter, form, sj06bop, tücken


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