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Gainward GeForce GTX 1080 Phoenix GLH im Test (9/9)

Fazit

Mit der Gainward GeForce GTX 1080 Phoenix GLH, unserer zweiten GTX 1080 nach der MSI GeForce GTX 1080 Gaming X 8G, bekommen wir direkt eine komplett andere Ausrichtung präsentiert. Während die MSI Karte eher auf etwas moderatere Taktraten mit einem kompakten 2-Slot Kühler und ausgefeilter Optik setzt, geht bei Gainward mit der "Goes Like Hell" Edition alles in Richtung Kühlleistung, hohe Taktraten und damit Richtung Performance.

So wundert es auch nicht, dass die Gainward Karte mit einem realen Takt von 1974 MHz am Ende etwas schneller ist als die MSI, die nur auf 1911 MHz kam. Der Taktunterschied von etwa 3 % zeichnet sich in 4K Auflösung auch in der Praxis ab. Schaut man sich allerdings die genauen FPS Werte an, so kann man nicht wirklich von einem gravierenden Unterschied sprechen. Grob gesagt, bei 100 FPS ist die Gainward Karte eben manchmal 3 FPS schneller. Spürbar ist das nicht, sondern steht eher nur auf dem Papier. Gegenüber der Founders Edition von Nvidia ist die Gainward GeForce GTX 1080 Phoenix GLH dann aber schon von 6-8% schneller. Ansonsten gilt das gleiche wie zuvor. Dank der neuen Pascal GPU liegt man auf einem Level liegt, den man sonst in etwa mit zwei GeForce GTX 980 erreicht hat. Je nach Szenario ist man auch 25% bis 35 % schneller als eine GeForce GTX 980 Ti.

Auch wenn an der Lüftersteuerung der Gainward Karte noch Verbesserungspotential besteht, die Kühlleistung und Laustärke sind hervorragend. Selbst unter Furmark bleibt das gute Stück mit 27,87 dBA angenehm leise. Im Idle ist sie selbst wenn die Lüfter laufen quasi unhörbar. Leider hat Gainward bei der neuen Karte nicht das Konzept der GTX 980 Ti Phoenix weiter verfolgt bei der die Entlüftung über das Slotblech deutlich besser war. Die Gainward GTX 1080 Phoenix sollte man daher wohl eher in gut belüfteten Gehäuse einsetzen, dort wird sie in der Regel sehr gute Ergebnisse einfahren. Für kleine kompakte Mini-PCs ist sie sowieso eher zu groß.

Was uns besonders an dem neuen Kühler gefällt ist, dass er sowohl Leise als auch Vollgas kann. Das Kürzel GLH könnte sich hier also nicht nur auf die Taktraten sondern auch auf den Kühler der Karte beziehen. Wer diesen voll aufdreht bekommt eine Kühlleistung, die die GPU selbst unter Furmark auf 50 Grad hält. Auch wenn das für den Standardbetrieb etwas laut ist, für Overclocker die gerne mal einen persönlichen High-Score fahren wollen eine tolle Sache. Hier macht sich dann eben doch der Unterschied zwischen der reinen Masse eines 2-Slot und 2,5-Slot breiten Kühler bemerkbar. Dass dieser beim Overclocking auch wirklich hilfreich ist, zeigt unsere Karte ebenfalls, die bei voller Kühlleistung immer stabil 2101 MHz und partiell bis zu 2150 MHz brachte.

Die Karte ist insgesamt gut verarbeitet und die Abdeckungen in metallic Rot und Gold bringen der Karte durchaus eine interessante Optik. Der überdimensionale bunt beleuchtete LED-Neon-Balken der Karte ist für uns etwas zu viel des Guten. Zum Glück lässt er sich auf eine Farbe festlegen oder auch gleich ganz abschalten. Eine etwas dezentere Beleuchtung hätte uns hier wohl besser gefallen. Aber wer weiß, andere mögen den Balken,der eben auch die Temperatur der Karte in Farbcodes widergeben kann, besonders toll finden.

Insgesamt überzeugt die Gainward GeForce GTX 1080 Phoenix GLH in erster Linie durch ihre extreme gute Performance bei wirklich absolut leisem Betrieb und dazu extrem hohen Kühlreserven. Diese Karte wird definitiv so schnell nicht überhitzen, so dass hohe Taktraten auch konstant anliegen. Wer genau diesen Punkte auf seiner Wunschliste stehen hat, der kann mit der neuen Gainward Karte eigentlich nichts falsch machen, wenn er eine 2,5 Slot breite Karte nutzen kann.

Aber abseits davon gibt noch einen weiteren Punkt, der uns erfreut. Es ist der Preis. Die Gainward GeForce GTX 1080 Phoenix GLH ist nämlich bereits ab 749 Euro zu bekommen. Und das in der schnellsten Version. Die Standard Variante, die auch nicht viel langsamer ist, bekommt man schon für knapp über 700 Euro. Damit ist die Karte doch erheblich (nämlich fast 100 Euro) günstiger als eine Founders Edition. Insgesamt kommt so am Ende eine wirklich empfehlenswerte Version der GTX 1080 heraus, die performancehungrigen Gamern garantier Spaß machen wird.

Vorteile:

  • Extrem hohe Performance, sehr schnelle GTX 1080
  • Voll 4K taugliche Performance
  • Hohe Taktraten, die auch gehalten werden
  • Gute Performance per Watt / hohe Energieeffizienz
  • Hohe Effizienz auch bei CPU limitierten Games
  • gute semi-passive Lüftersteuerung
  • Sehr leistungsstarker Kühler mit hohen Reserven
  • Extrem Leise

Nachteile:

  • Lüftersteuerung noch nicht optimal
  • So gut wie keine Entlüftung über Sotblech
  • 2,5 Slot breit


28.6.15 / rj

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Übersicht der Benchmarks in diesem Artikel:


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