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Alt 27.03.2008, 22:39   #1 (permalink)
Abakus
 

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Dytec befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Ausrufezeichen Doku: Rentenangst - private vs. gesetzliche Rente

Private vs. gesetzliche Rente - Kritischer Beitrag der ARD:

Inhalt:
DasErste.de - Reportage & Dokumentation - Rentenangst (09.03.200

In der Dokumentation geht es überwiegend um Argumente gegen die private Altersvorsorge und wie Meinungsmache in Deutschland für die private Altersvorsorge betrieben wird. Das steht im Gegensatz zur Öffentlichen Debatte, die oftmals die private Altersvorsorge als "Allheilmittel" bewirbt.

Wie steht ihr zu dem vermeintlichen "Wissenstransfer" zwischen Politik und Wirtschaft? Schadet es nicht unserer Demokratie wenn sich vermeintlich unabhängige Politiker wie z.B. Walter Riester in der Versicherungswirtschaft "herumtreiben" und ihnen Gesetze in die Hand spielen, wovon die Finanzindustrie in erheblichem Maßen profitiert?


Teil1:
Rentenangst - Rentenbetrug01/05

Teil2:
Rentenangst - Rentenbetrug02/05

Teil3:
Rentenangst - Rentenbetrug03/05

Teil4:
Rentenangst - Rentenbetrug04/05

Teil5:
Rentenangst - Rentenbetrug05/05

Geändert von Dytec (27.03.2008 um 23:47 Uhr)
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Alt 28.03.2008, 00:28   #2 (permalink)
Coxito ergo sum
 
Benutzerbild von dr_Cox
 

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dr_Cox kann auf vieles stolz sein
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Standard AW: Doku: Rentenangst - private vs. gesetzliche Rente

Der "Wissenstransfer" also Lobbyismus ist so eine Medaille mit zwei Seiten. Auf der einen besteht natürlich die Gefahr, dass die Wirtschaft knallhart ihre eigenen Interessen verfolgt ohne Rücksicht auf das was für den Staat am Besten wäre.
Auf der anderen Seite kann es sich keine Regierung eines postindustriellen Staates mehr leisten, auf externen außerparlamentarischen Sachverstand zu verzichten.

Man sieht es ganz gut an dieser Reportage, da wird oft aufgelistet für welche Unternehmen und Interessensgruppen die jeweiligen Experten arbeiten; daraus schöpfen die aber natürlich auch ihr Fachwissen, ihren Einblick in Details und nachtürlich auch ihr Renommee; ohne diese Verbindungen wären sie keine "Experten".

Das mit der Rente ist ein ganz besonders trauriges Beispiel, es gibt viele andere solcher Bereiche, wo eine solidarische Gesellschaftliche Lösung meiner bescheidenen Meinung nach wesentlich besser wäre, als die privatwirtschaftliche (Gesundheitswesen, Bildung, öffentliche Sicherheit etc. pp.) - für die Gesamtgesellschaft natürlich; für Besserverdiener im Einzelfall ist die solidarische Variante nicht die finanziell optimale.
Nur funktoniert das nicht so einfach. Schließlich muss man auch sehen, dass an all den Stellen, wo der Staat die Vor- und Nachsorge betreibt kein Platz mehr für marktwirtschaftliches Vorankommen gegeben ist, weil kein Unternehmen in einen Bereich konkurrenzfähig einsteigen kann, der einer Behörde unterliegt, die lediglich der Sache dient und keine Rendite und Gewinne erzielen muss. Daurch verliert dann z.B. ein Versichrungsunternehmen in der Kapitalglobalisierung den Anschluss, wenn es sich mit Versicherern aus den USA vergleichen lassen muss (in den USA ist nur derjenige versichert, der es sich leisten kann - abermillionen von Amis haben keine Gesundheits- / Arbeitslosigkeits- / etc- Versicherung).

Ein schönes Beispiel dafür ist zB. die deutsche Bahn. Als das noch eine Staatsbahn war hatte jedes Kaff einen Bahnhof der betrieben wurde und Reisen war recht günstig. Jetzt ist die Bahn ein Unternehmen (an dem der Bund zwar immer noch m.E. die Mehrheit hält), das renditeorientiert arbeitet. Es schreibt schwarze Zahlen nach Jahrzehnten roter Zahlen, ist pünklticher, sauberer... dafür wird der Fahrpreis dann alle Nase lang angehoben und Strecken haufenweise still gelegt.

Bei der Rente ist es nicht viel anders - man hat sich von der Privatisierung mehr Effizienz versprochen und mehr Leistung im Endeffekt. Es sind ja auch durchaus viele Leute der Meinung die gesetzliche Umlagenrente sei nicht zukunftsfähig (Bild und Konsorten sei Dank ). Manchmal tut so eine "kleine Privatisierung zwischendurch" auch ganz gut, um alte verkrustete Bürokratiemonster aufzubrechen.

Also ich denke, genau solche Themen werden immer im Fluss sein. Noch in 200 Jahren werden Politiker an den Renten und Gesundheitssystemen basteln und es wird immer wieder Zeiten geben wo man eher marktfreundlich agiert / agieren lässt und es wird auch immer wieder Zeiten geben, in denen man Leistungen vom Markt weg in gesellschaftliche Obhut überführt.
Es ist halt seit Mitte der 80er die Phase des Marktes, aber auch das wird sich irgendwann auch wieder ändern

LG
dr_Cox ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.03.2008, 14:45   #3 (permalink)
Extrem Tweaker
 
Benutzerbild von Heaver
 

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Heaver ist ein sehr geschätzer MenschHeaver ist ein sehr geschätzer MenschHeaver ist ein sehr geschätzer Mensch

Standard AW: Doku: Rentenangst - private vs. gesetzliche Rente

Nicht ganz verstanden habe ich den Punkt mit:

Bruttoverdienst der BRD wird steigen
-> Produktivität pro kopf wird steigen

Somit wird es keine Rentenproblematik geben ! ( Aussage aus dem Film )

kann mir das jemand erklären ?

ich mein, wirtschaftswachstum wenns gut läuft, sind 3% pro Jahr.
Inflation auch immer ziwschen 2 und 3%. Aktuell sinds 3%.
Ich gehe jetzt mal davon aus, dass die Lohnsteigerung jedes Jahr mindestens die Inflation beträgt, dann wird ein Arbeitnehmer in der Zukunft genauso viel Kaufkraft in der Tasche haben wie heute.
Aktuell haben wir nen GRV-Satz mit 19,9% ( ich muss davon ausgehen das dieser Satz gleich bleiben wird, damit rin vergleich überhaupt einen Sinn macht )

Wenn ich mir jetzt wieder das Bild ins gedächnis rufe 10 Arbeiternehmer finanzieren 1 Renter und in 2050 ist der schnitt 2 zu 1.

Die Kaufkraft der Rentner wird weiter sinken!

Um dem gegen zu wirken fällt mir nur ein: 1. Rentenbeträge erhöhen oder 2. Todespille wenn für nen Renter wenn das Geld verbraucht ist. 3. Eintrittsalter erhöhen


Die Tatsache das der Bund jedes Jahr die Rentenkasse mit Finzanzspritzen aushilft wurde in diesem Bericht auch leider nicht erwähnt.

blüms darstellung kann ich auch nicht wirklich folgen. da sind mir auch zuviele ungereimtheiten.

mfg heaver

Geändert von Heaver (30.03.2008 um 15:22 Uhr)
Heaver ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 31.03.2008, 23:53   #4 (permalink)
Abakus
 

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Dytec befindet sich auf einem aufstrebenden Ast

Standard AW: Doku: Rentenangst - private vs. gesetzliche Rente

Zitat:
Zitat von Heaver Beitrag anzeigen
Nicht ganz verstanden habe ich den Punkt mit:

Bruttoverdienst der BRD wird steigen
-> Produktivität pro kopf wird steigen

Somit wird es keine Rentenproblematik geben ! ( Aussage aus dem Film )
Bruttoinlandsprodukt – Wikipedia
Zitat:
Zitat von Wiki
Das BIP gibt alle neu zur Verfügung stehenden Waren und Dienstleistungen zu ihren aktuellen Marktpreisen an, die im Inland innerhalb eines Jahres von In- und Ausländern hergestellt wurden und dem Endverbrauch dienen. Werden Güter nicht direkt weiterverwendet, sondern auf Lager gestellt, gelten sie ebenfalls als Endprodukt (Vorratsveränderungen). Auf Grund der Betrachtung in Marktpreisen ist das (nominale) BIP abhängig von der Inflation der betrachteten Volkswirtschaft. Das nominale BIP steigt/sinkt bei Geldentwertung/Deflation und daraus folgend steigenden/sinkenden Marktpreisen.
Das heißt im Klartext: selbst wenn wir nur ein Wirtschaftswachstum von 1,X Prozent haben, ergibt das eine Steigerung des BIP um einen hohen 2 stelligen Betrag (im Jahre 2050), um welchen wir an produzierten Gütern bzw. dem Geldgegenwert reicher sind. Das gilt es nur gerecht auf die dann weniger vorhandenen Menschen (ca. 75 Mio oder weniger je nach Quelle) zu verteilen. Das hat auch nichts mit deinem Bruttoverdienst des Arbeitnehmers zu tun. Beispiel: die Dax 30 Unternehmen fahren seit Jahren Gewinnzuwächse von (Dax-Konzerne: Jobabbau trotz üppiger Gewinne - Wirtschafts-News - FOCUS Online) im Schnitt weit über 10 Prozent ein und dieses "mehr" an Produkten und Geldgegenwerten wird nicht an den Angstellten/Arbeiter weitergegeben. Der Reichtum hat dabei dennoch massiv zugenommen, zumindest bei den Dax-30 Unternehmen.

Als tiefergehende Literatur zu der Problematik findest du eine genauere Beischreibung von Bosbach hier:
LINKSNET - Demographische Entwicklung – Realität und mediale ...
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Alt 13.04.2008, 18:13   #5 (permalink)
Bitte nicht füttern!
 
Benutzerbild von Robert
 

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Robert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz seinRobert kann auf vieles stolz sein

Standard AW: Doku: Rentenangst - private vs. gesetzliche Rente

Dazu habe ich letzens etwas interessantes gelesen.


in 20 Jahren werden auf jedes Neugeborene zwei über 60 Jährige in der Bundesrepublik leben.

Alleine vor diesem Hintergund kann ein "Umlageverfahren" wie die aktuelle Rentenversicherung ja kaum funkionieren, denn dann müsste letzentlich jeder Negeborene schon mal mindestens für 2 Rentner aufkommen und das bei immer höherer Lebenserwartung und eher geringerer Lebensarbeitszeit.

Wie das alles zusammen passen soll, kann gerne mal einer versuchen zu erklären.

Bei der privaten Rentenversicherung handelt es sich ja um nichts anderes als "sparen" jeder spart für sich selbst, mit Zinsen usw. hat er dann später wenn er in Rente geht ein gewisses Vermögen angespart, das im monatlich ausgezahlt wird.
Webmaster / Forumadmin [TweakPC Team]
"It is far easier to concentrate power than to concentrate knowledge." Thomas Sowell

Geändert von Robert (16.04.2008 um 17:42 Uhr)
Robert ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.05.2008, 14:46   #6 (permalink)
Coxito ergo sum
 
Benutzerbild von dr_Cox
 

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Standard AW: Doku: Rentenangst - private vs. gesetzliche Rente

*Info*

Die Doku kommt am Montag Abend nochmal auf Phoenix
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Stichworte
doku, gesetzliche, private, rente, rentenangst


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