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Alt 17.02.2016, 11:00   #1 (permalink)
Hummel Hummel
 
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Lächeln [Lesertest] Cooler Master mobiles Gaming-Headset Resonar

Review - mobile Gaming Headset:
Cooler Master CM Storm Resonar


Cooler Master ist in der Consumer PC Branche schon seit Jahrzehnten nicht mehr wegzudenken. Vor vielen Jahren mit Prozessorkühlern auf den Markt gekommen, drängte der Hersteller in der Vergangenheit in andere Richtungen und ist schon lange auf vielen verschiedenen Sektoren in der Computerhardware und im Multimediabereich vertreten.

So bietet Cooler Master auch Gaming Headsets an, von denen wir uns hier mal eins unter die Lupe genommen haben:

Cooler Master CM Storm Resonar

http://abload.de/img/packagingrs67u52.jpg

Dieses Headset richtet sich aufgrund der Baugröße (in Ear) gezielt an Gamer, die unterwegs zocken und / oder kein großes Fullsize Headset nutzen wollen oder können.

Das in der Zuleitung zu den Kopfhörern vorhandene Mikrofon macht den primären Einsatzzweck wohl deutlich: Smartphones und Tablets. Cooler Master weist aber darauf hin, dass das Resonar nicht nur als Gaming Headset verstanden werden will, sondern auch als Premium Gerät zum Musik hören und für Gespräche mit Freunden und Familie oder Musik hören taugt.

Obgleich das Resonar sehr hochwertig verarbeitet ist, finden wir es gelistet deutlich unter 40€ - ein echter Knallerpreis für das Gebotene.

Für den Preis bekommt man einen erstaunlich fairen Gegenwert. Schon die Verpackung hebt sich ab: Keine billig wirkende Blisterbox, sondern ein hochwertiger Karton, der mit 2 Magneten verschlossen wird viele Infos über das Resonar zeigt und allein schon was hermacht.
Darin finden wir:

- Headset
- Audio/Mic Klinkenstecker (Splitter)
- Austauschgummis (Rubber Cap) verschiedener Größen
- Aufbewahrungsbox
- Edles, kurzes Manual / Garantiekarte

Also alles, was man unterwegs braucht.


Headset Resonar

http://abload.de/img/inear2jfkjy.jpg http://abload.de/img/inearptmjmq.jpg

Am auffälligstem an den beiden InEars ist wohl das Stellrad an der Außenseite. Dieses dient zur Aktivierung eines deutlich angehobenen Bassbereiches, der von etwa 700 Hz bis zum Infraschallbereich wirkt. Dadurch wird nicht nur der Bass lauter, sondern auch weitaus tiefer. Um satte 10 dB wird hier angehoben.

Dazu wird noch eine kleine Senke im Bereich zwischen 700 Hz 1800 Hz erwirkt, was diesen so wichtigen Bereich etwas entschärft.

Wie diese Amplitudenfrequenzgangveränderung mechanisch umgesetzt wird, war uns jedoch nicht klar. Wir hätten uns gewünscht, diese Stellräder während des Tragens umstellen zu können. Offenbar geschieht hier jedoch etwas mechanisches, was dies nicht so ohne weiteres ermöglicht. Also kein Beinbruch.

http://abload.de/img/bassfx0rk40.jpg

Cooler Master spricht in den Spezifikationen von einem Frequenzumfang von 20 - 20000 Hz, doch wer sich die Grafik mal genau anschaut wird feststellen, das dies nicht der Fall ist.

20 Hz nehmen wir so gerne zur Kenntnis, jedoch entspricht die obere Grenzfrequenz noch nicht mal der alten HiFi Norm. Wenn man es nicht so genau nimmt, kann man eine obere Grenzfrequenz von 8 kHz als echt ansehen. Der Peak bei 12 kHz kann eine Resonanz im Messaufbau gewesen sein.

Wir hätten dies gerne selbst überprüft. Aber zum Messen von Amplitudenfrequenzgängen von Kopfhörern werden teure Kunstköpfe benötigt, die uns leider nicht zur Verfügung standen.

Die Verkabelung besteht aus noch dezentem, aber auffälligem, rotem Kabel im rechteckigem Querschnitt. Dieses Flachband sorgt mitunter dafür, dass sich, sofern überhaupt gebildet, ein Kabelknäuel deutlich schneller entwirren lässt.

Das Kabel selbst ist von der Steckerspitze zum Ohrhörer 135 cm lang, das Mikrofon in der Zuleitung zum linken Ohrhörer befindet sich im Abstand zu dessen von 14 cm. Das passt so ziemlich genau auf Kinn- bzw. Mundhöhe. Optimal.

Durch die Flachbandcharakteristik zeigt die Öffnung des Micros immer zum Mund - so soll es sein. Am Micro selbst in noch der obligatorische Druckschalter zu finden, mit dem ein Telefonat entgegengenommen und auch wieder beendet werden kann.

Eine Lautstärkeregelung konnten wir nicht finden. Der rechte InEar ist rot, der linke blau gekennzeichnet. Notwendig oder nicht, die Markierung an den "Bass FX" Stellrädern ist luminous (leuchtend) wenn zuvor durch Licht aufgeladen.

Die Rubber Caps schließen sehr dicht und - ein nicht zu unterschätzender Vorteil - schirmen Umweltgeräusche ungewöhnlich gut ab. Fast hat es den Anschein, als habe man Schall reduzierende Stöpsel im Ohr, so kann man sich von der Last des Umgebungslärm befreit ganz auf das Gamen oder Musik hören konzentrieren. Zudem führt der gute Sitz auch dazu, dass bei Bewegungen nicht gleich der oder beide Stöpsel aus dem Ohr fallen.

Ein Umstand jedoch kann den Genuss teilweise deutlich stören: Bewegt sich das Kabel des Headsets über Stoff, fallen sofort tieffrequente Störungen auf, die durch die Reibung (Rubbing) zwischen dem gummiertem Kabel und dem Stoff des Trägers hervorgerufen werden. Je nach Beschaffenheit des Stoffes und dem Reibwert zu diesem ist dieser Effekt mehr (Winterjacke aus robustem Kunststoffgewebe) oder weniger (Wollpullover) stark ausgeprägt. Aber man muss fairerweise betonen, dass er auch bei anderen Herstellen in gleicher Qualität auftritt.

Splitter

Anders als beim Smartphone oder Tablet wird ein Headset in der Regel mittels Klinke für Line out und Mic am PC angeschlossen, dessen Nutzung Cooler Master natürlich nicht ausklammern wollte und daher einen passenden Splitter beilegte. Auch dieser Splitter ist aus Aluminium, Buchse wie Stecker, und hinterlässt einen hochwertigen Eindruck.

Die Kabel sind im schon bekannten Rot gehalten, jedoch deutlich dünner als am Headset selbst und jeweils rund. Die Stecker sind nach der PC99 Norm farblich, aber zusätzlich auch mit den entsprechenden Symbolen (je ein Micro- und ein Kopfhörersymbol) markiert, sodass ein versehentlich falsches Einstecken recht unwahrscheinlich sein sollte. Auch hier sind alle Kontaktflächen mit Gold überzogen.

http://abload.de/img/splitterst67utt.jpg http://abload.de/img/splitterbuv8stm.jpg



Rubber Caps

Um den verschiedenen Gehörgängen und Tragegewohnheiten Rechnung zu tragen, hat Cooler Master dem Resonar 3 verschiedene große Austauschgummis (Rubber Caps) beigelegt. Das entspricht dem Klassenstandard und so kennt man es von vergleichbaren anderen Herstellern. Sie sind aber aus recht weichem und geschmeidigem Gummi (mit ungewöhnlich hohem Tragekomfort) und können sehr leicht entfernt und genauso einfach wieder befestigt werden, beispielsweise, um sie zu reinigen. Das haben wir schon schlechter umgesetzt gesehen - sehr gut.

http://abload.de/img/rubbersqnjm0.jpg



Case / Aufbewahrungsbox

Interessant ist das kleine schwarze Case, das nicht nur das komplette Set inkl. Splitter und Gummis aufnimmt, sondern auch ggf. Geldscheine, Münzen und Schlüssel und Ähnliches sicher verstaut. Es ist aus weichem, aber stabilen, wertigem Kunststoff gefertigt - chic und sehr praktisch für unterwegs.

http://abload.de/img/casekope8.jpg



Klang

Durch die von Cooler Master mit Patent versehene "Bass FX Technologie" fällt natürlich sofort - sofern denn am InEar so eingestellt - der satte Bass auf.

Dieser Bass macht an - nicht nur in der Masse, sondern auch in der Klasse. Klingt das System ohne FX schon fast ein wenig neutral (nicht aber langweilig oder nervend) geht mit FX durch eine auf Loudness ausgelegte Charakteristik richtig die Post ab.

Ein um bis zu satten 10 dB angehobener unterer Mittelton, Grundton und vor allem Bass, Tief- und Tiefstbassbereich macht aus jeder Art von Musik ein Fest von Bässen.

Nicht nur, dass diese dennoch sauber und konturiert wiedergegeben werden, sondern trotz alledem stellt sich eine gewisse Balance zum Rest des Spektrums ein: Ausgesprochen gelassen wirkt ein Kontrabass, das große Instrument steht eindrucksvoll im Raum, straff und nachdrücklich, intoniert von Ray Brown in "We get Requests".

Auch und vor allem die untere Grenzfrequenz macht immer wieder Spass, z.B. bei der Wiedergabe der riesigen Kodo-Trommeln. Begeisterung löst der fulminante, geradezu beliebig tiefe und jederzeit klar strukturierte Tief(-st)bass aus. Wer die Chance hat, sich diese mal anzuhören - zusagen!

Doch das Resonar kann mehr als nur Bass. Dass diese Kopfhörer im Mitteltonbereich nicht immer grundehrlich spielen, sollte man nicht zu nicht zu eng sehen. Mit dem richtigen Musikmaterial gefüttert beweist das Resonar obgleich des niedrigen Kaufpreises als empfehlenswerter HiFi Tip.
Stimmen in höheren Lagen wirken fast vorbildlich authentisch. Katie Melua lässt mit dem Schmelz ihrer Stimme jeden Gedanken an Kopfhörer vergessen und schnell taucht man in die Konzertathmosphäre ein.

Am anderen Ende des Spektrums gefällt die Hochtonwiedergabe mit dezentem, aber nichtsdestotrotz deutlich hörbarem Auflösungsvermögen. Im Diagramm des Amplitudenfrequenzganges scheint die oberste Okave zu fehlen.

Das scheint aber nur auf dem Papier zu stimmen, im Hörtest mit unterschiedlichen Quellen und Titeln konnten wir reichlich dieses Tonspektrum ausmachen. Eine leichte Tendenz zum "Englischen" Klang ist aber nicht wegzudiskutieren - sofern es überhaupt Stoff dafür gibt. Denn es fehlt nichts.

Das Resonar verteilt hier und da präzise Klänge, ohne Aufdringlichkeit zu besitzen. Der warme Grundtonbereich steuert sein Scherflein bei und verleiht dem Klang etwas Anheimelnd-einhüllendes. Das passt wunderbar zum warmen Charakter des Headsets, sodass man mit einem guten Album gemütlich im Sofa versinkt. Die Mitteltonwiedergabe ist akzenturiert, offen und frei, tonal angenehm, wenn auch nicht neutral und wird nur wenig vom Bass (FX Mode) überdeckt. Der Stimme von Mark Knopfler fehlte es dagegen etwas dem sonst so beeindruckenden Durchdringenden.

In Games hat der angehobene Bassbereich nicht nur mehr (akustischen) Fun zu bieten, er macht auch eindeutig Sinn: Sehr weit entfernte Fahrzeuge (z.B WoT, WoW) machen deutlich früher bemerkt auf sich aufmerksam wie auch das Aufdrehen des Gesamtpegels unterwegs ist nicht mehr notwendig.

Beim Telefonieren gab es keine Überraschungen, weder gute noch schlechte. Der Klang des Micros ist auf der Gegenstelle nicht mit dem des eingebauten Micros im Handy zu vergleichen, macht aber einen gut verständlichen und rauschfreien Sound. Positiv: Es ist in keinster Weise notwendig, das Micro in Richtung Mund zu führen oder zu halten, auch nicht bei Umgebungsgeräuschen. Lediglich starker Wind kann unter Umständen stören.

Test Telefone:
Lumia 640, iPhone 5, Motorola W/L Festnetz



Pro / Contra

+
Sehr ansprechender, dynamischer Klang
+ Variabel anpassbare Charakteristik im Bass
+ Sehr wertige Materialien und Verarbeitung
+ Ordentliches Zubehör
+ Gute Telefonie Qualität
+ Bemerkenswertes Preis / Leistungsverhältnis

- Tieffrequente Störgeräusche (Rubbing) durch das Kabel
- Vor allem im FX Mode tonal nicht immer ganz bei der Wahrheit



Fazit:

Das Cooler Master CM Storm Resonar bietet überraschend viel an Quantität wie Qualität für den erhobenen Kurs.

Es bringt alles mit, was man sich von einem sehr guten Mittelklasse InEar wünscht und überdies noch ein paar feine, innovative Features, auf die man irgendwann nicht mehr verzichten wollen wird.

Wer ein wirklich gutes Set unter 40,- € sucht, braucht wahrscheinlich gar nicht mehr weiter zu suchen.

Wir haben beim Test des Resonar viel Spass an dem Set gehabt und geben offen zu: Abgeben werden wir es nicht mehr...


Prädikat: Besonders empfehlenswert

Ihr Motivationskontingent für diesen Monat ist aufgebraucht. Bitte versetzen Sie sich unverzüglich in den Beamtenmodus.
Hopfen und Malz erleichtern die Balz!



Geändert von Robert (17.02.2016 um 15:31 Uhr)
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Kodak (02.09.2016), Mother-Brain (20.08.2016), Pixelfehler (16.02.2016), Robert (16.02.2016)
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Stichworte
cooler, gaming, gamingheadset, headset, lesertest, master, mobile, mobiles, resonar


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