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SilverStone Sugo SG05 Mini-IXT Gehäuse im Test (5/6)

Erfahrungen / Praxis

Mini - mit ein paar Detailschwächen

Aufgrund der doch beengten Platzverhältnisse gestaltet sich der Einbau der Hardware etwas aufwendiger. Um die Hardware zu verbauen sollte man das Gehäuse, wie schon in unserem "Innenleben"- Teil beschrieben komplett zerlegen, sodass man nur noch das Stahlskelett vor sich hat. Nun hat man genügend Platz und kann sich an den Einbau wagen. Zuerst möchten wir kurz die für den Test verbaute Hardware vorstellen.

Verbaute Hardware

  • CPU: Intel Core 2 Duo E6700 (2,66 GHz, 65nm)
  • CPU Lüfter: Scythe Shuriken B (100mm Flach Kühler, nur 64mm hoch)
  • Mainboard: Zotac GeForce 9300-ITX WiFi
  • 2*2048MB OCZ DDR2 PC8000 CL5
  • Grafikkarte: EVGA 8800GTS 512
  • Netzteil: Serie
  • HDD: Samsung HD154 EcoGreen F2 (1.500 GB, 5400 U/Min)
  • Brenner: Samsung SN-S083 (Slim-Line, DVD Brenner)

Wie man recht gut erkennen kann, handelt es sich dabei um eine Mischung aus Alt und Neukomponenten, welche für ein Silent HTPC nicht unbedingt geeignet sind. Trotzdem wollen wir dadurch auch seine Spiele Qualitäten kontrollieren um die Leistungsfähigkeiten eines Mini Systems einschätzen zu können.

Der eigentliche Einbau gestaltet sich gar nicht so schwierig, wie man es eigentlich aufgrund des Platzmangels hätte befürchten können. Als erstes wandert das Mainboard ins Gehäuse. Dazu sind bei diesem Mini ITX System gerade einmal vier Schrauben notwendig.

 

Nachdem dies geschafft war, wanderten die CPU, der CPU Kühler und der Arbeitsspeicher auf das Mainboard. Diese Reihenfolge war leider akut notwendig, da man bei verbautem Arbeitsspeicher einen der CPU Kühler Push Pins leider nicht mehr erreichen konnte. Da der CPU Kühler aber auch die RAM Bänke etwas überragt, wurde das Einfädeln des ersten Speichermoduls auch etwas erschwert.

Nun sollte man sich als nächstes um die komplette Verkabelung kümmern. Falls wie in unserem Test eine extra Grafikkarte Verwendung findet, sollte man diese erst als allerletztes montieren, da man nur so die später einzusetzende Festplatte verkabeln kann. Dazu kann nun auch das Netzteil wieder seinen angestammten Platz einnehmen um die Verkabelung zu komplettieren.

Bei der Verkabelung sind wir auf zwei Probleme gestoßen. SilverStone  legt beim SG05 zwar einen Adapter für PATA Slimline Brenner bei, aber bei der neueren SATA Version wird man als Unwissender plötzlich von einem ganz speziellen SATA Stecker überrascht. Während der SATA Datenanschluss noch ganz normal ist, kommt der Stromanschluss in einer verkürzten Form daher. Das Problem ist, dass diese Kabel nicht in jedem Shop zu haben sind, und so den Einbau doch deutlich verzögern können. Da Slimline Laufwerke normalerweise nur in Notebooks verbaut werden, braucht man diese Kabel normalerweise nicht. Hier hätte SilverStone  bei einem Gehäuse dieser Preisklasse durchaus etwas Kulanz zeigen und den Adapter beilegen können.

Ein ähnliches Problem fand sich später auch noch bei der Festplatte wieder. Wenn nämlich eine extra Grafikkarte Verwendung finden soll, reicht der Platz zwischen Festplatte und Grafikkarte nicht mehr für ein normales SATA Datenkabel aus, sodass man hier möglichst ein abgewinkeltes Kabel verwenden sollte. Dies liegt aber weder dem Gehäuse noch dem Board bei, so dass man hier wiederum zum IT Händler seines Vertrauens gehen muss.

Als nächstes wurden Festplatte und DVD Brenner montiert. Bei der Festplatte ging dies völlig problemlos, wobei man sich hier doch ein paar Gummipuffer zur Schwingungsdämpfung gewünscht hätte. Beim DVD Brenner gestaltete sich das schon deutlich schwieriger, da hier sehr kleine Schrauben Verwendung finden, welche zusätzlich noch teilweise verdeckt werden. Das Ganze erfordert einen sehr kleinen Kreuzschlitzschraubendreher, da man durch Löcher der äußeren Bleche hindurch schrauben muss. Hier sind kleine Hände auf jeden Fall vorteilhaft.

Nun muss nur noch der obere Laufwerkshalterahmen wieder in das Gehäuse eingesetzt und verschraubt werden. Selbiges gilt auch für den Festplattenhalterahmen, welcher vorsichtig von unten eingesetzt werden sollte und dann durch zwei Schrauben fixiert wird. Jetzt bekommen der DVD Brenner und die Festplatte ihre Strom sowie Datenanschlüsse, wobei hier die oben schon besprochene Problematik mit den speziellen Kabeln zum Tragen kommt.

Jetzt wäre der Zeitpunkt zum Einsetzen der Grafikkarte gekommen. Im Fall der GeForce 8800 GTS 512 muss man etwas zirkeln, da der Platz schon recht eng bemessen ist, aber nach kurzem Probieren geht auch dies spielerisch. Beachten sollte man, dass nach oben hin so gut wie kein Platz ist und man somit auf Grafikkarten mit besonders ausladenen Kühlkörpern leider verzichten muss. Nun muss nur noch der 6 Pin Stromanschluss angeschlossen werden und schon kann der erste Testlauf erfolgen.

Der erste Testlauf stimmt positiv. Die Grafikkarte brüllt nach dem Einschalten ganz kurz auf, geht dann aber in einen zwar nicht leisen aber erträglichen Geräuschbereich über. Dabei übertönt sie das restliche System natürlich etwas, sodass wir die Grafikkarte für einen zweiten Testlauf entfernt haben. Da es sich bei der GeForce 8800 GTS 512 und auch der OnBoard Karte um Lösungen von NVIDIA handelt, war dies auch ohne weitere Treiberumstellungen möglich.

Das Grafikkarten Kühlkonzept funktionierte ansonsten in unserem Test einwandfrei. Da der Lüfter direkt durch das perforierte Außenblech "atmen" kann, erreichen wir selbst unter Volllast Temperaturen, die einem größerem Midi Tower in nichts nachstehen. Das Ganze hat aber auch einen Haken, denn da hierbei weder Schallschutz noch Staubschutz vorhanden sind, leiden unter Volllast etwas die Ohren und das Gehäuse setzt sich schneller mit Staub zu.

Mit der reinen OnBoard Grafiklösung kann man das System problemlos als sehr leise einstufen. Die Festplatte ist vom Motorlauf unhörbar und meldet sich nur durch leichte Klick-Geräusche zu Wort. Diese sind aber nur aus nächster Nähe zu vernehmen. Absolute Silent Fans sollten sich vielleicht aber lieber nach einer anderen Platte umsehen. Da man neben einer 3,5 Zoll Festplatte auch eine kleinere 2,5 Zoll Lösung verbauen kann, hat man in dem Bereich glücklicherweise freie Hand.

Der CPU Kühler machte in unserem Test eine sehr gute Figur. Am Anfang war dabei noch der größere Scythe Big Shuriken (125 x 135 x 58mm) eingeplant, doch dieser überragte das Mainboard nach oben hin zu deutlich, sodass an ein Schließen des Gehäuses leider nicht mehr zu denken war. Der kleinere Scythe Shuriken B benötigt nur noch 105 x 116 x 64mm und passt somit gerade noch so hinein. Das Laufgeräusch des Kühlers geht dabei absolut in Ordnung und ist nur aus absoluter Nähe zu vernehmen. Dabei verfügt der Kühler über einen 4 PIN PWM Anschluss, welcher eine effektive Regelung ermöglicht. Aber selbst unter Last wird unser älterer und nicht ganz sparsamer Core 2 Duo E6700 unter 60 Grad gehalten, ohne das der Lüfter seine Stimme zu sehr erhebt. Selbiges gilt auch für den 120mm Frontkühler. SilverStone  hat hier ein gutes Händchen mit dem Zulieferer gehabt und mit dem Global Fan Lüfter erhält man einen leisen und unaufdringlichen Gesellen, welcher das Gehäuse effektiv mit Frischluft versorgt.

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