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Das nächste Anwendungsgebiet dürfte das Internet sein. Mittlerweile gibt es mehrere Browseralternativen, das Abrufen von Webseiten funktioniert damit in der Praxis unter Linux auch nicht besser oder schlechter als mit Windows. Anders
schaut es bei der Webseitenerstellung aus. WYSIWYG-HTML-Programme sind nicht wirklich in der Linuxwelt vorhanden. Allerdings müssen wir mit solchen Aussagen vorsichtig sein, sicherlich wird auch daran schon seit langem gearbeitet. Thema Grafik: Da gibt es
nur ein Wort: Gimp! Ein mächtiges Programm um mit Grafiken zu arbeiten. Wer damit nicht klar kommt, wird wohl oder übel etwas länger nach einem Ersatz suchen dürfen. Die breite Auswahl aus der Windows Welt ist hier nicht zu sehen. Zusammenfassend: Surfen
ja, Bildbearbeitung ja, aber Webdesign mit deutlichen Einschränkungen.
Hardware wie TV-Karten sind von einem ganz anderen Kaliber als Soundkarten. Letztere sind in praktisch jedem Computer vorhanden und werden damit auch eigentlich immer von Linux unterstützt. Bei einer TV-Karte - stellvertretend für etwas
"exotischere" Hardware - gilt das aber nicht mehr. Zwar wirbt SuSE jetzt mit der TV-Karten Unterstützung, aber aus Sicht eines Anfänger war es uns nicht möglich, diese zur Mitarbeit zu bewegen.
Erst ein Update des Systems brachte die entsprechende Applikation dazu,
überhaupt zu starten, mittlerweile funktioniert die Karte. Ein letztes Wort zum
Update: Dies wird per Internet ausgeführt, das Updateprogramm regelt dabei
alles: Überprüfung auf neue Versionen, Auswahl der einzelnen Pakete, Download
und Installation. Alles funktioniert mit einigen, wenigen
Mausklicks.
Das Fazit

Lohnt ein Umstieg?
Linux hat in der letzten Zeit gewaltige Fortschritte gemacht. Derzeit sieht es so aus, als würde dieser Trend auch noch weiter anhalten. Praktisch ist jede Software für Linux vorhanden, die für gängige Arbeiten benötigt werden. Leider
ist es nicht immer so, dass diese auch auf Anhieb funktioniert, hier ist dann Handarbeit gefragt. Von Windows ist man hier, zumindest in den meisten Fällen, etwas anderes gewohnt.
Wer sich einmal die Mühe macht, Linux kennen zu lernen, wird mit einem stabilen System belohnt. Jedoch sollte man sich immer noch bewusst machen, dass die Software, die in vielen Supermärkten zu kaufen ist, für ein anderes Betriebssystem
geschrieben wurde. Negativ fallen natürlich Computerspiele auf. Aktuelle Spiele sind für Linux quasi nicht zu bekommen.
Aus diesen Gründen kann eine Koexistenz von Linux und Windows eine sinnvolle Lösung sein. Das SuSE Linux zeigt eines jedoch ganz klar: Die Zeit des Monopols von Microsoft Windows könnte sich dem Ende zu neigen. Aber das kann nur die
Zukunft zeigen und hängt im großen Maße von der Bereitwilligkeit der User, etwas neues kennen zu lernen, ab.
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