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Audio Roundup - Audio Chipsets im Vergleich

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Analog Devices AD1988A

Gut, aber nicht gut genug

AD1988

Der AD1988 ist im Hause Analog Devices der Spitzenvertreter im Consumer-Bereich. Namentlich ist er auch als High Definition Audio SoundMAX Codec bekannt. Ihn gibt es in zwei Ausführungen. Einmal als AD1988B, wo er einen Pegelumfang von bis zu 101dB besitzen soll und sogar Dolby Master Studio zertifiziert ist. Und einmal als einfacherer AD1988A, wo er immerhin noch mit theoretischen 95dB glänzt, aber auf die Dolby Master Studio Zertifizierung verzichtet. Letzterer findet sich auf unserem ASUS P5B-V. Doch vorweg sei hier schon mal erwähnt, dass die tollen Werte, die Analog Devices anpreist, von uns nicht reproduzierbar waren. Unser AD1988A erreichte nur einen Pegelumfang von 82 bis 83dB. Das ist zwar auch noch ein recht guter Wert, aber dennoch weit ab von vollmundigen Anpreisungen des Herstellers.

Auf ASUS Mainboards finden sich recht häufig Codecs von Analog Devices. Sie sind sehr einfach aufgebaut und glänzen nicht mit übermäßigen Features. Dafür sind sie mit Sampling-Raten von bis zu 192kHz bei einer Genauigkeit von 24bit doch sehr potent. Der Grund dafür liegt darin begründet, dass Analog Devices auch viel für den professionellen Audio-Markt und die klassische Signal-Verarbeitung produziert und daher Codecs wie den AD1988 praktisch ganz nebenbei fertigen kann. Deshalb verwundert es auch nicht, dass er ein verlässliches Produkt ist, auf dass man bauen kann. Auch wenn die angebotenen 192kHz für seine Verhältnisse doch einwenig übertrieben scheinen.

Ein nettes Gimmick ist seine Port-Erkennung, die das Einstecken eines Gerätes erkennt und daraufhin den Konfigurations-Manager startet. Wer nicht großartig rumsuchen möchte, kann die entsprechenden Geräte (Lautsprecher, Mikrophon, etc.) beliebig einstecken und dann über die Software den richtigen Funktionen zuweisen. Tatsächlich bietet die Software neben der Port-Erkennung auch eine Geräte-Erkennung und macht ihrerseits für die jeweilige Zuweisung einen Vorschlag, mit dem man normalerweise auch richtig liegt.

Das ASUS P5B-V bietet insgesamt sechs analoge Klinkenbuchsen an. Es kann darüber ein 8-Kanal-Soundsystem bedienen und gleichzeitig auch noch ein davon unabhängiges Stereo-Headset versorgen. Die Buchsen-Belegung ist dabei sehr flexibel, denn wahlweise kann man auch drei der Buchsen für eine 6-Kanal-Aufnahme-Funktion einsetzen. Soweit zeigt sich der AD1988 sehr modern. Doch anders als sein größerer Bruder, verfügt der kleinere AD1988A leider nicht über eine Dolby Zertifizierung und damit leider auch nicht über das Dolby-Digital Live. Was aber schon längst zum guten Ton bei vielen anderen Codecs zählt und worauf man nur ungern verzichten sollte. Denn mittels Dolby-Digital Live kann beispielsweise 3D-Audio aus Computerspielen in Echtzeit encodiert werden, um es dann als Surround-Sound-Signal über ein digitales Boxensystem auszugeben.

AD1988A
Echtes HD-Audio: Nein
Analog Out: 192kHz, 24bit
Digital Out: 192kHz, 24bit
Analog In: 192kHz, 24bit
Digital In: 192kHz, 24bit
DAC: 10
DAC-Genauigkeit: 192kHz, 24bit
ADC: 6
ADC-Genauigkeit: 192kHz, 24bit
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