TweakPC
Compro DVB-T Vergleich - PCI-Karte vs USB-Stick

/Testberichte/Datenspeicher

Seiten: | 1 | 2 | 3 | 4 |   

Fazit, Checkliste und Direkt-Vergleich

Die jeweilige Disziplin entscheidet

Im aktuellen Fall beschränken wir uns auf den Vergleich der uns vorliegenden Produkte, die das untere Preissegment bedienen. Wer etwas mehr Geld ausgeben möchte, kann sich ruhig auch mal die Alternativen und Ergänzungen ansehen.

Pro Stick - Kontra Karte

Die Mobilität: Die TV-Funktion kann mittels USB-Stick nicht nur an Freunde verliehen werden, die diese bequem auch unterwegs nutzen können, auch kann sie innerhalb eines Haushalts bequemer von einem PC zu einem anderen wandern. Die PCI-Karte muss dagegen fest montiert werden und setzt dafür auch einen PCI-Slot voraus.

Der Empfang: In Sachen Empfang ist die USB-Version im Vorteil. Hier muss man dass Antennenkabel nicht verlängern, um die Stabantenne an einen anderen Platz zu positionieren. Denn mittels USB-Kabel kann man gleich das ganze DVB-T-Gerät mitwandern lassen. Da USB immerhin ein Verlängerungskabel von bis zu 5 Meter unterstützt, besitzt man somit auch einen bis zu 5 Meter größeren Spielraum. Bei der Karte hingegen muss es zwangsläufig ein längeres Antennenkabel sein, wenn sich die Antenne weiter weg befindet. Was leider auch den Empfang zunehmend verschlechtert. Gerade beim digitalen Empfang äußert sich dies nicht nur mit einem schlechteren Empfang, sondern gar mit einem kompletten Verlust der betroffenen Problem-Sender. Im übrigen zeigte sich auch, dass der USB-Stick von Haus aus einen besseren Empfang besitzt. Denn unter gleichen Bedingungen war er in der Lage mehr Sender zu entdecken und auch gewisse Problem-Sender störungsfreier zu empfangen. Zur Sicherheit haben wir diesen Versuch auch wiederholt und zwar mit dem selben Ergebnis.

Pro Karte - Kontra Stick

Die Anschlüsse: Selbst wenn man eine VIVO-Grafikkarte verwendet, die dem PC schon ein TV-IN spendiert, kann ein separater TV-IN qualitativ deutlich besser sein. Wer also auch seine Spielkonsole über den PC anschließen möchte, darf sich besonders über dieses Extra freuen, denn Compro verspricht ein deutlich rauschärmeres Bild über seinen analogen Video-Eingang.

Die Fernbedienung: Ein sehr wichtiges Utensil für Couch-Potatos. Zwar gibt es auch separate Fernbedienungen zu kaufen, mit denen man den PC und seine Anwendungen steuern kann, doch einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und beim Preis des VideoMate DVB-T200 kann die Fernbedienung durchaus als Gratisbeigabe betrachtet werden.

Der Strom-Sparmodus: Mittels PCI 2.2 wäre die Karte sogar in der Lage einen ausgeschalteten PC zu booten, um eine einprogrammierte Aufnahme zu starten. Zwar ist PCI 2.2 selbst bei neueren Mainboards nicht zwangsweise ein fester Standard, doch wer es besitzt, kann seinen PC praktisch wie einen echten Videorekorder einsetzen und per Software-Planer hoch und runter fahren. Zumindest verspricht dies die Karte. Auf unserem Testsystem konnten wir sie aber leider nicht dazu bewegen, was aber auch nicht zweifelsfrei der Karte anzulasten war.

Fazit

Der Kunde bleibt König

Auch wenn die Karten-Versionen kräftig aufgerüstet haben und nicht nur mehr Anschlüsse sondern auch mehr Funktionen bieten, um gegen die USB-Konkurrenz dagegen halten zu können, sind sie dennoch nur für eine kleinere Zielgruppe von Interesse. Die meisten Anwender, denen es nur um das Grundlegendste geht, fahren tatsächlich mit der USB-Stick-Version besser. Der Empfang ist mindestens gleich gut oder kann durch die örtliche Flexibilität des Sticks sogar noch verbessert werden und vorallem kann der Stick auch am zukünftigen PCs noch seine Dienste verrichten. Das hilft dann schon die ein oder andere fehlende Funktion zu verschmerzen, die wohl die Karten-Version zu bieten hat.

Wer dagegen das beste aus beiden Welten sucht, der muss dann schon etwas tiefer in die Tasche greifen, erhält dafür aber auch USB-Modelle, die ebenfalls die zusätzlichen Features der PCI-Karten-Modelle anbieten. Insbesondere die zusätzlichen Anschlüsse, aber auch die erweiterte Stromspar- und PC-Start-Funktionen. Nicht Zuletzt auch zusätze wie die Fernbedinung. Dank der USB2.0 Schnittstelle ist dezentrale Hardware nunmal Groß in Mode und das wird sich in nächster Zeit auch nicht ändern.

19.07.07 [zk]

6.7.07 [zk]

Inhalt: Compro DVB-T Vergleich - PCI-Karte vs USB-Stick

Seiten: | 1 | 2 | 3 | 4 |   

ueber TweakPC: Impressum, Datenschutz Copyright 1999-2026 TweakPC, Alle Rechte vorbehalten, all rights reserved. Mit * gekennzeichnete Links sind Affiliates.